Strand-Feeling und High-Tech Zugsbilletkauf

April 6th, 2018

Weiter wieder aus Kambodscha ­čÖé

Von Koh Rong gings f├╝r uns mit dem Schnellboot zur├╝ck aufs Festland nach Sihanoukville und von dort per Tuk Tuk zum Otres Beach. Wie auch in Koh Rong hatten wir eine kleine H├╝tte, diese hier war aber deutlich besser ausgestattet, sauberer und gr├Âsser. Die H├╝tte war ebenfalls in der N├Ąhe des Strandes, welcher auch sch├Ân, aber deutlich touristischer war. Mehrere Restaurants, Bars und g├╝nstige Backpacker-Unterk├╝nfte reihten sich den ganzen Strandabschnitt entlang eng aneinander. Trotzdem liess es sich gut im Sand spielen, im Wasser baden oder auch einfach am Strand flanieren und etwas essen. Wir assen jeden Abend in einem dieser Strandrestaurants, ein Traum f├╝r die Kinder: im Meer baden bis das Essen serviert wurde, und nach dem Essen gleich neben dem Tisch „s├Ąnd├Ąl├Ą“. Und dabei auch noch dem Sonnenuntergang zuschauen.

Billetschalter

Wir verbrachten insgesamt 3 N├Ąchte, also 2 ganze Tage in Otres. Am ersten Tag ging es mit dem Tuk Tuk zum Kbal Chhay Wasserfall, mehr dazu dann im n├Ąchsten Beitrag. Und am zweiten Tag fuhren wir ins Stadtzentrum von Sihanoukville. Dort besuchten wir den Markt, welcher sehr ├Ąhnlich zu den vietnamesischen M├Ąrkten ist. Und dann mussten wir noch Zugs-Billette kaufen, den f├╝r den n├Ąchsten Tag stand die Reise mit dem Zug in die Hauptstadt Phnom Penh auf dem Programm. Vom Tuk Tuk Fahrer liessen wir uns dazu zum Bahnhof fahren und dort zum „Billetschalter“ bringen. Eigentlich erwarteten wir schon keinen modernen Schalter, aber was wir antrafen, ├╝berraschte uns dann doch etwas: Der Fahrer brachte uns zu einer der H├╝tten neben den Gleisen. Vor der H├╝tte war eine Mutter gerade dabei, ihren Kindern das Abendessen zu geben. Nach kurzer Wartezeit holte sie dann einen Block und einen Stift und f├╝llte uns so ganz einfach und von Hand das Billet aus. Der Tuk Tuk Fahrer half uns dabei bei der ├ťbersetzung. Nachdem wir 16 USD f├╝rs Billet bezahlt hatten, liessen wir uns vom Fahrer wieder in unserer Unterkunft bringen und vereinbarten mit ihm gleich, dass er uns am n├Ąchsten Tag zum Bahnhof bringen w├╝rde. Und zwar bereits um 6.00 Uhr, denn der Zug sollte um 7.00 Uhr abfahren. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir problemlos auch etwas l├Ąnger h├Ątten schlafen k├Ânnen ­čÖé

High-Tech Zugsbillet f├╝r unsere Reise – am Ende wurde das Ticket wieder eingezogen

Schulwechsel

April 1st, 2018

Kurzer Unterbruch unserer Blogbeitr├Ąge aus Kambodscha, denn wir sind nat├╝rlich schon lange wieder zur├╝ck im Alltag, nur mit den Beitr├Ągen noch etwas im R├╝ckstand┬á ­čÖé

Bisheriger Schulweg mit dem Schulbus

Daf├╝r gibt es Neues aus dem Schulleben der Kinder: Bisher waren sie in der Schule Boule et Billes. Da sich diese im District 1 befindet und unsere Kinder somit jeden Tag ├╝ber 30min pro Weg im Schulbus verbringen mussten, schauten wir uns schon vor l├Ąngerem die ebenfalls franz├Âsische Schule Saint Ange an, den diese w├Ąre nur etwa 10min zu Fuss von unserem Wohnort entfernt. Wir und auch die Kinder hatten bei der Besichtigung sofort ein gutes┬á Gef├╝hl, sodass wir uns entschieden haben, die Schule zu wechseln. Und n├Ąchste Woche ist es bereits soweit! Flurina findet es zwar etwas schade, denn an der bisherigen Schule f├╝hlte sie sich wohl und verstand sich super mit der Lehrerin, dennoch ├╝berwiegt die Vorfreude auf die neue Schule, vor allem, dass sie dann zu Fuss oder mit dem Velo in die Schule gehen kann. Wir als Eltern sehen den Vorteil ebenfalls vor allem im Schulweg, denn der Schulbus war jeweils zu Stosszeiten unterwegs, in den nicht ganz ungef├Ąhrlichen Strassen Saigons. Etwas schade ist, dass die neue Schule kein Vietnamesisch und kein Vovinam im Wochenprogramm hat, 2 Sachen, an denen Flurina grosse Freude hatte und ihr das Land Vietnam etwas n├Ąherbrachten. Auch die ausserschulischen Aktivit├Ąten, welche Flurina 5x in der Woche besuchte, gibtÔÇÖs bei der neuen Schule nicht. Aber es sind dort viele der Aktivit├Ąten fest im Stundenplan mit eingeplant, so auch ihre Lieblingsf├Ącher Schwimmen, Musik und Englisch. Englisch wird sie dann t├Ąglich haben und Schwimmen dank dem schuleigenen Schwimmbad 2x w├Âchentlich. Ein sehr grosser Vorteil der Schule wird auch sein, dass wir Flurina t├Ąglich zwischen 15.30 Uhr und 16.00 Uhr abholen k├Ânnen und sie somit viel fr├╝her zuhause ist. Vorher war sie an 4 Tagen in der Woche erst um 17.30 Uhr zur├╝ck.

Flurina’s neuer Stundenplan

Bei der Krippe liegt der Unterschied vor allem in der Gr├Âsse, den die neue ist um einiges gr├Âsser als die bisherige. Die Schule konnte vor noch nicht so langer Zeit ein zweites Geb├Ąude dazu nehmen, somit haben sie das alte Schulhaus nun alleine f├╝r die Krippe. Wir haben es von innen noch nicht gesehen, es sieht von aussen aber sehr ger├Ąumig aus. ├ťberzeugt hat uns dort auch der sehr grosse, schattige Aussenbereich zum Spielen. Ausserdem befindet sich das Schwimmbad auf dem gleichen Gel├Ąnde. Somit k├Ânnen auch die Krippenkinder richtig baden und erste Schwimmz├╝ge ├╝ben. Bei der bisherigen Schule begn├╝gten sie sich mit einem kleinen Bassin. Ursin selber wirdÔÇÖs aber wohl relativ egal sein, in welche Krippe er geht. Er f├╝hlte sich in der bisherigen sehr wohl, wir sind uns aber ziemlich sicher, dass er auch in der neuen, gr├Âsseren Krippe schnell seinen Platz finden wird. Sein Durchsetzungsverm├Âgen und sein Drang zur Selbst├Ąndigkeit werden ihm dabei sicher helfen ­čÖé

Inselparadies Koh Rong

M├Ąrz 26th, 2018

Die n├Ąchste Station unserer Kambodscha-Reise war die Insel Koh Rong. Mit dem Flugzeug gings von Siem Reap nach Sihanoukville und von dort die ca. 25km mit dem Schnellboot zum Coconut Beach. Dort hatten wir eine kleine einfache H├╝tte, nur wenige Meter entfernt von einem wundersch├Ânen Strand. Wir verbrachten 2 N├Ąchte auf der Insel. Die Zeit vertrieben wir uns mit baden, essen und erholen sowie einem kleinen Spaziergang ins Innere der Insel. Die Insel bietet nicht viel Abwechslung, weshalb uns diese 2 N├Ąchte auch gen├╝gten. Der Strand war super geeignet f├╝r die Kinder: sauberer Sand, welcher trotz der herrschenden Hitze nie zu heiss wurde um barfuss darauf zu laufen und ein weit hinaus flaches, klares und ebenfalls sauberes Meer. So konnten wir die Kinder problemlos frei spielen lassen. Flurina hatte sich schnell mit der kleinen Tochter der Besitzer angefreundet und verabschiedete sich jeweils schon vor dem Fr├╝hst├╝ck von uns, um mit dem M├Ądchen spielen zu gehen. Ein Highlight wartete jeweils abends auf uns: wenn man etwas vom beleuchtenden Strand wegschwamm, sah man bei jeder Bewegung des Wassers viele winzigkleine, blauleuchtende Punkte: leuchtendes Plankton. W├Ąhrend dies Ursin nicht gross interessierte und er einfach nur Freude am Wasser hatte, fand es Flurina sehr spannend und versuchte, die sonst von Auge nicht sichtbaren „Tierchen“ mit der Hand zu fangen. Es g├Ąbe auch abendliche Bootstouren, auf denen man das Ph├Ąnomen wohl noch besser h├Ątte sehen k├Ânnen, wir hatten aber das abendliche Bad im Meer bevorzugt.

 

Wer auf die Insel geht, muss ├╝brigens ein bisschen vorsorgen: es gibt nirgends einen Bacomaten und in unserer Gegend gab es auch keinen Laden (ob es auf der Insel ├╝berhaupt einen gibt, weiss ich gar nicht). Wenn man zu einem anderen Strand oder in eines der wenigen D├Ârfer will, kommt man nur mit dem Boot hin. Oder man trotzt der Hitze und sucht sich den Weg zu Fuss, dabei aber darauf achten, dass man um 18.00 Uhr wieder zur├╝ck ist, sonst wird’s stockdunkel… denn Strassenlaternen gibt es genau so wenig wie Wegweiser. Ganz Mutige k├Ânnen sich auch ein „Motorbike“ mieten, wobei die Strassen nicht mit denen auf dem Festland zu vergleichen sind… Und: beim Schnellboot f├╝r die Verbindung zum Festland das Wort „Schnell“ bitte nicht zu ernst nehmen, den das Boot f├Ąhrt mehrere Str├Ąnde an, die Reihenfolge ist dabei Gl├╝ckssache. Wir hatten etwa doppelt so lange wie angegeben bis wir da waren, nat├╝rlich ohne Info ­čśë und ob einen das Boot auch wirklich zur angegebenen Zeit wieder auf der Insel abholt, weiss niemand im Voraus. Es kann ohne Weiteres auch einfach erst eine Stunde sp├Ąter auftauchen, halt je nach Reihenfolge… Also etwas Geduld sollte man auch mitnehmen ­čÖé

Angkor Wat

M├Ąrz 16th, 2018

An unserem zweiten Tag in Siem Reap stand der Besuch der Tempelanlagen von Angkor Wat auf dem Programm. Nach den guten Erfahrungen mit dem Tuk-Tuk-Fahrer des Vortages, machten wir mit ihm ab, dass er uns auch in Angkor Wat zur Verf├╝gung stehen w├╝rde. Und da in jedem Reisef├╝hrer der Sonnenaufgang als ganz besonderes Erlebnis empfohlen wird, und wir diesen auch einmal erleben wollten, vereinbarten wir mit dem Fahrer, dass er uns bereits um 5 Uhr morgens vor dem Hotel abholen w├╝rde. So k├Ąmpften wir uns fr├╝h aus dem Bett und standen p├╝nktlich um 5 Uhr beim Treffpunkt. Von unserem Fahrer aber leider keine Spur. Ein anderer Fahrer wollte die Chance gleich nutzen und bot sich uns an. Allerdings warteten wir noch, in der Hoffnung, unser Fahrer w├╝rde schon noch eintreffen. Um 5.15 Uhr entschieden wir uns dann aber doch f├╝r den anderen Fahrer, schliesslich wollten wir p├╝nktlich zum Sonnenaufgang in der Anlage sein. Und unseren Tagespass mussten wir auch noch kaufen.

Unseren „Ersatzfahrer“ mussten wir zuerst lange davon ├╝berzeugen, dass wir nicht eine Standard-Tour machen wollten, wie sie hunderte andere Touristen zeitgleich absolvieren, sondern unsere individuell zusammengestellte Tour. Irgendwann hatte er es dann verstanden und fuhr uns f├╝r den Sonnenaufgang zum ehemaligen k├Âniglichen Badesee Srah Srang. Obwohl wir sp├Ąter als geplant unterwegs waren und beim Ticketkauf lange anstehen mussten, waren wir doch rechtzeitig dort. Wie erwartet versammelten sich hier nur wenige Touristen und es war ruhig und gem├╝tlich. Irgendwann wurde es dann auch heller, doch leider war es wolklig. Nur ab und zu sah man die gross wirkende Sonne zwischen den Wolken. Bei weitem sah es aber nicht so spektakul├Ąr aus wie in den Reisef├╝hrern… dennoch genossen wir die ruhige Atmosph├Ąre, bevor wir ab 7.30 Uhr praktisch alleine den gegen├╝berliegenden Banteay-Kdei-Tempel besichtigen konnten. Und hier wartete ein wohl bleibendes Erlebnis auf unsere Kinder: eine Frau sass vor einem buddhistischem Altar im Tempel und w├╝nschte allen Besuchern ein gutes neues Jahr (was sie uns sonst noch w├╝nschte, verstanden wir leider nicht). Dazu bekamen wir ein B├Ąndeli ums Handgelenk gebunden und ein R├Ąucherst├Ąbchen, welches wir in einen Topf stecken durften. Den ganzen Tag ├╝ber trugen die Kinder das B├Ąndeli mit Stolz. Sogar Ursin, welcher solche Sachen sonst gar nicht tragen mag ­čÖé

Unser Fahrer wartete wie abgemacht auf der anderen Seite des Tempels und fuhr uns dann zum ber├╝hmten Ta Prohm Tempel. Hier waren deutlich mehr Leute und wir bekamen einen Eindruck davon, wie voll es sein muss, wenn man die Tempel wie empfohlen mit den Touristenmassen abfahren w├╝rde. Es lohnt sich also definitiv, sich individuell eine Tour zusammenzustellen!

Der n├Ąchste Besuch war Ta Keo, ein Pyramidentempel, welcher┬á
vorallem beim Abstieg einiges an Mut und ├ťberwindung kostete. Denn die Treppe ist sehr steil und die Stufen so schmal, dass es nicht m├Âglich ist, den Fuss gerade drauf zu stellen. Ausserdem sind die Stufen sehr uneben und unregelm├Ąssig. Eine Herausforderung, vorallem, wenn man noch Kleinkinder im Manduca tr├Ągt! Rauf war kein Problem, aber einmal oben, mussten wir nat├╝rlich wieder runter. Und wie steil und hoch die Treppe wirklich ist, wird einem erst beim Anblick von oben bewussst… So kletterten wir auf allen Vieren wieder runter, und zum Gl├╝ck waren noch 2 andere Touristen oben, welche uns unseren Rucksack abgenommen hatten. So hatten wir wenigstens etwas aus dem Weg ­čÖé Der Tempel wird weniger von den Touristenbussen angefahren, ist aber definitiv einen Besuch wert.

Nach einigen weiteren, kleineren Tempeln auf dem Weg,
standen dann nat├╝rlich noch die zwei bedeutendsten Anlagen auf unserem Programm: Angkor Thom mit dem Bayon-Tempel und Angkor Wat selber. Beides ist nat├╝rlich absolut sehenswert, doch mir pers├Ânlich war es zu touristisch und ├╝berlaufen, da hatten uns die kleineren, ruhigeren Tempel besser gefallen. Und wir hatten es wohl noch gut getroffen, denn f├╝r zuoberst in Angkor Wat mussten wir keine Minute anstehen, gem├Ąss den Infotafeln sieht es sonst wohl ganz anders aus, da sind Wartezeiten von ├╝ber einer Stunde aufgef├╝hrt! Und Achtung: sie lassen dort keine Kinder unter 12 auf die Treppe, nicht mal im Manduca. So mussten wir getrennt hoch, w├Ąhrend der andere bei den Kindern blieb. Unsere Kinder st├Ârte es aber nicht. Sie suchten sich einen Security, mit dem sie die Wartezeit bl├Âdelnd ├╝berbr├╝cken konnten ­čÖé

Ziemlich m├╝de nach dem Tag liessen wir uns anschliessend wieder zur├╝ck
ins Hotel fahren und freuten uns auf eine erfrischende Dusche und ein feines Abendessen in der Stadt. Nach l├Ąngerer Ungewissheit, ob einen Tag f├╝r Angkor Wat f├╝r uns ausreichend ist, waren wir schlussendlich froh, uns nur f├╝r den einen Tag entschieden zu haben. Den mit den Kindern ist es absolut ausreichend! Auch wir f├╝r uns hatten auch das Gef├╝hl, dass gesehen zu haben, was wir uns vorstellten. Und so ein Tag bei der Hitze und 2 Kleinkindern, welche ein Grossteil der Zeit getragen werden wollten, schlauchte ganz sch├Ân ­čÖé

(Bei unserem kleinen Spaziergang abends in der Stadt trafen wir ├╝brigens noch „unseren“ Fahrer. Er hatte verschlafen und tauchte nur wenige Minuten sp├Ąter auf, nachdem wir uns f├╝r den anderen Fahrer entschieden hatten. Leider hatten wir vergessen, die Telefonnummern auszutauschen, so konnte er sich nicht melden.)

 


 

 

Musical-Premi├Ęre in Siem Reap

M├Ąrz 8th, 2018

Nach unserem┬áLuxuseinkauf wollte uns der Fahrer unbedingt noch die Abend-Show „Smile of Angkor“ (leider war das Fotografieren verboten, drum gibt es hier keine Bilder vom Musical) empfehlen. Wir waren in der Zwischenzeit ziemlich m├╝de von den ganzen Eindr├╝cken und der Hitze und hatten Bedenken, ob die Show mit zwei m├╝den Kleinkindern wirklich eine gute Idee sei. Der Fahrer liess aber nicht locker und versicherte uns, es gehe problemlos mit den Kindern. So liessen wir uns von ihm zu einem Touristenb├╝ro bringen, um uns dort unverbindlich informieren zu lassen, denn wir wussten ja noch gar nicht, was es genau f├╝r eine Show sei. Nachdem uns auch der Angestellte des Touristenb├╝ros versicherte, dass es gut mit den Kindern gehe, kauften wir die Billette. Unser Fahrer brachte uns darauf hin zur├╝ck ins Hotel. Viel Zeit zum Ausruhen blieb uns dort aber nicht, schon nach 10 Minuten holte er uns wieder ab, denn vor der Show gab es noch ein Buffet zum Znacht.

Unsere Kinder waren mittlerweile fast zu m├╝de zum Essen, wir hatten deshalb erneut Bedenken, ob wir uns richtig entschieden hatten. Aber wir hatten die Billette ja bereits gekauft, also zogen wir es auch durch. Und kaum hatte die Show angefangen, waren die Kinder gefesselt von der Darbietung! Die ganzen 1 1/2h schauten sie ununterbrochen zu und waren fasziniert von den T├Ąnzen, der Musik und den aufw├Ąndigen und teils riesigen B├╝hnenbildern. Vor allem Ursin war begeistert dabei. Jedes Mal, wenn das Licht abgedunkelt wurde, klatschte er wie verr├╝ckt. Und auch bei den unheimlicheren Szenen liessen die Kinder kaum einen Blick abschweifen, obwohl es manchmal schon recht angsteinfl├Âssend war, denn da wurden zum Beispiel nur ein paar Meter vor uns (wir sassen in der ersten Reihe) K├Ąmpfe ausgetragen, mit Ritterausr├╝stungen und Lanzen. Teilweise waren wir sogar ein kleiner Teil der Show, so wurden wir mit Rosenbl├Ąttern beworfen oder mussten eine Kerze anz├╝nden. Ursin hatte Spass daran, einige Tanzbewegungen nachzumachen und den Schauspielern zuzuwinken. So schaffte er es immer wieder, dem einen oder anderen konzentrierten (oder doch nicht so ganz?) Schauspieler ein Zur├╝ckl├Ącheln oder Zur├╝ckwinken zu entlocken ­čÖé

Erst nach der Show meldete sich bei den Kindern die M├╝digkeit wieder. Und so ging es nicht lange, und beide schliefen auf dem Nachhauseweg im Tuk-Tuk ein ­čÖé

Luxuseinkauf bei Behinderten in Siem Reap

M├Ąrz 6th, 2018

Nach dem Ausflug zum Tonle Sap See hatten wir noch einen ganzen Nachmittag Zeit, um etwas von Siem Reap zu sehen.┬á Wir liessen uns von unserem Tuk-Tuk-Fahrer zu einer von ihm empfohlenen sozialen Einrichtung bringen, in der k├Ârperlich Behinderte auf traditionelle Art Souvenirs herstellen.

Nachdem wir den Menschen etwas ├╝ber die Schultern geschaut hatten, betraten wir deren Laden. Und waren erstaunt ├╝ber die riesige Auswahl an Souvenirs in┬áallen Preisklassen!┬áWir brauchten einige Zeit, bis wir alles gesehen hatten. Die Verk├Ąuferinnen folgten uns auf Schritt und Tritt, erkl├Ąrten und zeigten uns mit viel Geduld ihr Sortiment.┬áWir fanden einige handgemachten Seifen und T-Shirts f├╝r die Kinder.

Immer wieder lieb├Ąugelten wir auch mit den sch├Ân gemalten Bildern, welche im ganzen Raum verteilt waren. Nach l├Ąngerem hin- und her├╝berlegen, entschieden wir uns, zwei davon zu kaufen.┬áUnd nach nochmals l├Ąngerem ├╝berlegen, konnten wir uns auch endlich f├╝r zwei entscheiden. Die Verk├Ąuferinnen freuten sich ├╝ber unsere Entscheidung, und w├Ąhrend sie die Rechnung von Hand ausf├╝llten und unsere Artikel sorgf├Ąlltig verpackten, durften wir uns ausruhen und bekamen ein k├╝hles Wasser serviert. Auch unser Tuk-Tuk-Fahrer freute sich ├╝ber unseren Einkauf und bedankte sich bei uns, dass wir so die sozial benachteiligten Menschen unterst├╝tzt haben (unser Einkaufsbetrag von ├╝ber 100.00 USD war wohl nicht ganz allt├Ąglich).

 

Kambodscha: Tonle Sap See

M├Ąrz 4th, 2018

Tß║┐t: die Zeit des Reisens – die Einheimischen reisen innerhalb des Landes f├╝r Verwandtenbesuche und die Ausl├Ąnder zieht es scharenweise ins Ausland, da in Vietnam in der Zeit fast alles geschlossen oder ├╝berteuert ist. So suchten auch wir nach einem Reiseziel. Nach l├Ąngerem ├ťberlegen entschieden wir uns f├╝rs Nachbarsland Kambodscha.

Unsere erste Station in Kambodscha war Siem Reap. Siem Reap liegt etwa 1 Flugstunde entfernt von Saigon und ist durch seine Tempelanlagen von Angkor Wat weltbekannt. F├╝r den ersten Tag entschieden wir uns, an den Tonle Sap See zu fahren (etwa 15km ausserhalb) und dort ein Pfahlbauerdorf zu besuchen. Der Wasserstand des Sees ist starken Schwankungen ausgesetzt, entsprechend haben sich die Menschen mit ihren H├Ąusern auf Stelzen diesen Umst├Ąnden angepasst. Wie wir dann aber von 2 Tuk-Tuk-Fahrern erfahren haben, lohne sich ein
Besuch dieser D├Ârfer bei der herrschenden Trockenzeit nicht. Der Wasserstand sei so tief, dass die H├Ąuser nicht im Wasser seien, sondern im trockenen und der Boden mit Abfall und Schlamm ├╝bers├Ąht sei.

Ein Tuk-Tuk-Fahrer empfahl uns dann einen Besuch eines schwimmenden Dorfes am Tonle Sap See. Dieser Ausflug lohne sich auch in der jetzigen Jahreszeit. Wir vertrauten ihm und nach einer kurzen Preisverhandlung liessen wir uns mit seinem Tuk-Tuk mehrere Kilometer ├╝bers Land chauffieren. An einer Bootsanlegestation hielt er an und f├╝hrte uns zu einem Billetverk├Ąufer, welcher stolze 25 USD pro Person verlangte. Uns blieb nicht viel anderes ├╝brig, als diesen Preis zu zahlen, ohne genau zu wissen, wohin es┬á ├╝berhaupt gehen wird.

Daf├╝r konnten wir dann aber auch gleich in ein Boot einsteigen, welches wir f├╝r uns ganz alleine hatten. Unser Tuk-Tuk-Fahrer begleitete uns und schon bald erwies er sich als guter Fremdenf├╝hrer, welcher uns viele Fragen beantworten konnte. Nach einer gem├╝tlichen Bootsfahrt kamen wir beim schwimmenden Dorf an. Wir liessen es uns von ihm zeigen und erkl├Ąren, bevor wir an einem Haus anhielten und ausstiegen. Es war ein schwimmendes Restaurant, Souvenirladen und Krokodilfarm in einem und wir bekamen einen Eindruck davon, wie einfach das Leben in diesen D├Ârfern sein m├╝sse. Ganz in Ruhe schauten wir uns um und genossen die Aussicht vom Dach aus. Auch hier profitierten wir vom Wissen unseres Fahrers, welcher uns in der Ferne eine Schule und eine Kirche zeigen konnte und uns viele Fragen beantwortete.

Da alles recht klein und ├╝bersichtlich ist, hatten wir bald einmal alles gesehen und liessen uns wieder zur├╝ck nach Siem Reap bringen.

 

Nationalpark Nam Cát Tiên

Februar 5th, 2018

Der Nam C├ít Ti├¬n Nationalpark liegt ca. 150km entfernt von Saigon, was eine Fahrzeit von etwa 4h mit dem Bus bedeutet. Der Park ist rund 72’000ha gross und beheimatet eine grosse Vielfalt an Tieren, unter anderem auch Elefanten und B├Ąren, welche man aber kaum zu Gesicht bekommt. Neben Seen, Fl├╝ssen, riesigen B├Ąumen und Wasserf├Ąllen findet man auch eine Auffangstation f├╝r B├Ąren und Wildkatzen sowie das Dao-Tien-Zentrum f├╝r bedrohte Primaten. Der Park eignet sich super zum Wandern, insgesamt findet man 14 gut gekennzeichnete Wanderungen zwischen 2km und 26km L├Ąnge. Auch per Velo, Boot oder Jeep kann der Park erkundet werden. Das Gebiet ist schattig und sehr ruhig, eignet sich also perfekt als Abwechslung zur Grossstadt. Aber Achtung: im feuchten Untergrund lauern unz├Ąhlige Blutegel! Es empfiehlt sich daher, feste Schuhe und lange Hosen zu tragen, ausserdem die Socken ├╝ber die Hosen zu ziehen oder die dort erh├Ąltlichen Str├╝mpfe anzuziehen, damit man nicht blutig gebissen wird..

Wir waren mit Dominik’s Arbeits-Team dort. Sie suchten sich den Park als Ziel f├╝r ihren Teamausflug aus, auf den wir freundlicherweise mit durften. Nach der Ankunft und dem Mittagessen am Samstag, genossen wir den Regenwald auf einer lockeren, 6km langen Wanderung. Vorallem Flurina genoss es, mal wieder so richtig im Wald zu sein. Ausser einer kurzen Pause auf Papa’s Armen, lief sie die ganze Strecke. Ein grosser Teil der Strecke legte sie trotz der Hitze sogar joggend zur├╝ck: zusammen mit einem von Dominik’s Mitarbeiter rannte sie uns weite Strecken voraus, um dann ungesehen von Mama und Papa mit dem Mitarbeiter ein paar Pommes Chips zu knabbern ­čÖé

Nach der Wanderung schauten sich die Einheimischen das Finalspiel des U23 Asia Cups an, in dem die
Vietnamesen ├╝berraschend im Finale standen, w├Ąhrend wir spazieren gingen, damit unsere Kinder noch etwas schlafen konnten. Den sp├Ąter stand noch ein besonderes Highlight, vorallem f├╝r die Kinder, auf dem Programm: eine Nachtsafari! Als es dunkel wurde, fuhren wir auf der Ladefl├Ąche eines kleinen Lastwagens in den Wald hinein und entdeckten tats├Ąchlich einige Tiere. Obwohl wir weder Elefanten, Affen, B├Ąren, B├╝ffel oder andere grosse Tiere sahen, freuten wir uns ├╝ber jedes gefundene Reh oder Stachelschwein.

Nach der Safari gabs Abendessen, und zwar in Form eines BBQ, ganz gem├╝tlich am Boden auf einer grossen Blache. Doch leider fing es pl├Âtzlich an heftig zu regnen, gerade, als alle Lebensmittel parat gewesen w├Ąren zum Essen… so blieb uns nichts anderes ├╝brig, als schnell alles einzupacken, jedem Kind noch eine Wurst in die Hand zu dr├╝cken, und in unsere H├╝tte zu fliehen… da wir nach der Reise und dem bisher erlebten m├╝de waren und am n├Ąchsten Tag wieder fr├╝h auf mussten, machten wir dann gleich Feierabend und krochen nach einer erfrischenden Dusche in unsere Betten unter den Moskitonetzen.

Am n├Ąchsten Morgen schien zum Gl├╝ck wieder die Sonne, so dass wir unsere Velotour wie geplant┬á
durchf├╝hren konnten. Auf mehr oder weniger guten Mietvelos fuhren wir in Richtung eines Wasserfalles. Da es schon bald heiss wurde, waren viele in kurzen Hosen unterwegs, und wir beachteten die Hinweise zu den Blutegeln nicht. Wir hatten schliesslich bei der Wanderung keinen einzigen gesehen, und jetzt sitzen wir ja auf den Velos… ein Fehler, wie sich bald herausstellte… Den der Weg
f├╝hrte bald mal weg von der festen Strasse auf einen Waldweg. Durch den Regen am Abend und in der Nacht, bildeten sich grosse Pf├╝tzen, wo man die Velos stellenweise schieben mussten. Die Blutegel, welche sich dank der Feuchtigkeit anders als am trockenen Vortag nun nicht mehr versteckten, hatten nat├╝rlich die hellste Freude an so vielen nackten Beinen! Trotzdem k├Ąmpften wir uns weiter. Als wir fast am Ziel waren und nur noch ein paar Meter zu Fuss zum Wasser h├Ątten gehen m├╝ssen, entschieden wir uns dann aber dennoch zur sofortigen R├╝ckkehr. Es wimmelte nur noch von diesen kleinen Biestern!

Nach dem Mittagessen wartete dann bereits wieder unser Bus, welcher uns, leider wieder einmal mehr mit einem lebensgef├Ąhrlichen Fahrstil, aus dem Dschungel wieder mitten ins Grossstadtleben zur├╝ck brachte.

Verl├Ąngertes Wochenende in Bß║┐n Tre

Januar 8th, 2018

Obwohl die Vietnamesen „ihr“ Neujahr eigentlich erst im Februar feiern (Tß║┐t), wechselte auch hier um Mitternacht des 31. Dezembers das Jahr 2017 auf 2018. Und der 1. Tag des neuen Jahres ist auch hier ein arbeitsfreier Tag und somit kamen die Vietnamesen ebenfalls in den Genuss eines verl├Ąngerten Wochenendes. Und wie die Einheimischen, zog es auch uns aus der Stadt.

Im Gegensatz zu den Einheimischen, welche vorallem f├╝r Familienbesuche reisten, standen wir vor der Qual der Wahl: wohin solls gehen? Obwohl der Feiertag nicht ganz ├╝berraschend kam, waren wir zu sp├Ąt dran, um noch schlaue Flugverbindungen zu finden. Und sehenswerte Orte in machbarer Distanz mit dem Zug, hatten so gut wie keine freien Unterk├╝nfte mehr. Sehr spontan entschieden wir uns dann, den Bus nach Bß║┐n Tre im Mekongdelta zu nehmen (ca. 2h Fahrzeit) und uns dort in einem 4* Resort etwas Luxus zu g├Ânnen.

So reisten wir am Samstag Morgen los. Trotz des nicht mehr ganz so modernen Busses, kamen wir recht bequem und p├╝nktlich in Bß║┐n Tre an. Vom Busbahnhof gings dann mit einem kleinen B├╝ssli weiter zum Resort. Der Fahrer schien sich aber wohl eher auf einer Rennstrecke zu f├╝hlen, anders konnte ich mir seinen Fahrstil nicht erkl├Ąren… wir waren auf jeden Fall recht erleichtert, als wir heil im Resort aussteigen konnten.

Nach einer St├Ąrkung im dort ans├Ąssigen (und nicht empfehlenswerten) Restaurant und der Erkundung
der Umgebung, spazierten wir in etwa 45min der Uferpromenade entlang ins Stadtzentrum von Bến Tre. Auf der Suche nach einem uns empfohlenen Strassen-Restaurant für den Znacht, landeten wir im sehenswerten und recht grossen Nachtmarkt.

Nach einer guten Nacht im ersten weichen Bett seit unserer Abreise aus der Schweiz und einem Zmorgenbuffet mit einem Mix aus asiatischen und westlichen Zutaten, testeten wir den Pool des Resorts. Nachdem wir unsere Kinder endlich wieder vom Pool wegbrachten, holten wir 2 kostenlose Mietvelos,
banden die Kinder im Manduca auf unsere R├╝cken und radelten los. Ganze 26km legten wir so auf den unbequemen Velos in sch├Âner Landschaft zur├╝ck! Und nat├╝rlich tat uns dann am Abend alles weh…

Interessanterweise waren wir mit den Kindern auf dem R├╝cken DIE Attraktion bei den Einheimischen, obwohl sie ja Experten darin sind, neben Kindern noch alles andere m├Âgliche und unm├Âgliche mit ihren Mororr├Ądern zu transportieren…

Lange in Erinnerung bleibt uns wohlt auch die Verpflegung w├Ąhrend der Tour: als wir Hunger hatten, hielten wir bei einer Frau an, welche gerade damit besch├Ąftigt war, frisches Poulet-Fleisch zu grillieren. Dominik’s Vietnamesisch-Kenntnisse reichen mittlerweile soweit, dass er fragen konnte, ob sie auch Reis dazu h├Ątte. W├Ąhrend sie verneinte, kam die Nachbarin. Vielleicht h├Ątte sie noch, und verschwand in ihrer H├╝tte. Und nicht lange, und sie kam tats├Ąchlich mit viel Reis zur├╝ck. Kurzerhand stellten die Frauen uns ein Plastiktischli und -st├╝hle hin und so genossen wir feinen Reis mit frisch grilliertem Poulet. Die Nachbarin ging in der Zwischenzeit wieder ihrer Besch├Ąftigung nach: sie r├Âstete s├╝ssliches Reispapier (mit Kokosnuss) ├╝ber einem offenen Feuer. Zu unserem Essen gabs dann auch noch so eines dazu. Das ganze kostete uns
inkl. Tee, frischen Kr├Ąutern, Tomaten und Gurken gerade mal 50’000 Dong (knapp ├╝ber 2 Franken)! (Also eigentlich 60’000: 50’000 f├╝rs Fleisch, 10’000 f├╝r den Reis, was sie aber nicht annehmen wollte). Sehr gerne kauften wir nat├╝rlich der Frau noch 2 S├Ąckli mit den Reispapieren ab.

Bevor des am Montag wieder zurück nach Saigon ging, hatten wir noch eine Einladung einer Mitarbeiterin von Dominik. Ihr Elternhaus steht in Ben Tre und ihr Vater führt hier eine Kokosnuss-Plantage mit etwa 40 Palmen. Dort kamen wir in den Genuss frischer, feiner Kokosnüsse.
Nach einem guten Mittagessen fuhren uns unsere Gastgeber auf ihren Rollern zum nahegelegenen Busbahnhof, wovon es f├╝r uns wieder zur├╝ck nach Saigon ging.

Und diese Fahrt zur├╝ck nach Saigon war nicht gerade ein Highlight: da wurde in Autobahngeschwindigkeit Slalom um andere Autos gefahren, kein Abstand eingehalten, rechts ├╝berholt, der Pannenstreifen als ├ťberholspur missbraucht usw. Zum Gl├╝ck waren wir m├╝de und bekamen nicht ganz alles so mit… auf jeden Fall landeten wir trotzdem wieder heil in Saison (ein Gl├╝ck, welches leider im ganzen Land alleine an diesem Wochenende rund 70 Leuten auf ihrer ungeplant letzten Reise verwehrt blieb).


 

 

Einmal Platten flicken f├╝r 15’000

Januar 3rd, 2018

Als ich heute den T├Âff aus dem Parkplatz schieben und losfahren wollte, merkte ich sofort: das wird nichts, da ist hinten gar keine Luft mehr drin. Mit dem Platten schob ich den T├Âff zu einer nahen Autogarage, die zwar noch geschlossen aussah, wo aber ein Arbeiter grad das Tor ├Âffnete.

Zum Gl├╝ck war Flurina heute Morgen grad in dem Moment aufgestanden, als ich etwas fr├╝her als ├╝blich gehen wollte und hatte mich 45 Minuten lang aufgehalten… So konnte der Arbeiter in der Garage als erste Tat am Morgen den T├Âff frisch pumpen (und wollte daf├╝r nicht mal Geld). Leider ging jedoch die Luft grad wieder raus und ich entdeckte den ├ťbelt├Ąter: da steckte doch tats├Ąchlich eine Schraube perfekt in der Mitte komplett drin, nur der Schraubkopf schaute noch raus. Da n├╝tzt pumpen nat├╝rlich nicht lange etwas…

Leider kamen Helm und Staubschutz heute mit Verz├Âgerung zum Einsatz

Da die Autogarage keine xe m├íy (= vietnamesisch f├╝r Motorrad) sondern eben nur xe ├┤ t├┤ (= bitte beim Lesen ans Franz├Âsisch denken und dann versteht man das) repariert, erkl├Ąrte mir ein anderer Arbeiter mit einigen Worten Englisch, wo der T├Âff geflickt werden k├Ânne: nach rechts und dann habe es nach 50 Metern eine Garage. Direkt nach der riesigen Amerikanischen Schule und damit eher nach 500m als nach 50m fand ich dann die T├Âffwerkstatt und der Besitzer war sogar schon fleissig am Arbeiten. Er verstand mein Problem auch ohne Worte und legte gleich los. Mit gleichen Werkzeugen, wie ich es vom Velo kenne, nahm er den Schlauch raus, flickte ihn, kontrollierte ihn ├╝berall im Wasser, setzte ihn wieder ein, pumpte und vermeldete „OK!“. Seine Antwort auf die Preisfrage war auch kurz und knapp:┬ámĂ░ß╗Łi l─âm, auf Deutsch F├╝nfzehn und gemeint waren nat├╝rlich F├╝nfzehntausend ─Éß╗ông. Die Tausend werden in der Regel wegoptimiert, da eh kaum jemand kleineres als 1000 braucht… Umgerechnet in Schweizer Franken kostete mich die Reparatur des Schlauchs also ca 65 Rappen – und dank Flurina fing ich zwar 1.5h sp├Ąter als geplant mit dem Arbeiten an, musste aber wenigstens nicht warten, bis die Werkstatt offen war ­čÖé