Archive for September, 2007

Save Power with Linux

Samstag, September 22nd, 2007

Intel has created a new website helping Linux users to reduce the power consumption of a computer (especially useful for laptops): www.lesswatts.org. Flash Electricity On this page many tips and tools helping to save electricity (and therefore get longer battery life) are provided. During the next days (weeks?) I will do some tests and improvements on my laptop and tell you about the results.

Today I would like to start with the installation of PowerTOP, a tool helping to find out how badly the computer is configured and which software is consuming most of the power. It can be downloaded from www.lesswatts.org. Unfortunately it has not yet been integrated into the Ubuntu package system and there are currently no .deb files available. Thus you have to download and compile it yourself to install it – but that’s easy:

  1. Download it.
  2. Unpack it by typing tar -xzf powertop-1.8.tar.gz in a terminal.
  3. Enter the folder: cd powertop-1.8
  4. On Debian/Ubuntu install sudo apt-get install libncursesw5-dev
  5. Type make. The program compiles, this is done in a few seconds. If you get the following error
    /usr/bin/ld: cannot find -lncursesw
    collect2: ld returned 1 exit status
    make: *** [powertop] Error 1

    you have forgotten to install libncursesw5-dev in the previous step. Do it and retype make.
  6. Type sudo make install (it is important that this be done as root/sudo!).
  7. Start PowerTop sudo powertop

After being started, the program will tell you how often the CPU is woken up per second and give suggestions how you can improve the situation. In my case there are currently between 400 and 600 wakeups per second – in the best case three (3) are enough. Thus, my computer is wasting a lot of energy.
To achieve good results, a kernel of version 2.6.21 or later has to be installed. This also activates all functionalities of PowerTop.

In the next post we will install the new kernel on Ubuntu Feisty.

Eingewassert

Freitag, September 21st, 2007

Wegen meinem altersschwachen Knie habe ich beschlossen, meine Abneigung gegen das Schwimmen zu überwinden und mich zum Kurs „stroke improvement“ (der offizielle Titel ist eigentlich „Aquatics – Adult Learn to Swim – Inter“) am McGill anzumelden. Dieser hat gestern Mittwoch gestartet und findet 8 Mal statt, jeweils am Mittwoch von 18:30 bis 19:25.
Memorial PoolUm nicht ganz unvorbereitet an den Kurs zu gehen, beschloss ich, am Dienstagmorgen zum ersten Mal seit der Sekundarschule wieder einmal in ein Schwimmbad zu gehen. Als Student habe ich Zugang zum Memorial Pool. Dieses Schwimmbad gehört dem McGill und wird von einigen Sportteams des McGills genutzt, in den freien Zeiten dürfen alle Studierenden rein – was sich dann „recreational swimming“ nennt.
Bei diesem Einwassern am Dienstagmorgen musste ich feststellen, dass der Kurs wirklich dringend nötig ist. Ich kam sehr langsam vom Fleck, hatte beim Crawl-Versuch ein Durcheinander mit dem Atmen und war nach 25m schon ziemlich erschöpft…

Die erste Kursstunde gestern hat wirklich einiges gebracht. Ich weiss jetzt (wieder) wann ich beim Crawl wie atmen und wie ich mich bewegen muss. Mit der Umsetzung und Koordination happert es noch etwas, aber ich habe mich allein in den 55 Minuten gestern stark verbessert. Am Anfang vergass ich ständig, unter Wasser auszuatmen. Dies führte logischerweise zu Problemen als ich dann beim Drehen des Kopfes in kurzer Zeit hätte einatmen sollen. Als ich mich auf das Atmen konzentrierte, bewies ich wieder einmal, dass Männer nicht fähig sind, zwei Sachen gleichzeitig zu tun: Jedes Mal wenn ich atmen wollte vergass ich, die Füsse zu bewegen… Das habe ich zum Glück schon im ersten Kurs in den Griff gekriegt.

Schliesslich erlebte ich leider noch eine andere Premiere: mitten beim Schwimmen hatte ich in beiden Waden gleichzeitig einen Krampf! Ich mag mich nicht erinnern, je in den Waden einen Krampf gehabt zu haben… Im Moment tut es immer noch weh, aber das wird schon vorbeigehen.
Nachdem ich dann auch noch die Schwimmbrillen-Probleme (es kam teilweise Wasser rein, was wegen den Linsen eher unangenehm war) behoben hatte, ging es gegen Schluss deutlich besser und schneller.
Morgen Vormittag gehe ich nochmals üben – habe vor, dies regelmässig zu tun um meine Technik und Kondition zu verbessern. Eines ist sicher: es dürfte nicht schwierig sein, die beiden Punkte zu verbessern. Besser als jetzt bin ich noch bald einmal…

Fire-Alarm: Evacuation Drill

Mittwoch, September 19th, 2007

Gestern Dienstagmorgen um ca 10:30 ging hier im McConnell Engineering Building an der McGill-Unversity der Feueralarm los. Das ganze Gebäude wurde evakuiert, alle mussten sich draussen versammeln. Nach einer knappen halben Stunde wurde der Alarm aufgehoben, wir konnten zurück an die Arbeit.

Das ganze war nicht etwa ein Fehlalarm sondern schlicht und einfach eine Uebung, ein Training. Diese Evakuierung wird hier regelmässig (etwa alle 2 Monate) geprobt und nennt sich „evacuation drill“ (natürlich unangekündigt durchgeführt). Entsprechend geriet auch niemand in Panik, alle gingen ruhig die Treppen runter. Es wird dann auch kontrolliert dass ja alle das Gebäude verlassen, drin bleiben kommt nicht in Frage.

Anders als beim Feueralarm bei der Schule in England (jeden Dienstagmorgen ging der Alarm los, alle blieben jeweils sitzen) sehe ich in diesen Tests hier kein Problem sondern nur den Vorteil dass die Leute dann wohl auch im Ernstfall ruhig bleiben (weil sie unter Umständen ja gar nicht wissen dass es jetzt wirklich brennt) und nicht Panikanfälle kriegen.

Referee-Arbitre bei Volleyball Canada

Sonntag, September 16th, 2007

Bekanntlich ist Volleyball mein grosses Hobby. Wegen den üblichen Altersbeschwerden (Arthrose im rechten Knie) wurde mir dieser Sport jedoch leider schon vor einiger Zeit lebenslänglich verboten. Die letzten zwei Saisons war ich stattdessen für Volley Pizol in der SwissVolley Region GSGL als Schiedsrichter im Einsatz. Diesen Sommer wurde ich befördert und habe neu den Schiedsrichtergrad D2. Damit darf ich bei den Damen bis 2. Liga als 1. Schiri pfeifen, bei den Herren bis 3. Liga. Als 2. Schiri darf ich an beiden Orten bis 2. Liga pfeifen.
Die Saison 2007/08 in der Schweiz verpasse ich wegen meinem Aufenthalt in Montréal natürlich. Da ich doch recht gerne pfeife und um nicht aus der Übung zu kommen und auch um hier andere Leute zu treffen, dachte ich mir, es wäre doch ideal in Montréal zu pfeifen. Als ich in Gstaad an der Beachvolleyball-WM als Helfer im Einsatz war, fragte ich kurzerhand den kanadischen Top-Schiri Darryl Friesen, wie ich da vorgehen solle. Ich konnte ihm dann eine Mail schicken, die er weiterleitete.
Schiedsrichter-AusrüstungDabei hat alles wunderbar geklappt, mein Schweizer Schirigrad wurde mir voll angerechnet bzw. einfach in den ungefähr entsprechenden kanadischen Grad übersetzt! Damit habe ich nun das kanadische Schiriabzeichen mit dem Grad „Provincial“ (siehe Foto) und bin Mitglied von Volleyball Québéc und Volleyball Canada. Um pfeifen zu können, musste ich jedoch noch einiges an Ausrüstung kaufen. Meine Uniform besteht aus dunkelblauen Hosen (keine Jeans) und einem weissen Polo-Shirt (ich musste zum Glück nicht die teuren mit dem Abzeichen von Volleyball Canada kaufen). Beides musste ich kaufen. Zudem waren meine Karten (gelb und rot) in der Schweiz geblieben, also kaufte ich hier neue. Und es hat sich gelohnt: statt so billige, dünne Kartonkärtchen sind es solide aus Kunststoff. Anders als die Kunststoffkarten in der Schweiz sind diese hier „hosentaschengerecht“ und brauchen keinen Halter am Netzpfosten (das sieht so doof aus, muss doch nicht die Karten so vor mir präsentieren).

LVBMAn den letzten zwei Samstagen war ich schon bei der Ligue de volleyball de Montréal (LVBM) im Einsatz. Es handelt sich um eine „ligue récréative“, also so etwas wie eine Plauschliga. Entsprechend ist das Niveau nicht wirklich berauschend. Je nach Stufe (gibt verschiedene Ligastufen) fühle ich mich als Schiedsrichter fast überflüssig weil ich sowieso nicht wirklich viel mehr als „in“ und „out“ anzeigen kann.
Gespielt wird jeden Samstag, jeder Schiri pfeift dann ingesamt 12-16 Sätze, was von mir aus gesehen eher zu viel als zu wenig ist…

Technisch ist es hier recht schwierig: Einmal hiess es, ich pfeife zu viele Pässe (das war mir vorher in über 40 Meisterschaftsspielen noch nie passiert!) ab. Also liess ich mehr laufen. Und im nächsten Spiel reklamierten die Leute, ich solle mehr abpfeifen. Ich passte mich an, pfiff wieder mehr ab. Resultat: jedes Mal wenn ich bei der Mannschaft A einen fürchterlichen Pass abpfiff, fanden sie, das sei sicher nicht Doppel. Pfiff ich bei Mannschaft B einen leicht rotierenden Ball nicht ab, reklamierte Mannschaft A ich müsse mehr abpfeifen…. Eines aber hab ich gestern definitiv gemerkt: ich war zu tolerant. Muss die Reklamationen wieder rascher abstellen. Dem einen oder anderen hätte ich gestern auch eine Karte zeigen können oder gar müssen. Vor allem bei älteren Herren wenn es ihnen nicht mehr so lief… Nächsten Samstag mach ich das bestimmt anders!

In der Schweiz bemerkten letzte Saison einige, meine Pfeife sei ja sehr laut. Hier in Montréal hörten die Leute meine Pfiffe nicht! Wenn ich stärker blies, dann blockierte es die Kugel in meiner Pfeife (zudem war es auch noch sehr feucht in der Halle). Der Schirichef empfahl mir, eine Fox 40 zu kaufen.Pfeife Fox 40 Das ist eine kugellose Pfeife die auch von Eishockey- und Basketball-Schiedsrichtern eingesetzt wird. Überblasen, also blockieren, geht nicht. Je stärker man bläst, desto lauter wird es. Gemäss Produktbeschreibung erreicht man bis zu 115 Dezibel!
Gestern setzte ich nun meine neue Pfeife ein, der Ton ist wirklich schrill und ich fand es ziemlich laut. In einem Spiel hiess es jedoch, man höre (wegen dem hohen Lärmpegel in der Halle) meine Pfiffe nicht – dabei hatte ich schon einen komischen Kopf vor den lauten Pfiffen von mir und dem Schiedsrichter der 3 Meter hinter mir stand und das Spiel auf dem anderen Feld leitete…

Die nächsten zwei Samstage werde ich nun wieder bei der LVBM pfeifen. Jeden Samstag möchte ich das jedoch nicht machen, das braucht mir zu viel Zeit und am Abend bin ich dann todmüde. Dafür werde ich hier in der höchsten (quasi Profi-)Liga ziemlich sicher noch als Linienrichter zum Einsatz kommen.

Langsame Schweizer? Sehr langsam!

Samstag, September 15th, 2007

Schweizer werden allgemein als langsam verspottet. Wir sprechen im Allgemeinen langsamer als die anderen, die Deutschschweizer langsamer als Deutsche, die Welschen langsamer als Franzosen.Weinbergschnecke Auch zu Fuss sind wir nicht unbedingt gestresst, seit diesem Mai ist es sogar bestätigt, die Berner gehören gemäss einer Studie weltweit zu den langsamsten Fussgänger. Die anderen Schweizer sind kaum viel schneller.

Solchen Aussagen messe ich im Allgemeinen ich nicht wirklich viel Bedeutung zu. Mir ist eigentlich egal ob die Leute etwas langsamer gehen und sprechen oder nicht. Hier in Montréal ist mir aber etwas ziemlich deutlich aufgefallen: In der Schweiz gehöre ich zu den schnelleren Fussgängern, ich überhole regelmässig andere Leute wenn ich zu Fuss unterwegs bin. Ganz anders hier in Montréal – ich werde ständig überholt, ganz selten gelingt es mir, jemand anders zu überholen (Ausnahme: zu Stosszeiten überhole ich Autos im Dutzendpack!). Dabei gelten die Montréalais eigentlich als gemütliche Menschen… Aber in der Stadt geht es manchmal doch sehr hektisch zu und her. Auf die Dauer ist mir das Landleben eindeutig lieber!

Bildquelle: Wikipedia

Heiss, heisser, Montréal

Samstag, September 8th, 2007

Aus der Schweiz erreichten mich die letzten Tage Meldungen, es sei sehr kalt. In den Graubünden hat es sogar schon Schnee gegeben, in Bern Bodenfrost. Hier in Montréal war das Wetter auch Thema, MétéoMédia gab gar eine Wetterwarnung heraus. Problem ist nicht etwa die Kälte – sondern die Hitze!
Gestern Freitag erreichte das Thermometer 31 Grad. Das ginge an und für sich noch, die gefühlte Temperatur (auch die wird angegeben) war aber wegen der hohen Luftfeuchtigkeit einiges höher. Um 11 Uhr war es 28 Grad, kombiniert mit 70% relativer Luftfeuchtigkeit gibt das laut MétéoMédia eine gefühlte Temperatur („température resentie“) von 37°. Nach dem Mittag fühlten sich die 31° bei leicht gesunkener Luftfeuchtigkeit wie 39° an. Das gemeine dabei: es war keineswegs schönes Wetter, vom Himmel war wegen den Wolken kaum etwas zu sehen!

Die Temperaturen sind dabei nicht einmal das Problem, mühsam finde ich aber die hohe Luftfeuchtigkeit. Bei der geringsten Bewegung habe ich Schweissbäche im Gesicht. Extrem war es heute bei meinem ersten Einsatz als Schiedsrichter in Canada (mehr dazu später): auf dem Hinweg morgen um 7:30 Uhr kam ich schon etwas ins Schwitzen. Beim Betreten der Halle gings los – dort drin war nämlich noch wärmer als draussen. Nach einem Satz war mein T-Shirt nass, die Hosen klebten. Ohne wirkliche körperliche Betätigung.
Irgendwie freue ich mich auf den Winter…

Freiheit dank CAM mensuelle

Sonntag, September 2nd, 2007

Seit dem 1. September, also seit gestern, bin ich hier in Montréal schon wieder etwas mehr daheim und ein freierer Mensch: meine „CAM mensuelle“ ist gültig. CAM steht für „Carte Autobus-Métro“ und von dieser hab ich nun die Monatskarte und kann soviel Bus und Métro fahren wie ich gerade Lust habe. Da ich hier Student bin und gerade noch in die Alterskategorie „18-25“ passe, bin ich zur „carte Privilège“ berechtigt.
Carte PrivilègeDer Kauf dieser Karte kostete mich 10$ und ich brauchte meine Studentenkarte, ein ausgefülltes und von der Uni abgestempeltes Formular das bestätigt dass ich am McGill studiere sowie einen Brief der Uni der bestätigt dass ich in Montréal wohne.
Dank der carte Privilège kriege ich die Monatskarte zum „tarif réduit“ von 35$ statt 65$ (1$ ist etwa CHF 1.15, der Dollar hier ist nicht mit dem US-Dollar zu verwechseln!). Mit dieser Karte kann ich nun also zu einem vernünftigen Preis rumfahren. Ansonsten ist das hier ziemlich teuer.
Ein normales Ticket (bar und abgezählt zu bezahlen!) kostet 2.75$. Wenn man eine „lisière de 6 tickets“, also quasi eine Mehrfahrtenkarte, kauft, zahlt man 11.75$, also noch knapp 2$ pro Fahrt. Egal wie weit die geht – was dazu geführt hat, dass ich in den knapp 2 Wochen seit meiner Ankunft hier unzählige Kilometer zu Fuss zurückgelegt habe um mein Budget zu schonen…
Rabatt kriege ich mit der „Carte Privilège“ nur auf diese Monatskarte, auf Einzelfahrten, Mehrfahrtenkarten und sogar Wochenkarten gibt es leider keine Reduktion.

Gestern Samstag haben Ruth (studiert auch in Fribourg und macht ein Auslandjahr an der Université de Montréal) und ich schon von dieser Karte besucht und die Île Ste-Hélène im Fluss St-Laurent sowie Vieux Montréal mit dem Vieux Port besucht.
Fotos dazu (sowie vom Flug) gibt es in meiner Bildergalerie in der Kategorie Montréal 2007/08. Die Galerie mit vielen anderen Bildern (insgesamt 1580 Bilder in 69 Alben und 12 Kategorien) ist übrigens auch direkt über http://zindel.org/gallery erreichbar.