Archive for August, 2017

Erfolgreicher SIM-Karten-Kauf und Uber-Première

Donnerstag, August 31st, 2017

Ich hab es geschafft, eine SIM-Karte (prepaid) zu kaufen! Was so trivial tönt, war gar nicht so einfach. Seit knapp einem Jahr dürfen nicht mehr beliebige Shops SIM-Karten verkaufen sondern nur noch spezielle und man muss sich mit einem Pass ausweisen, damit die Karte registriert wird. Das erschwert die Sache ziemlich – zumal kaum jemand hier Englisch kann und mein Vietnamesisch bisher nicht wirklich über ein „Nein“ und ein „Danke“ hinaus geht. Auf jeden Fall zückten alle immer gleich motiviert die Wertkarten, mit denen man eine Prepaid-Karte aufladen kann und schüttelten auf meinen Hinweis, ich brauche doch zuerst eine SIM-Karte den Kopf.

Somit suchte ich zu Hause online im WLAN einen Viettel-Store heraus (Viettel ist der grösste Telecom-Anbieter in Vietnam), machte einen Screenshot von der Adresse und zeigte sie einem Taxi-Chauffeur. Der sagte etwas wie „Yes, I know“ und fuhr los. Nachdem wir etwa 6km gefahren waren – Google Maps hatte einen Weg von 4km  angezeigt – nahm ich das Natel aus der Tasche um auf der offline gespeicherten Karte zu schauen, wo wir waren. Das merkte der Chauffeur und merkte, dass er wohl nicht am richtigen Ort war und wollte telefonieren. Ich versuchte, ihm zu erklären, ich suche einfach eine SIM-Karte, was er natürlich nicht verstand. Erst da kam mir in den Sinn, dass der Google Translator auch offline funktioniert – den übersetzten Satz verstand der Chauffeur dann und hielt ein paar 100m weiter vorne bei einem kleinen Shop an. Die Fahrt kostete 102’000 VND, ich gab im 105’000 VND – die 3000 VND Trinkgeld, umgerechnet etwa 12 Rappen, lohnten sich: der Chauffeur stieg aus, zeigte mir den Laden, erklärte der Dame, was ich brauche, übersetzte (mit Google Translator) noch ein paar Worte Vietnamesisch und verabschiedete sich dann 🙂 Nach ca 10min Warten erhielt ich dann meine SIM-Karte (kostete übrigens 160’000 VND, noch ohne Guthaben).

Die SIM-Karte bringt einige Vorteile, mit Abstand am wichtigsten sind aber Google Maps und Uber (Einladungslink). Die Fahrt zurück nach dem SIM-Karten-Kauf bestellte ich nach erfolgreicher Strassenüberquerung gleich via Uber-App – und zwar mit Uber-Moto! Passend zum sonstigen Haupt-Fortbewegungsmittel hier gibt es nämlich in Vietnam die Kategorie Uber-Moto. Die Töff-Fahrer tragen ein Uber-Hemd und haben für den Fahrgast einen Uber-Helm dabei. Dann nimmt man hinter dem Fahrer Platz und los geht’s durch das Getümmel.

Uber nutzen wir hier mangels ÖV sehr oft, es ist deutlich einfacher als mit den normalen Taxis. Der Preis ist im Voraus fix definiert (auch wenn der Chauffeur einen Riesen-Umweg fährt) und vor allem muss man dem Chauffeur nicht erklären, wohin man will – das Ziel wählt man ja auf der Karte in der App aus.

T-Shirt-Suche im Stadtzentrum

Sonntag, August 27th, 2017

Am Freitag fuhren wir mit Uber ins Stadtzentrum. Der Fahrer liess uns bei der Hauptpost raus. Gleich daneben befindet sich auch die Notre Dame Kathedrale, die wir aber (noch) nicht von innen besichtigten.

Das Hauptpostamt wurde im gotischen Baustil in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts vom Architekten Gustave Eiffel konstruiert und gebaut und gehört zu den Hauptsehenswürdigkeiten Saigons. Entsprechend viele Touristen tummelten sich im und um das Gebäude.

Nach dem Besuch des Inneren des Hauptpostamtes liefen wir zu Fuss zum Ben Thanh Market. Dieser überdachte Markt ist der bekannteste Markt Saigons und bei Touristen wie auch Einheimischen sehr beliebt. Es gibt fast nichts, was man dort nicht finden kann. Auch befinden sich mehrere Restaurants im Inneren. Uns war das ganze farbenfrohe Angebot, die kleinen Gässchen zwischen den unzähligen Ständen und die vielen Leute fast zu viel bei der dort herrschenden Hitze, so dass wir ohne etwas zu kaufen wieder gingen. Eigentlich waren wir auf der Suche nach T-Shirts für Dominik. Aber dort konkret etwas zu suchen bzw. zu finden, braucht (zu) viel Zeit, Nerven und Geduld…

So liefen wir den Strassen entlang weiter zu Läden, welche Dominik empfohlen wurden.
Dabei entdeckten wir teils schon Bekanntes, teils aber noch Unbekanntes der Stadt. Hier im Stadtzentrum ist alles etwas lauter, stinkender und geschäftiger als bei uns im District 2. Imposant ist z.B. der hier sehr deutlich sichtbare Unterschied zwischen arm und reich oder der viel stärkere Verkehr. Hier ist es keine Seltenheit, dass die Rollerfahrer bei stärkerem Verkehrsaufkommen einfach aufs Trottoir ausweichen. Auch gibt es im Zentrum die deutlich aufdringlicheren Strassenverkäufer als bei uns.

Nachdem wir die empfohlenen Läden gefunden hatten, waren wir etwas erstaunt über die Preise: ein T-Shirt kostet fast gleich viel wie in der Schweiz. Da wir überzeugt sind, hier sollten sich doch günstigere T-Shirts finden lassen, liessen wir es bleiben und bestellten einen Uber-Fahrer für den Nachhauseweg. Müde von den vielen Eindrücken und den viel gelaufenen Schritte bei Sonnenschein und Hitze, liessen wir uns wieder in unsere vergleichsweise ruhige Umgebung fahren und kühlten uns im Pool ab. Die T-Shirt-Suche verschieben wir vorerst.

Unser Zuhause

Mittwoch, August 23rd, 2017

Zurzeit wohnen wir im Glenwood Resort. Mit der Wohnung sind wir soweit zufrieden, wir haben hier 2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer mit je einer Dusche, eine eigene Waschmaschine sowie einen Ess- und Wohnbereich mit Kochnische, Esstisch, Sofa und Fernseher. Ausserdem gibt es auf der Anlage ein Schwimmbecken, einen kleinen Fitnessraum, Sauna und einen Spielplatz. Unsere Wohnung ist sehr ruhig gelegen, wir hören hier kaum etwas des doch eher lauten Strassenverkehrs von Saigon. Leider ist die Ausstattung aber recht spärlich. So haben wir z.B. keinerlei Putzutensilien oder Seife. Noch grösser ist die Einschränkung in der Küche, es hat gerade mal 4 Messer, Gabeln und Löffel, 4 Gläser sowie je 4 kleinere und grössere Teller und Müesli-Schalen. Zum Kochen haben wir eine Bratpfanne sowie eine Pfanne. Kochlöffel, Schneidebrett, Schneidemesser, Bratschaufeln… alles was man sich sonst noch so gewohnt ist, fehlt. Da wir die Wohnung aber nur temporär haben, lohnt es sich nicht, da etwas aufzustocken. Deshalb gibt es bisher Zuhause nur kalte Küche. Gut sind wir in einer Stadt mit vielen guten und günstigen Restaurant, so dass wir nicht verhungern müssen.

 

Da diese Wohnung nur für einen Monat gemietet und uns der Mietpreis für längere Zeit zu hoch ist, suchen wir eine neue. Heute konnten wir 6 Wohnungen besichtigen. Die meisten waren soweit in Ordnung, eine hat uns aber besonders gefallen: im 26. Stock (von insgesamt 27) der Tropic Garden Residence, mit fantastischer Aussicht! Die Möbel sind zwar nicht die modernsten und neusten, dafür hat uns die Wohnung bei den anderen Sachen überzeugt. Auch die Kinder waren sich sofort einig, dass es diese sein sollte. Aber kein Wunder: das herzige Kinderzimmer inklusive Schaukelrössli hat sie natürlich sofort überzeugt. Da uns auch der Rest der Überbauung passt, sagten wir gleich zu. Nach einer rassigen Fahrt auf dem Roller der Marklerin (es ist tatsächlich möglich, dass 2 Erwachsene und 2 Kinder auf einem Roller bequem durch die Stadt fahren) kamen wir wieder in der jetzigen Wohnung an und freuen uns bereits heute darauf, in unsere „richtige“ Wohnung ziehen zu können.

 

 

 

Angekommen in Vietnam

Dienstag, August 22nd, 2017

Seit gestern sind wir nun in Vietnam. Die Reise verlief recht problemlos. Nach der Ankunft in Ho-Chi-Minh City bzw. Saigon fuhren wir mit dem Taxi zu unserem temporären Zuhause. Dabei bekamen wir einen ersten Eindruck dieser riesigen Stadt und vor allem ihres chaotischen Verkehrs.

Da unsere Wohnung sehr spärlich eingerichtet ist und es an vielem Notwendigen fehlt, mussten wir heute einkaufen gehen. Wir folgten dem Tipp einer einheimischen, zukünftigen Arbeitskollegin von Dominik und liefen (das war nicht gemäss Empfehlung, wonach wir Roller oder Taxi nehmen sollten) zum Big C Supermarket. Dort fanden wir fast alles was wir brauchten und auch vieles Bekanntes stach uns ins Auge, so z.B. familia Müesli oder Emmi Joghurts. Für nicht mal ganz Fr. 20.00 bekamen wir dort unter anderem Joghurt, Milch, Eier, 1 Baguette, Margarine, Abwaschlappen, Abtrocknungstuch, Messer, Seife, Duschmittel, Abwaschmittel und 2kg Reis.

Den Nachhauseweg fanden wir dank Google Maps ohne Umweg, vorbei an zahlreichen kleinen Werkstätten, Cafés und Verkaufsständen. Immer den viel befahrenen Strassen entlang. Es ist bis jetzt gar nicht so schwierig, zu Fuss unterwegs zu sein 🙂

Capuns und Khurer Öpfeltatsch am Churer Fest zum Abschluss

Sonntag, August 20th, 2017

 

Wir sind parat für den Flug – in knapp einer Stunde gehen wir auf den Zug zum Flughafen. Um 13:30 ist Abflug und zwar mit dem Flug TG 971 von Thai Airways. Als letzte Vorbereitung waren wir gestern am Churer Fest. Neben Capuns gab es einen obligaten Khurer Öpfeltatsch bzw. gleich deren zwei, einen zur Vorspeise und einen zum Desser: den von nächstem Jahr hab ich schon vorgeholt 😉

Gratis Schoggivorrat und kein Haus mehr

Donnerstag, August 17th, 2017

Nur noch 3 Mal schlafen bis zur Abreise nach Vietnam – bis auf letzte kleine Sachen ist alles parat.
Heute haben wir auch noch den Schoggivorrat für Vietnam gefüllt. Über 5kg Migros-Schoggi haben wir gekauft – ohne einen Rappen zu bezahlen. Flurina hat unseren Kassenzettel beim Shop & Win Automaten gescannt und wir haben tatsächlich gewonnen! So haben wir den gesamten Einkaufbetrag von über 100.- Franken als Geschenkkarte zurückerhalten. So macht einkaufen doch Spass und der wichtigste Kofferinhalt ist jetzt parat 🙂

Seit Anfang August wohnen wir nicht mehr im Haus, damit wir es fertig räumen und putzen lassen konnten. Seither sind wir wechselnd bei den Eltern und Schwiegereltern einquartiert. Diese bieten uns Temporär-Obdachlosen glücklicherweise eine komfortable „Notunterkunft“ – Kinder-Hüteservice inklusive.
Im Haus haben wir all unser Hab und Gut in Schachteln versorgt. Glücklicherweise brauchen die Mieter zwei Zimmer nicht und wir haben unseren Hausrat somit in diesen zwei Zimmern versorgen können. Diese sehen dafür entsprechend gemütlich aus… Gestern Abend haben wir nun als (zumindest aus emotionaler Sicht) grossen Schritt das Haus unseren Mietern übergeben.

Wir sind auf jeden Fall parat fürs Abenteuer!