Arbeit und Verkehr

Heute Morgen habe ich die Arbeit für das Nebenfach an die Sekretärin des Departements gemailt, am Nachmittag teilte sie mir mit, ich könne die Bestätigung morgen Vormittag abholen. Scheint also dass sie akzeptiert wurde – damit wäre mein Nebenfach und mein Bachelor in Informatik FERTIG! Morgen gehts zur Sekretärin und dann auf das Dekanat der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Von diesen habe ich übrigens eine Rechnung über 160 Franken erhalten, für die Prüfungsgebühren des 2. und 3. Jahrs. Ist günstiger als beim Nebenfach (Wirtschaftsfakultät), dort muss man pro Prüfungsversuch CHF 20 bezahlen. An der Mathefakultät sind es 2 Franken pro ECTS, was in der Informatik in der Regel 10 Franken pro bestandene Prüfung bedeutet. Und im zweiten und dritten Jahr hatte ich für das Hauptfach insgesamt 14 Prüfungen.

Beim Überqueren der Strasse muss ich im Moment extrem aufpassen. Schaue immer zuerst nach rechts und will dann loslaufen. Das ist aber hier mit dem Rechtsverkehr relativ gefährlich. Habe das Gefühl, die Rückgewöhnung hier ist schwieriger als die Angewöhnung in England. In England war nämlich klar, dass ich mich darauf konzentrieren muss. Hier kenn ich aber alles und es ist alles automatisch. Nur dass die Automatismen gestört sind…

Heute im Zug nach Fribourg konnte ich wieder Mal so etwas typisch Schweizerisches beobachten: Viele Leute im Zug, ruhiger Zug und vor allem die Beschäftigung der Leute:

  • die junge Frau vis--vis von mir las eine ETH-Mathe-Dissertation, schlief aber bald ein (oh Wunder bei dem Buch…)
  • ein Mann im Abteil nebenan hörte Musik und schlief
  • sein Gegenüber las Zeitung
  • eine Reihe weiter waren ältere Ausflügler. Sie hatten unter anderem Pilze gesammelt. Die eine Frau nahm dann ein Sackmesser hervor und rüstete im Zug die Pilze, damit es daheim schneller gehe.
  • ich las zuerst einen Teil meiner Abstimmungsunterlagen (fürs erste Mal die Erläuterung zu den Anpassungen der Verfassung des katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen). Diese Lektüre war so erfrischend dass ich anschliessend auch ein Nickerchen machen musste…

Wieder einmal ein Beweis, dass man den Zug für vieles gebrauchen kann. Ein wichtiges Argument für mich, nicht das Auto sondern den Zug zu nehmen…

GA-Besitzern habe ich noch einen Tipp: Wenn man das GA längere Zeit nicht braucht, kann man es deponieren, d.h. am Bahnhof abgeben. Das kostet CHF 10.-, dafür erhält man dann eine Gutschrift von bis zu 30 Tagen (natürlich abhängig von der Dauer der Hinterlegung). Dazu erhält man eine Karte. Mit dieser kann man am ersten Tag (Tag an dem man das GA deponiert) wie mit dem GA herumreisen. Kommt man aus den Ferien zurück, stempelt man die Karte in einem Automaten ab und kann sie wieder als Tageskarte benutzen. Perfekt also für Ferien.
Ich konnte so das GA in Sargans deponieren und mit der Karte nach Basel-Mulhouse fahren. Am Montag, nach meiner Landung, stempelte ich die Karte ab und fuhr heim. Heute habe ich mein GA wieder geholt und erhielt einen Bon. Für die 30 Tage werden mir bei der nächsten GA-Verlängerung 181 Franken angerechnet (bei einem Junior-GA-Preis von 2200.-).

Heute habe ich noch das Ticket nach Florenz gekauft. Kostet mich als Junior und GA–Besitzer 53 Franken. Die günstigste Variante wäre Smartprice gewesen: 30 Franken für eine beliebig lange Strecke mit dem Cisalpino. Gab es leider keine mehr. Die zweitgünstigste Variante wäre mit Fr. 45.- ein Click&Rail-Ticket gewesen. Dummerweise gibts für nächsten Sonntag für diese kein Kontingent, es gab von Anfang an nur Tickets für Fr. 70.- was mir zu teuer war.

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