Einmal Platten flicken für 15’000

Als ich heute den Töff aus dem Parkplatz schieben und losfahren wollte, merkte ich sofort: das wird nichts, da ist hinten gar keine Luft mehr drin. Mit dem Platten schob ich den Töff zu einer nahen Autogarage, die zwar noch geschlossen aussah, wo aber ein Arbeiter grad das Tor öffnete.

Zum Glück war Flurina heute Morgen grad in dem Moment aufgestanden, als ich etwas früher als üblich gehen wollte und hatte mich 45 Minuten lang aufgehalten… So konnte der Arbeiter in der Garage als erste Tat am Morgen den Töff frisch pumpen (und wollte dafür nicht mal Geld). Leider ging jedoch die Luft grad wieder raus und ich entdeckte den Übeltäter: da steckte doch tatsächlich eine Schraube perfekt in der Mitte komplett drin, nur der Schraubkopf schaute noch raus. Da nützt pumpen natürlich nicht lange etwas…

Leider kamen Helm und Staubschutz heute mit Verzögerung zum Einsatz

Da die Autogarage keine xe máy (= vietnamesisch für Motorrad) sondern eben nur xe ô tô (= bitte beim Lesen ans Französisch denken und dann versteht man das) repariert, erklärte mir ein anderer Arbeiter mit einigen Worten Englisch, wo der Töff geflickt werden könne: nach rechts und dann habe es nach 50 Metern eine Garage. Direkt nach der riesigen Amerikanischen Schule und damit eher nach 500m als nach 50m fand ich dann die Töffwerkstatt und der Besitzer war sogar schon fleissig am Arbeiten. Er verstand mein Problem auch ohne Worte und legte gleich los. Mit gleichen Werkzeugen, wie ich es vom Velo kenne, nahm er den Schlauch raus, flickte ihn, kontrollierte ihn überall im Wasser, setzte ihn wieder ein, pumpte und vermeldete „OK!“. Seine Antwort auf die Preisfrage war auch kurz und knapp: mười lăm, auf Deutsch Fünfzehn und gemeint waren natürlich Fünfzehntausend Đồng. Die Tausend werden in der Regel wegoptimiert, da eh kaum jemand kleineres als 1000 braucht… Umgerechnet in Schweizer Franken kostete mich die Reparatur des Schlauchs also ca 65 Rappen – und dank Flurina fing ich zwar 1.5h später als geplant mit dem Arbeiten an, musste aber wenigstens nicht warten, bis die Werkstatt offen war 🙂

Ein stinkendes Stück Luxus

In der Schweiz verspiesen wir einheimischen Berg- und Alpkäse kilo- bzw. eher Laibweise. Entsprechend hatte es im Kühlschrank eigentlich immer einen Vorrat mehrerer Käsebrocken, eingekauft entweder direkt bei Bauern wie dem Igiser Hoflädali oder beim Plantahof oder auf dem Churer Wochenmarkt. Diese Einkaufsmöglichkeiten direkt an der Quelle fallen hier in der Stadt natürlich weg. Leider haben es aber die Vietnamesen allgemein nicht so mit Milchprodukten und vietnamesischen Käse habe ich noch gar nirgends entdeckt. In den Läden gibt es einige käseähnliche Importprodukte wie Cheddar, aber kaum „richtigen“ Käse. Harte Zeiten also für uns Käseliebhaber…

Ein echter Luxus: Schweizer Käse in Vietnam, fast wie ein Geschenk verpackt

Nach fast 3 Monaten Käse-Enthaltsamkeit habe ich nun im An Nam Gourmet Market Appenzeller Käse und Gruyère gefunden – sogar im Offenverkauf. Nicht nur der Name, auch die Käse-Preise sind Gourmet: kosten tut der Appenzeller Käse stolze 1’310’000 VND, also fast 60 Franken, pro Kilogramm.

Ich konnte trotzdem nicht widerstehen und habe uns ein Stück dieses stinkenden Luxus gegönnt. Das edle Stück von 210g, eingepackt in Geschenkpapier-ähnlichem Käsepapier, kostete 275’100 VND, also fast 12 Franken! Zum Vergleich: pro Woche gebe ich insgesamt deutlich weniger für die Mittagessen in verschiedenen Restaurants in der Nähe des Büros aus. Das Stück Käse kostet also mehr als fünf Mittagessen… Entsprechend geniessen wir den Käse nun häppchenweise, jeweils als „Dessert“ 🙂

Der Appenzeller Käse liegt in seiner vollen, stinkenden Pracht vor uns

Alles bình thường und healthy for work

Heute habe ich die Bestätigung erhalten, dass ich offiziell gesund bin 🙂 Für die Niederlassungs- und Arbeitsbewilligung benötige ich neben diversen anderen Bestätigungen auch einen Gesundheitscheck. Diesen habe ich bei der Privatklinik Columbia Asia mitten im Stadtzentrum in nächster Nähe zur Kathedrale absolviert. Gekostet hat der Spass 2.3 Millionen (Dong, zum Glück, umgerechnet ca 95 Franken), dafür wurde mir aber auch einiges geboten:

Nachdem wie immer die persönlichen Daten inkl. Passnummer (unglaublich, wie oft die gebraucht wird!) notiert wurden, spulte ich den vorgesehenen Parcours ab: Wiegen (die Waage gefällt mir, ich bin dort leichter ;-)), messen (hey, bin 1cm gewachsen!), Brustkorb röntgen, Blut abgeben, Urin abgeben, Sehtest (Linsen durfte ich zum Glück drin lassen), sehr intensiver Rot-Grün-Sehtest (ein ganzes Buch voller Zahlen), Atmung etc abhören, Puls messen (2 Mal, Puls war zum Glück beide Mal vorhanden), Blick in Mund, Blutdruck messen. Für die einzelnen Tests wurde ich jeweils von einem Untersuchungsraum zum nächsten geführt und musste zwischendurch mal wieder warten. Nach einer Stunde war der Spuck vorbei.

Nach einer Woche Wartefrist habe ich nun die Ergebnisse erhalten: ich bin kerngesund, all die vielen gemessenen Werte (die mir leider herzlich wenig sagen) sind normal bzw. wie auf dem zweisprachigen Formular auch steht „bình thường“. Wir können bei der Niederlassungsbewilligung einen Schritt weiter gehen, denn das Fazit auf dem Formular mit unzähligen Stempeln ist „healthy for work“! Tja, dann arbeite ich halt weiter, nichts mit Ferien. Dafür immer unter dem staatlichen Motto (steht auf jedem offiziellen Formular/Vertrag): Freedom, Liberty, Happiness!

Stadtspaziergang

Gestern Samstag haben wir einen Stadtspaziergang gemacht – da lassen wir am besten die Bilder sprechen:

 

Your hair is so short!

Natürlich wachsen die noch verbliebenen Haare auch bei der vietnamesischen Hitze prächtig weiter. So machte ich mich auf die Suche nach einem Coiffeur, der einigermassen eine Falle macht. Es gibt nämlich Coiffeure, die eher speziell und wenig einladend aussehen… Ich fand ein sauber und neu aussehendes Geschäft gleich in der Nähe der zukünftigen Wohnung: Shineline Die Mitarbeiter grinsten schon, als ich sagte, ich bräuchte einen Haarschnitt. Danach schnitt mir wohl der Lehrling die Haare, auf jeden Fall instruierte der eine ihn immer und kontrollierte das Ergebnis.

Ich fand es sehr angenehm und das Ergebnis stimmt für mich auch. Die Haare sind zwar etwas kürzer als bisher, aber unter Berücksichtigung der sprachlichen Barriere ist die Abweichung von ein paar Millimetern wohl im Toleranzbereich 😉 Um den Besuch noch angenehmer zu gestalten, gab es einen Tee dazu (wobei ich mich beeilen musste, den rechtzeitig auszutrinken – während dem Schneiden kann ich ja nicht gut Tee trinken…).

Die Pointe lieferte dann der Chef als es ums Bezahlen ging: sie hätten Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr Happy Hour und 20%. Das sei zwar vorbei, aber meine Haare seien so kurz, da würden sie mir den Happy-Hour-Rabatt trotzdem geben 🙂 So bezahlte ich statt der 90’000 VND (schon wenig) sogar nur deren 72’000. Umgerechnet zahlte ich also nicht mal ganz 3 Franken für einen Haarschnitt!

Erfolgreicher SIM-Karten-Kauf und Uber-Première

Ich hab es geschafft, eine SIM-Karte (prepaid) zu kaufen! Was so trivial tönt, war gar nicht so einfach. Seit knapp einem Jahr dürfen nicht mehr beliebige Shops SIM-Karten verkaufen sondern nur noch spezielle und man muss sich mit einem Pass ausweisen, damit die Karte registriert wird. Das erschwert die Sache ziemlich – zumal kaum jemand hier Englisch kann und mein Vietnamesisch bisher nicht wirklich über ein „Nein“ und ein „Danke“ hinaus geht. Auf jeden Fall zückten alle immer gleich motiviert die Wertkarten, mit denen man eine Prepaid-Karte aufladen kann und schüttelten auf meinen Hinweis, ich brauche doch zuerst eine SIM-Karte den Kopf.

Somit suchte ich zu Hause online im WLAN einen Viettel-Store heraus (Viettel ist der grösste Telecom-Anbieter in Vietnam), machte einen Screenshot von der Adresse und zeigte sie einem Taxi-Chauffeur. Der sagte etwas wie „Yes, I know“ und fuhr los. Nachdem wir etwa 6km gefahren waren – Google Maps hatte einen Weg von 4km  angezeigt – nahm ich das Natel aus der Tasche um auf der offline gespeicherten Karte zu schauen, wo wir waren. Das merkte der Chauffeur und merkte, dass er wohl nicht am richtigen Ort war und wollte telefonieren. Ich versuchte, ihm zu erklären, ich suche einfach eine SIM-Karte, was er natürlich nicht verstand. Erst da kam mir in den Sinn, dass der Google Translator auch offline funktioniert – den übersetzten Satz verstand der Chauffeur dann und hielt ein paar 100m weiter vorne bei einem kleinen Shop an. Die Fahrt kostete 102’000 VND, ich gab im 105’000 VND – die 3000 VND Trinkgeld, umgerechnet etwa 12 Rappen, lohnten sich: der Chauffeur stieg aus, zeigte mir den Laden, erklärte der Dame, was ich brauche, übersetzte (mit Google Translator) noch ein paar Worte Vietnamesisch und verabschiedete sich dann 🙂 Nach ca 10min Warten erhielt ich dann meine SIM-Karte (kostete übrigens 160’000 VND, noch ohne Guthaben).

Die SIM-Karte bringt einige Vorteile, mit Abstand am wichtigsten sind aber Google Maps und Uber (Einladungslink). Die Fahrt zurück nach dem SIM-Karten-Kauf bestellte ich nach erfolgreicher Strassenüberquerung gleich via Uber-App – und zwar mit Uber-Moto! Passend zum sonstigen Haupt-Fortbewegungsmittel hier gibt es nämlich in Vietnam die Kategorie Uber-Moto. Die Töff-Fahrer tragen ein Uber-Hemd und haben für den Fahrgast einen Uber-Helm dabei. Dann nimmt man hinter dem Fahrer Platz und los geht’s durch das Getümmel.

Uber nutzen wir hier mangels ÖV sehr oft, es ist deutlich einfacher als mit den normalen Taxis. Der Preis ist im Voraus fix definiert (auch wenn der Chauffeur einen Riesen-Umweg fährt) und vor allem muss man dem Chauffeur nicht erklären, wohin man will – das Ziel wählt man ja auf der Karte in der App aus.

Capuns und Khurer Öpfeltatsch am Churer Fest zum Abschluss

 

Wir sind parat für den Flug – in knapp einer Stunde gehen wir auf den Zug zum Flughafen. Um 13:30 ist Abflug und zwar mit dem Flug TG 971 von Thai Airways. Als letzte Vorbereitung waren wir gestern am Churer Fest. Neben Capuns gab es einen obligaten Khurer Öpfeltatsch bzw. gleich deren zwei, einen zur Vorspeise und einen zum Desser: den von nächstem Jahr hab ich schon vorgeholt 😉

Gratis Schoggivorrat und kein Haus mehr

Nur noch 3 Mal schlafen bis zur Abreise nach Vietnam – bis auf letzte kleine Sachen ist alles parat.
Heute haben wir auch noch den Schoggivorrat für Vietnam gefüllt. Über 5kg Migros-Schoggi haben wir gekauft – ohne einen Rappen zu bezahlen. Flurina hat unseren Kassenzettel beim Shop & Win Automaten gescannt und wir haben tatsächlich gewonnen! So haben wir den gesamten Einkaufbetrag von über 100.- Franken als Geschenkkarte zurückerhalten. So macht einkaufen doch Spass und der wichtigste Kofferinhalt ist jetzt parat 🙂

Seit Anfang August wohnen wir nicht mehr im Haus, damit wir es fertig räumen und putzen lassen konnten. Seither sind wir wechselnd bei den Eltern und Schwiegereltern einquartiert. Diese bieten uns Temporär-Obdachlosen glücklicherweise eine komfortable „Notunterkunft“ – Kinder-Hüteservice inklusive.
Im Haus haben wir all unser Hab und Gut in Schachteln versorgt. Glücklicherweise brauchen die Mieter zwei Zimmer nicht und wir haben unseren Hausrat somit in diesen zwei Zimmern versorgen können. Diese sehen dafür entsprechend gemütlich aus… Gestern Abend haben wir nun als (zumindest aus emotionaler Sicht) grossen Schritt das Haus unseren Mietern übergeben.

Wir sind auf jeden Fall parat fürs Abenteuer!

Visum ist da

Visum Vietnam

Nach einiger Bürokratie haben wir heute das Visum für die ersten 3 Monate erhalten! Mit diesem Visum dürfen wir vom 15. August bis 15. November beliebig oft nach Vietnam einreisen. Es gibt verschiedene Typen von Visa und unterschiedliche Möglichkeiten bezüglich Gültigkeitsdauer. Zudem gibt es Visa für die einmalige Einreise („single entry“) oder mehrmalige Einreise („multiple entry“). Der Unterschied schlägt sich dann jeweils im Preis nieder. Für unsere 4 Visa musste ich heute auf der Vietnamesischen Botschaft in Bern CHF 460.- bar bezahlen. Routiniert erklärte mir der Botschaftsmitarbeiter den Weg zum Bancomaten im Berner Inselspital…

Um das Visum zu erhalten, mussten wir verschiedene Informationen einreichen, unter anderem Geburtsurkunden der Kinder sowie eine Trauungsurkunde – jeweils in dreifacher Ausführung und ordentlich beglaubigt (mehr zu Beglaubigungen/Legalisationen in einem späteren Post). Nachdem dies in Vietnam von einem speziellen Übersetzer von Französisch (zum Glück ist die Schweiz mehrsprachig!) nach Vietnamesisch übersetzt und wieder beglaubigt wurde, haben wir als Visum-Entscheid ein Dokument erhalten, wo alle Familienmitglieder aufgeführt sind. Dummerweise wurden Evelyne und Flurina in der ersten Version zu Männern gemacht – die Korrektur dauerte dann nochmals zwei Wochen. Mit der korrigierten Version konnte ich nun bei der Botschaft vorbei und habe nach ungefähr einer Stunde die vier Pässe ergänzt um je einen „Kleber“ wieder erhalten. Interessanterweise reichte es, dass der Brief in Vietnam gescannt und von mir dann wieder schwarz-weiss ausgedruckt wurde.

Die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung für die ganzen 2 Jahre können wir nach Ankunft vor Ort in Vietnam beantragen. Dazu braucht es noch weitere Dokumente – und einen Gesundheitstest.

Wer jetzt Angst davor kriegt, uns zu besuchen: keine Angst, für ein Touristen-Visum ist es nicht ganz so kompliziert. Das Prozedere ist auf der Website der Botschaft in Bern gut beschrieben. Zudem sind die Mitarbeiter der vietnamesischen Botschaft äusserst freundlich und hilfsbereit – wobei das Personal unter Umständen sehr gut Deutsch oder auch nur Französisch kann…

106’627’000 und Independence, Freedom, Happiness

Noch gut 2 Wochen bis zum Abschlussfest (anmelden kannst du dich hier) und noch gut 5 Wochen bis zum Flug – und vieles wird immer konkreter: Schule, Vertrag und Hausräumung. Wir freuen uns, wenn es dann so richtig losgeht.

106’627’000. Also 106 Millionen. Soviele Dong bezahlen wir für Krippe und Kindergarten für Flurina und Ursin für die ersten 4 Monate. Wir haben uns für die französische Schule Boule & Billes entschieden. Flurina wird dort die Petite Section des Kindergartens besuchen. Eigentlich wollten wir sie zur Krippe anmelden und haben dann festgestellt, dass im französischen Schulsystem der Kindergarten bzw. die école maternelle bereits mit 3 Jahren startet. So geht Flurina nun 2 Jahre in Vietnam jeweils ganztags in den französischen Kindergarten und kommt gemäss Bündner Schulplan nach der Rückkehr mit 5 1/2 Jahren für 2 Jahre in den Kindergarten in Igis. Sie freut sich wahnsinnig auf den Kindergarten in Vietnam und fragt immer wieder, wann wir denn gehen würden. Ursin wird jeweils am Vormittag bis nach dem Mittagessen die Krippe besuchen. Hauptmotivation für uns ist, dass die Kinder so hoffentlich so richtig gut Französisch lernen werden. Nicht zu vergessen sind natürlich die Lektionen in Englisch und Vietnamesisch – sowohl im Kindergarten als auch in der Krippe stehen einige Stunden Englisch und Vietnamesisch pro Woche auf dem Programm! Anfänglich wollten wir die Kinder auf eine zweisprachige Schule mit Französisch und Englisch schicken, aber diese hat gemäss unseren Leuten in Vietnam nicht den besten Ruf – ganz im Gegensatz zu Boule & Billes, die einen sehr guten Ruf geniesst.

An die Währung, den Vietnamesischen Dong, werden wir uns noch gewöhnen müssen – 1 Schweizer Franken entspricht nicht weniger als 23’710 Vietnam Dong! Entsprechend gibt es rasch einmal bei normalen Sachen astronomisch hohe Zahlen und ein Millionensalär ist nichts besonderes. Auch Milliardär wird man schnell einmal 😉 Da werden wir sicher noch von einigen Erlebnissen zu berichten haben.

Ich bleibe ja als Entsandter bei ELCA mit einem Schweizer Vertrag angestellt und werde beispielsweise weiterhin die Sozialversicherungen haben bzw. bezahlen. Trotzdem gibt es einen Schweizer Zusatz zum Vertrag, der die Details regelt, sowie für die Arbeit in Vietnam einen vietnamesischen Arbeitsvertrag. Anders als in der Schweiz ist das nicht ein einfaches Dokument, indem ohne Formvorschriften einfach alles geregelt ist, sondern ein offizielles Formular. Dieses scheint nicht weniger als Glücksgefühle zu versprechen, steht doch ganz am Anfang Independence, Freedom und Happiness, also Unabhängkeit, Freiheit und eben Glück bzw. Freude. Für uns stimmt es bisher auf jeden Fall, wir freuen uns auf das Abenteuer in Vietnam 🙂

Bis wir gehen können, gibt es noch einiges vorzubereiten in der Schweiz, unter anderem räumen wir das Haus bzw. den Inhalt aller Möbel aus und nutzen die Gelegenheit zum sehr grosszügigen Ausmisten. Die Recycling- und Altkleidersammlungsfirmen dürften an uns eine helle Freude haben. Da unsere Mieter glücklicherweise unkompliziert sind und zwei Zimmer nicht benötigen, können wir alle unsere Sachen dort einlagern. Wir kommen dabei trotz Sortieren und Ausmisten gut voran – das Haus wird immer ungemütlicher und zeigt so den Fortschritt. Das ehemalige Zimmer von Flurina – sie schläft nun im Raum daneben im Hochbett auf 1.8m über Boden – sieht schon so richtig wie eine Lagerhalle aus, der Keller ist leer, viele Schränke ebenfalls.