Archive for the ‘Alltagsleben’ Category

Langsame Schweizer? Sehr langsam!

Samstag, September 15th, 2007

Schweizer werden allgemein als langsam verspottet. Wir sprechen im Allgemeinen langsamer als die anderen, die Deutschschweizer langsamer als Deutsche, die Welschen langsamer als Franzosen.Weinbergschnecke Auch zu Fuss sind wir nicht unbedingt gestresst, seit diesem Mai ist es sogar bestätigt, die Berner gehören gemäss einer Studie weltweit zu den langsamsten Fussgänger. Die anderen Schweizer sind kaum viel schneller.

Solchen Aussagen messe ich im Allgemeinen ich nicht wirklich viel Bedeutung zu. Mir ist eigentlich egal ob die Leute etwas langsamer gehen und sprechen oder nicht. Hier in Montréal ist mir aber etwas ziemlich deutlich aufgefallen: In der Schweiz gehöre ich zu den schnelleren Fussgängern, ich überhole regelmässig andere Leute wenn ich zu Fuss unterwegs bin. Ganz anders hier in Montréal – ich werde ständig überholt, ganz selten gelingt es mir, jemand anders zu überholen (Ausnahme: zu Stosszeiten überhole ich Autos im Dutzendpack!). Dabei gelten die Montréalais eigentlich als gemütliche Menschen… Aber in der Stadt geht es manchmal doch sehr hektisch zu und her. Auf die Dauer ist mir das Landleben eindeutig lieber!

Bildquelle: Wikipedia

Power of the Nature

Freitag, Juni 29th, 2007

During my language stay at ELC in York UK we had to write a small essay on a specified topic once or twice a week. As we only had 15 to 20 minutes to write each time, the texts are rather short. As one of my texts had been specially appreciated by my teacher and classmates, I would like to publish it here. Additionally it turns out to be very adapted to the thunderstorm of last week.
The topic given by the teacher was my favourite place:

Instead of choosing a single place, I would like to choose mountains in general, especially the mountains in my home-area. Although I have not been up to the mountains for a while due to my problems with my knee, I really like them. When I am away for a while I miss them.
There are several reasons why I love the surrounding mountains. One of them is simply that they are nice to look at with their rough shapes and the green, soft forests around.
A deeper, more psychological reason is that they support me by giving me a feeling of safety. There are always stable and very solid mountains around me, offering me some stability. As a consequence of the narrow mountains, the area is very easy to grasp in all directions. You do not get lost in a wide plain but are constantly supported and kept on the ground by the powerful mountains.
The mountains are kind of an anchor for many people, not only due to their effects described above but also because they demonstrate, from time to time in a violent way, that the nature is more powerful than the human beings and that human beings are very small when facing the nature’s force.

Falknis
This picture of the mountain called Falknis in the East has been taken by my grandfather from his garden, about 100 meters from my parents‘ house.

View from the Gonzen
View from the mountain Gonzen in the North. The villages down in the plain are Sargans (on the left) and Mels.

Gonzen
And finally the Gonzen seen from my bedroom.

Zimmer zu vergeben, chambre louer

Montag, Juni 4th, 2007

Das Ende meines Studiums in Fribourg naht und mein Zimmer wird in unserer Nichtraucher-4er-WG wird Ende Juli frei. Die Wohnung ist im ersten Stock (mit Lift ;-), hell, mit zwei Badezimmern, Küche, Stube, Balkon. Sehr ruhige Lage, nahe Wald/Fluss/Finnenbahn. Sonst nur Familien im Quartier. Mit Velo ca 10min an Uni Pérolles (Miséricorde ca. 15Min). 10-15 Fussminuten bis zur Bushaltestelle (Coop Marly, weniger als 5min mit Velo). 438.-/Monat Nebenkosten inbegriffen (inkl. Waschen & Tumbler im Haus). Möglichkeit, ADSL (wireless) für nur ca. 10.-/Monat zu haben.
Das Zimmer ist sehr gross (knapp 22m²), sehr hell (vorne Fensterfront, seitlich ein Fenster), mit Parkettboden.
Möglichkeit, den Pult/Schreibtisch zu „erben“.

Kontakt: wg [at] zindel.org oder Natel Niklaus: 079 475 76 07 oder Natel Dominik: 079 207 00 65

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La fin de mes études Fribourg approchant, ma chambre dans notre colloc 4 (non-fumeurs) se libère fin juillet. L’appartement est ensoleillé, deux salles de bains, cuisine, salon, balcon. Situation très calme, proche de la forêt/Gérine/piste finlandaise. Pas d’autres étudiants dans le quartier. 10min jusqu’ l’uni Pérolles vélo (15min Miséricorde). 10-15min pieds jusqu’ l’arrêt de bus (Coop Marly, moins de 5min vélo). 438.-/mois, charges comprises (y compris linge/sèche-linge). Possibilité d’avoir ADSL (réseau sans fil) pour 10.-/mois environs.
La chambre est très lumineuse (façade de fenêtres) et très grande (22m² env.), avec parquet.
Possibilité « d’hériter » du bureau.

Contact: wg [at] zindel.org ou Natel Niklaus: 079 475 76 07 ou Natel Dominik 079 207 00 65

Zimmer

Chambre

Chambre

Zimmer

Bedroom

Vue/Aussicht

Wiederanfang

Freitag, März 16th, 2007

Mein Knie hat sich inzwischen wieder weitgehend vom Skifahr-Morgen erholt, einer Wiederholung steht zumindest von dieser Seite nichts im Weg. Heute Nachmittag war ich zudem mit meinem WG-Mitbewohner etwa 1 1/4h Velo fahren. Wir fuhren von Marly nach Granges-sur-Marly, weiter nach Tentlingen und dann über Villarsel-sur-Marly wieder nach Marly. Die Bewegung tat gut und die Strecke ist wirklich schön, geht kaum über Hauptstrassen und man ist wirklich auf dem Land.

Diese Woche hat die Uni wieder angefangen ohne für uns Informatiker wirklich aufgehört zu haben. Wie üblich ist die erste Woche aber noch etwas weniger stressig da die Projekte noch nicht angefangen haben, drum hatte ich fast mehr Freizeit als während den „Ferien“ (die hier „vorlesungsfreie Zeit“ heissen). Ich muss in diesem Semester noch 3 Vorlesungen plus ein Seminar machen. Das Seminar habe ich noch nicht ausgewählt, bei den Vorlesungen werde ich Web Engineering, Interfaces Multimodales und Systèmes bio-inspirés wählen. Die zwei Pflichtvorlesungen habe ich bereits letztes Jahr erledigt. Jetzt kann ich einfach die interessanten Vorlesungen auswählen, die lästige Pflicht ist erledigt.
Zusammen mit der Arbeit als Unterassistent werde ich so auf knapp 40h Arbeit pro Woche kommen. Hinzu kommt die Arbeit an Websites. Damit sollte ich so in etwa ein normales Arbeitspensum haben, während meine Kollegen (die den Master in der normalen Zeit machen) rund 60h pro Woche für die Uni arbeiten müssen (wie ich letztes Jahr). Das Leben ist aber für mich so eindeutig angenehmer und ich profitiere von den einzelnen Kursen auch mehr weil ich nicht ständig übermüdet bin. Ich würde auf jeden Fall den Vorlesungsteil des Masters wieder auf zwei Jahre aufteilen wie ich es jetzt getan habe. Es ist viel weniger stressig und die Arbeit sorgt für die Finanzen…

Skitraum

Montag, März 12th, 2007

Heute Vormittag habe ich mich das erste Mal seit dem Skilager im letzten Kanti-Jahr wieder einmal auf die Skier gewagt. Nach 6 Jahren Verletzungspause versuchte ich es wieder einmal – und es machte Spass. Die Verhältnisse am Pizol waren einfach traumhaft. Perfekte Pistenverhältnisse mit Pulverschnee und das Wetter hätte auch nicht besser sein können.
Ich ging heute mit meinen Grosseltern (die das Abo haben). Ideal für mich, so konnte ich mit ihnen rüberfahren (statt zu Fuss und mit Postauto) und danach hatte ich eine perfekte Führung. Ich konnte einfach den Grosseltern nachfahren und so das Skigebiet wiederentdecken. Auch wenn ich vieles noch kannte, sind doch ein paar wenige Dinge anders. Am Mittag, also nach etwa 3 Stunden Fahrzeit (praktisch ohne Anstehen an den Liften) gingen wir wieder runter. Einerseits wäre meine Vormittagskarte eh um 12.30 abgelaufen, andererseits gehen meine Grosseltern immer gegen Mittag wieder ins Tal. Und für mich wars auch besser, schliesslich soll man es nicht schon beim ersten Versuch übertreiben…

Erstaunlicherweise hatte ich keine Probleme, mit Grossmama und Grosspapa mitzuhalten. Nach den ersten paar Metern fühlte ich mich auf den Latten wieder unerwartet sicher und hatte keine Schwierigkeiten. Überraschend und glücklicherweise überstand ich den ganzen Morgen ohne einen Sturz.
Am Mittag war es für mich aber auch gut, wieder heim zugehen. Ich spürte das mangelnde Training, ausserdem meldete sich das rechte Knie zurück. Dieses schmerzt beim Gehen immer noch sehr stark (beim Sitzen spüre ich nichts). Ich vermute jedoch dass es die (Patella-)Sehne ist und hoffe dass es morgen wieder gut ist. Gerne würde ich nämlich Ende Woche wieder auf die Piste!

Alteisen-Entsorgung

Dienstag, November 7th, 2006

Morgen Mittwoch muss ich Alteisen entsorgen gehen. An und für sich nichts Spezielles, oder? Ja, schon. Aber: Das Alteisen ist in meinem Bein und aus diesem müssen die vier Schrauben rausgenommen werden. Morgen Mittwoch Vormittag muss ich antraben und dann wird geschraubt. Nach zwei bis drei Tagen sollte ich wieder heim können – hoffentlich ohne Krücken.

Heute Abend um 19 Uhr ist an der Uni noch eine Informationsveranstaltung zu den Austauschprogrammen – unter anderem das Programm mit dessen Hilfe (bzw. Geld) ich für die Masterarbeit nach Kanada will. Drum muss ich da fast hingehen, auch wenn es mir nicht so ins Programm passt: Da ich morgen früh nach St. Moritz muss (vermutlich mit 6-Uhr-Zug ab Sargans), muss ich heute Abend noch nach Sargans fahren. Im schlimmsten Fall mit dem 21:34-Zug – der ist aber erst um 00:24 in Sargans. Das könnte also eine sehr kurze Nacht werden.

Unser neuer Mitbewohner ist jetzt eingetroffen, er hat sein Zimmer eingerichtet und ist eingezogen. Wer ihn (und mich) sehen will, kann mal hier den entsprechenden Beitrag in der Tagesschau der TSR anschauen.

Informatiker: eine bedrohte Spezies

Sonntag, Oktober 22nd, 2006

Logo UniFRAm Freitag war an der Uni Fribourg der Erstsemestrigen-Tag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, morgen Montag geht das Wintersemester 2006-07 los. Dabei scheint sich die Abwärtstendenz bei den Studierenden an den Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten fortzusetzen: Am Freitag kamen gerade mal 4 zukünftige Informatik-Studierende, insgesamt sollen 9 oder 10 mit Informatik anfangen, dazu etwa gleich viele (bzw. wenige) Wirtschaftsinformatiker. An der Uni Bern dürften es auch nicht wesentlich mehr sein und selbst die ETHs haben drastische Einbrüche bei der Anzahl Informatikstudenten. Fingen 2000 in Zürich noch 332 ein Informatikstudium an, so waren es 2004 und 2005 gerade noch etwa 130.

Diese Situation ist für die Studierenden eigentlich sehr komfortabel da sowohl das Betreuungsverhältnis während der Ausbildung als auch die Stellensituation hervorragend sind. Das ohnehin schon immer gute Betreuungsverhältnis am Informatikdepartement in Fribourg wird jetzt noch besser. Im zweiten und dritten Jahr sind es nämlich zur Zeit auch nicht viel mehr als 10 Leute die Informatik studieren. Wieviele es im Master sind (wo zumindest letztes Jahr viele Leute von anderen Unis oder Ingenieurschulen (Fachhochschule) kamen), werde ich sehen.
Logo Faculty of Science UniFREinen riesigen Nachteil hat dieses perfekte Betreuungsverhältnis allerdings: die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät hat immer weniger Geld zur Verfügung. Schon jetzt steht fest, dass ein Professor der in 2 oder 3 Jahren pensioniert wird, nicht mehr ersetzt werden wird. Längerfristig ist die Informatik in Fribourg (und Bern) so vom Aussterben bedroht, in Neuchâtel liegt sie bereits im Sterben. Ein Vollstudium ist dort nicht mehr möglich.
Eine mögliche Lösung ist hier BENEFRI, eine intensive Zusammenarbeit der Universitäten Bern, Neuchâtel und Fribourg. Inbesondere bei den Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten ist die Zusammenarbeit hier schon sehr fortgeschritten. Beispielsweise könnte ich problemlos Vorlesungen in Bern oder Neuchâtel besuchen, diese werden automatisch angerechnet. Sogar das Zugsbillet wird zurückerstattet!

Eine schöne Seite dieser geringen Studentenzahlen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt: Informatiker mit Uni-Abschluss können sich die Stellen so richtig aussuchen weil der Markt so ausgetrocknet ist und Firmen oft Mühe haben, Informatik-Stellen zu besetzen. Eigentlich alle haben schon vor Studienende eine Job auf sicher. Kollegen, die mehr oder weniger kurz vor dem Ende stehen, haben sogar schon mehrere Angebote erhalten ohne sich überhaupt zu bewerben. Plötzlich kam einfach ein Telefonanruf, ob sie nicht Interesse an dieser Stelle hätten, sie würden sie gerne einstellen.
In naher Zukunft dürfte sich diese Situation sogar noch verschärfen: jetzt kommen langsam die Jahrgänge mit sehr wenig Informatik-Studierenden auf den Markt, die grossen Jahrgänge sind jetzt fertig. Zudem braucht es immer mehr hochqualifizierte Informatiker. Die Universitäten und Fachhochschulen in der Schweiz können diese Marktnachfrage mangels Studenten nicht decken, das Wachstum von gewissen Firmen wird jetzt schon ausgebremst weil sie nicht genügend Personal finden.
Die Aussichten für mich sind also sehr rosig – umso mehr freue ich mich auf die Stellen“suche“ und den ersten Job. Bis dann dauert es aber noch etwa 1 1/2 Jahre – die sicher sehr interessant werden.

Unheimlich mächtiger Google

Sonntag, September 24th, 2006

Google ist im doppelten Sinne unheimlich mächtig. Unheimlich im Sinne von „wahnsinnig“ und aber auch im Sinn von „besorgniserregend“. Mächtig im Sinne von „gute Funktionen“ aber auch im Sinne von „machtvoll“. Wie meine ich das?
Einerseits ist Google extrem praktisch. Die Suchmaschine brauche ich mehrmals täglich und ohne sie wäre ich oft aufgeschmissen. Sie hilft mir bei der Arbeit und immer wenn ich irgendwelche Informationen suche. Sogar wenn ich nicht sicher bin wie sich ein Wort schreibt. Dann lasse ich nämlich Google abstimmen, ist das Ergebnis eindeutig, so dürfte die eine Variante die richtige sein. Die anderen Suchmaschinen kommen in der Qualität nicht annähernd an Google heran und/oder kommen aus „ideologischen“ Gründen (microsoft) nicht in Frage…
Auch die Such-History, mit der ich alle bisherigen Suchabfragen (seit ich die Funktion aktiviert habe sind es 1664 Abfragen!) anschauen kann, ist manchmal sehr praktisch. Dann beispielsweise wenn ich zwar noch weiss schon mal danach gesucht zu haben, es aber nicht mehr finde. Mit den genau gleichen Suchstichworten ist die Erfolgsquote viel höher als mit erneutem Start von vorne.
Die Suchmaschine von Google ist sogar auch ein Taschenrechner. Dazu genügt es, einfach die Rechnung in das Suchfeld einzugeben – bei Firefox praktischerweise oben rechts verfügbar, die Tastenkombination Ctrl+k springt gleich dorthin. Insbesondere bei den Uni-Aufgaben war Google damit ein treuer Helfer. Viel praktischer und rascher zu bedienen als ein normaler Taschenrechner.

Daneben ist Google mit gmail aber auch ein E-Mail-Anbieter. Diese Funktion nutze ich zwar nicht wirklich aktiv, weil ich bereits meine normale Adresse habe. Mein gmail-Account dient mir häufiger als Backup-Speicherort. 2767 MB stehen mir nämlich zur Verfügung, ideal also für Backups von Projektarbeiten etc. Arbeite ich an etwas grossem, wie z.B. einem Projekt für die Uni, maile ich mir sehr regelmässig (unter Umständen mehrmals täglich) den aktuellen Stand an die gmail-Adresse. Bei Pannen kann ich dann auf diese Backups zurückgreifen.
Google calendarDoch das ist noch nicht alles: Meine Termine trage ich nicht etwa auf Papier sondern im Google-Kalender ein. Jeden Tag kriege ich dann eine Zusammenstellung der Termine des jeweiligen Tages gemailt. Wunderbar praktisch. Das Interface zur Eingabe ist auch sehr handlich gestaltet, ich kann diese als Text eingeben, z.B. „Treffen mit Linus Torwalds on 28/09/2006 15:00 at Gartenbeiz Alpenrösli“. Dann trägt es mir diesen Termin ein und zwar die richtigen Informationen im richtigen Feld. Ohne mühsame Rumklickerei.

All diese Dinge sind wunderbar und ich möchte sie nicht missen. ABER: Dadurch hat Google eine unheimliche Menge an Informationen über mich. Nur schon wer in der Suchmaschine „dominik zindel“ eingibt (http://www.google.it/search?q=%22dominik+zindel%22), erhält aus den derzeit 769 Suchresultaten extrem viele Informationen über mich. Damit kann man schon eine sehr klare Personenbeschreibung erstellen. Google hat aber nicht nur diese Informationen sondern, wunderbar miteinander verknüpft, gleich auch noch meine Agenda, meine E-Mails (wobei die jetzt in meinem speziellen Fall nicht so spannend sind, aber doch relativ viel Aufschluss über meine Arbeiten geben), meine Freunde (E-Mail-Kontakte), meine Suchabfragen (also meine Interessensgebiete), die Uhrzeiten zu denen ich aktiv bin und über die IPs sogar meine jeweiligen Aufenthaltsorte (hier kommt z.B. automatisch alles auf italienisch…). Zudem können sie dann noch damit verknüpfen wer Informationen über mich sucht. Damit kann Google ein unheimlich präzises Profil von mir erstellen – ich bin ein regelrecht gläserner Nutzer für Google. Und mit mir viele andere auch. Neuerdings gibt es bei Google sogar (auch online) ein Excel-Ersatz, der Word-Ersatz soll bald kommen. Alles praktisch, aber damit geben die Leute noch mehr Informationen Preis.

Datenschutz? Hm, da habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung. Und diese Ahnung dürften die wenigsten Nutzer haben. Eigentlich müsste ich wegen all diesen Dingen Google boykottieren. Erst recht noch weil Google die Moral zu Gunsten des Geldes manchmal etwas zurückstellt und z.B. in China mit den Zensurbehörden kooperiert. Aber weil die Dienste so gut sind nutze ich sie weiterhin. Und gebe Google Tag für Tag mehr Informationen über mich preis.

Russisch am letzten Tag in der Schweiz

Samstag, September 2nd, 2006

An meinem letzten Tag vor der Abreise nach Italien hatte ich noch einiges zu erledigen. Nachdem die Wäsche und der Einkauf (insbesondere Schoggi…) erledigt waren, musste ich noch bei der Website www.broder.ch einige aufgetretene Probleme lösen. Das wohl kurioseste Problem war beim Erfassen der russischen Übersetzung der Website aufgetreten: In der Navigation und an einigen anderen Orten wurden die Wörter einfach abgeschnitten. Da ich kein Russisch kann und also rein optisch nicht merkte, wo jetzt etwas abgeschnitten worden war, war dieses Problem nicht ganz so simpel. Schlussendlich fand ich es dann heraus: Die russischen Zeichen werden nicht als solche sondern kodiert in der Datenbank gespeichert.
Ein eingegebenes Zeichen benötigte danach sage und schreibe 7 Zeichen in der Datenbank. Beispiel: Das russische Wort für „Stellenangebote“ ist „??????????? ??????“. Dies wird dann in der Datenbank äusserst leserlich als

Пред ложения работы gespeichert (alles zusammenhängend).

Da ich die Länge der Datenbankfelder auf 50 begrenzt hatte – in der Meinung, 50 Zeichen für einen Titel seien mehr als genug – schnitt es nach 7 1/7 Zeichen einfach ab. Nachdem ich das überall korrigiert habe, funktioniert es jetzt (wenigstens die zwei gelieferten Beispiele). Simple Ursache also, grosse Wirkung. Nun kann der Zuständige in der Firma fleissig erfassen und dann wird auch die russische Version freigeschaltet (Polnisch und Englisch gibt es schon).

Morgen Sonntag fahre ich mit dem 7:33-Zug nach Chur. Von dort aus fahre ich um 8:10 mit dem Postauto („Diretissimo“, ohne Halt) nach Bellinzona wo ich um 10:13 Anschluss auf den Cisalpino habe. Um 14:32 komme ich in Florenz an, wo ich von der Schule abgeholt und zur Gastfamilie gebracht werde. Danach beginnt die grosse Herausforderung. Um einigermassen gerüstet zu sein und ein allzu grosses Gestotter zu vermeiden, werde ich morgen im Zug noch etwas Italienischgrammatik und Wortschatz repetieren.

Morgen Sonntag gibt es mangels Internet vermutlich keinen Blog.

Schlafen, schlafen, schlafen

Freitag, September 1st, 2006

Heute konnte ich endlich mal ausschlafen – und tat dies auch bis 13.30 Uhr… Danach arbeitete ich etwas und um 17 Uhr hatten wir einen Grillabend vom Zivilschutz (wegen der Schiess-WM). Ich blieb aber nur bis 19 Uhr und ging danach zu Stefan Hobi. Wir gingen ja zusammen in die Kanti, da er jetzt in Zürich Veterinärmedizin studiert und ich in Fribourg viel beschäftigt bin, sehen wir uns zur Zeit nicht gerade oft. Heute haben wir intensiv Fussball gespielt – mit der Playstation… Allerdings merkten wir zumindest am Anfang klar, dass uns die Übung fehlt, das Spiel war nicht gerade hochstehend. Danach bewies ich durch einige Niederlagen, dass ein Informatiker kein guter Computer-Spieler sein muss 😉

Mein „Hautschwund“ im Gesicht hat sich gebessert, das dunkelblaue Desinfektionsmittel scheint zu wirken. Zum Glück, habe es langsam satt immer gefragt zu werden, was ich habe. Vor allem weiss ich es selbst nicht warum es da plötzlich so brandblasenartige Dinger gab und die Haut verschwand und nicht mehr kommen wollte… Janu, jetzt besserts.
Dummerweise bin ich im Moment ziemlich erkältet, aber das kommt schon wieder.