Archive for the ‘York 2006’ Category

Gewitter und die Folgen

Freitag, August 18th, 2006

Letzte Nacht bzw heute Morgen hat es in York gewittert. Ein Blitz legte den Bahnhof lahm weil danach keine Signale mehr funktionierten. Etwas ueberrascht war ich vom Echo nach den Donnerschlaegen, ist doch hier alles so flach. Das Echo stammt aber gemaess Gastvater von den Gebaeuden! Ziemlich erstaunlich.
Nicht nur waehrend dem Gewitter kam Nasses von oben, sondern den ganzen Tag. Schon in der Wettervorhersage am Morgen (und die ist manchmal sehr ungenau!) hatte von „torrential downpours“ (etwa wolkenbruchartige Regenguesse) gesprochen. Dies stimmte heute eindeutig, es kam einiges an Wasser herunter.

Heute musste ich den Mittelfinger meiner rechten Hand speziell pflegen. Irgendwie hatte ich vor ein paar Tagen am Fingergelenk eine kleine Wunde, vermutlich irgendwo leicht aufgeschuerft oder so. Die wurde jedoch immer groesser und roeter, immer mehr Haut kam weg. Heute war das „Loch“ schon ein Quadrat mit der Seitenlaenge 1cm. Eine Mitstudentin (Deutsche, arbeitet aber in der Schweiz als Krankenschwester) meinte deshalb, ich solle den Finger mal in warmem Wasser baden und gut rausputzen, dann desinfizieren und abdecken. Dies hab ich nun gemacht, kam einiges an Haut weg. Hoffe, das nuetzt zusammen mit der Salbe die mir die Gastmutter gegeben hat. Sauber sollte die Wunde jetzt auf jeden Fall sein.

Volk von Geisterfahrern

Donnerstag, August 17th, 2006

Die Sitten auf der Strasse sind bekanntlich in Grossbritannien etwas anders als in Kontinental-Europa. Beispielsweise verkehren hier Millionen von Geisterfahrern… So kam es mir zumindest am Anfang vor, bis ich mich dann an den Linksverkehr gewoehnt hatte. So nach 2-3 Tagen hatte ich umgesattelt und jetzt schaue ich beim Fussgaengerstreifen schon lange zuerst nach rechts und erst nachher nach links. Habe mich sehr rasch daran gewoehnt.
Gewoehnungsbeduerftiger waren die Lichtsignale. Um die Strasse zu ueberqueren konnte man gerne mal so 5 Minuten verschwenden. Die Prioritaet ist bei den Lichtsignalen klar bei den Autofahrer. Bis es fuer die Fussgaenger mal gruen wird, dauert es ewig. Dafuer scheinen die Signale fuer die Fussgaenger nur Richtfunktion zu haben, kaum jemand haelt sich daran. Nach einiger Eingewoehnung achte auch ich nicht mehr darauf. Wenn gerade kein Auto kommt, dann gehts ueber die Strasse. Allerdings ist die Ruhephase (d.h. Orange) hier sehr kurz und es gibt kaum Phasen in denen von nirgends ein Auto kommt. Aber mit etwas Uebung gehts trotzdem. Velofahrer hat es uebrigens im Vergleich zur Schweiz sehr wenige.

Die Sirenen der Ambulanzen und der Polizeiautos ist hier voellig anders als in der Schweiz. Nicht das bekannte „Taduetadue“ sondern schlicht und einfach ein lautes, schrilles Gejaule. Je nach Fahrzeug (bei manchen funktioniert auch die Sirene nicht mehr so wie sie sollte!) kann das schon schmerzhaft sein wenn die an einem vorbeifaehrt. Dafuer wird sie meistens sofort gehoert und alle Autos gehen an den Rand und warten.
Mein persoenlicher Favorit ist aber die Veloambulanz: Da faehrt tatsaechlich ein Paramedic (also Rettungssanitaeter oder so) mit dem Velo rum, auf dem Gepaecktraeger so Velotaschen mit Medizinalmaterial und dem Aufdruck „Ambulance“. Er ist bis auf die kurzen, schwarzen Hosen voellig in leuchtendem Gelb gekleidet. Der Vorteil ist klar: Im dichten Verkehr gehts mit dem Velo schneller vorwaerts als motorisiert. Trotzdem war ich etwas ueberrascht als der mit Blaulicht und Sirene daherkam und bei Rot quer ueber die Kreuzung fuhr. Er hat tatsaechlich vorne auf dem Lenker ein kleines Blaulicht und dazu noch eine schrille Sirene (aggressives, lautes Zwitschern)! Mit dieser kommt er dann noch rascher voran, wird aber wohl am Abend Ohrenschmerzen haben davon…

A propos Gelb: Die gelben, reflektierenden Westen sind hier sehr beliebt. Viele Velofahrer sind damit unterwegs, aber auch Fahrer aller moeglichen Transportfahrzeuge spazieren dann mit dieser herum. Die Brieftraeger beispielsweise haben eine orange Weste an, ob sie motorisiert oder zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind.

Sonne und Brot

Mittwoch, August 16th, 2006

Heute Nachmittag gab es hier in York tatsaechlich Sonne! War wieder mal so richtig schoen. Koennte von mir aus laenger so bleiben…
Anders als das Wetter war heute die Schule – wir hatten Conditional und die Struktur eines Essays. Beides mehr nicht nur alter sondern schon fast antiker Kaffee fuer mich. Hab ich schon lange (Kanti) gelernt und seither staendig gebraucht. Waere wirklich nicht noetig gewesen und war entsprechend langweilig fuer mich (und war nicht der einzige). Aber was solls, wird schon wieder besser werden.

Da mein Brot von letzter Woche aufgebraucht ist, habe ich heute frisches Brot gemacht. Dieses Mal gibt es nun Nussbrot, wieder mit einer Mischung aus Vollkorn- und Weissmehl. Alles ausser der Trockenhefe (gibts nicht Bio, Frischhefe gibts ja auch nicht) ist Bio und aus Sainsbury’s. Freue mich schon auf den Zmittag morgen, wieder feines Brot.

Die Arbeit an www.broder.ch sollte nun auch abgeschlossen sein bzw ich sollte die Bugs geflickt haben die es noch hatte. Beim Verwenden der Uebersetzungsfunktion tauchten noch Probleme auf. Die Website gibt es nun naemlich auch in Polnisch, weitere Sprachen (unter anderem Russisch) folgen in Kuerze. Dies sollte aber mich nicht mehr betreffen, die Seite sollte jetzt definitiv funktionsfaehig sein.

Menuwechsel, Hausaufgaben

Dienstag, August 15th, 2006

Die „neue“ Klasse ist ganz, wuerde sagen ist die beste bisher. Die Abgaenge (und damit Verkleinerung) haben gut getan, die Neuzugaenge nicht geschadet… Jetzt gibts auch ploetzlich Hausaufgaben, was es vorher nicht gab – weil sie eh kaum jemand gemacht haette (Antwort der Lehrerin nachdem ich sie darauf angesprochen hatte…). Diese Woche haben wir sowieso Spezialprogramm, d.h. wir konnten angeben was wir durchnehmen wollen. Die letzten zwei Tage hat die Schule echt mal etwas gebracht.

Heute habe ich eine neue Version fuer den zMittag ausprobiert. Statt immer Konfituere in das selbstgebackene Broetchen zu tun habe ich es mit dem „franzoesischen“ (aus Sainsbury’s) Weichkaese Brie probiert. Hat mal etwas Abwechslung gebracht und war ganz gut. Morgen gibts nun den restlichen Kaese bevor ich dann wieder auf die guenstigere Konfituere umsattle… Allerdings merke ich gerade, dass ich vergessen hab mein Broetchen aus dem Gefrierschrank zu nehmen. Ich kann also meinen zMittag nicht mehr heute vorbereiten, weil ich das Broetchen nicht mehr aufschneiden kann…

Das Wetter hier in York ist immer noch gleich kalt und regnerisch und grau wie seit laengerer Zeit. Die Sonne sieht man kaum, heute Mittag schaute sie mal 5min hervor. Existieren tut sie also noch 😉 Aber mich stoert es nicht so, bin ja eh die meiste Zeit drin. Klar, fuer den Schulweg und die Mittagspause waere etwas schoeneres Wetter gemuetlicher, aber jetzt spaziere ich halt mit der Jacke rum. Muss sich halt anpassen.

Jetzt muss ich noch Hausaufgaben machen. Sind zwar nur noch die Freiwilligen uebrig, aber wenn es schon mal gibt, dann sollte ich sie auch machen…

Klasse besser & Italien naht

Montag, August 14th, 2006

Heute waren wir in meiner Klasse nur noch 9 Leute – gegenueber 15 letzte Woche. Das war heute eindeutig besser. Morgen kommen zwei neue Leute, mal schauen wie das wird. Wird schon gut gehen. In der zweiten Stunde am Morgen hatten wir einen Lehrer, da Dave eine Woche Ferien hat. Er wird durch Nigel („Naitschel“) vertreten. Heute war es ganz gut, hatten Ausspracheuebungen und feilten also an unserer Detail-Aussprache.

Heute habe ich die Bestaetigung fuer Italien, inklusive Angabe der Gastfamilie, erhalten. Witzigerweise werde ich an der Via San Gallo, 67 wohnen! Die Gastmutter heisst Carla Baldecchi-Tozzi, die Tochter Sara. Ein Mann scheint nicht vorhanden zu sein (auf jeden Fall ist nichts angegeben), dafuer eine Katze… Geraucht wird im Haus nicht, allerdings raucht die Tochter ausserhalb des Hauses. Ich solle die Leute anrufen um meine genau Ankunftszeit mitzuteilen – das wird ja witzig mit meinem Italienisch 😉 So ein direktes Gespraech geht ja noch, aber ohne das Gegenueber zu sehen wirds wohl schwierig. Vielleicht schicke ich auch einfach eine Mail…

Meinem Knie gehts uebrigens immer besser. Kann mich ueberhaupt nicht beklagen. Das einzige was ich noch spuere sind nach langen Spaziergaengen meine spaerlichen Muskeln im rechten Bein. Aber nach ein paar Dehnuebungen geht das dann jeweils wieder ganz gut. Und den Schulweg (ca 20min) kann ich absolut problemlos in zuegigem Tempo zuruecklegen.
Das Kniegelenk schmerzt nicht mehr seit der Operation (naja, ein paar Tagen danach…). Im Moment kann ich wirklich sagen, dass sich die Operation in St. Moritz gelohnt hat. Vorher haette ich nie so weit gehen koennen und schon gar nicht schmerzfrei. Bin also wirklich zufrieden!

Schlafen und Arbeiten

Sonntag, August 13th, 2006

Der heutige Sonntag ist rasch erzaehlt: Bis am Mittag schlief ich gemuetlich, danach gabs Omeletten zum Zmorgen (!). Den ganzen Nachmittag hab ich dann gearbeitet, musste noch fuer einige Websites (www.sportwoche.ch und www.broder.ch) Erweiterungen programmieren. Zum Znacht gabs Poulet, eine Riesenkartoffel und Gemuese. Jetzt werde ich dann wohl noch etwas lesen, meinen Zmittag vorbereiten (= Sandwich) und dann ins Bett. Insgesamt also ein recht unspektakulaerer Sonntag. Das hiesige Wetter laedt aber auch nicht gerade zu Ausfluegen ein. Tagestemperaturen sind so bei 15 Grad und ausserdem ist es ziemlich feucht…

Stadtfuehrung, Zugbillet

Samstag, August 12th, 2006

Heute morgen machte ich um 10.15 eine gefuehrte Tour durch die Stadt mit. Diese wird 3 Mal taeglich von Volunteer Guides, also freiwilligen Fuehrern, gratis angeboten und dauert rund 2 Stunden. Trotz stuermischen Winden und kuehlen Temperaturen hat es sich gelohnt, war ganz interessant. Ich habe einige Hintergrundinformationen gelernt. Nach der Fuehrung spazierte ich wieder Mal etwas auf den Stadtmauern rum.
Nach der Touristenphase ging ich auf den Bahnhof um mein Zugsbillet fuer die Heimreise in zwei Wochen zu kaufen. Ich fliege ja ab Liverpool und muss deshalb mit dem Zug nach Liverpool. Bei Fruehbuchung sei es guenstiger wurde mir gesagt. Tatsaechlich: Kostete mich fuer die Hinreise ein Einfachbillet 29.10 Pfund (knapp 70 Franken), zahlte ich jetzt fuer ein Retourbillet 23 Pfund – wenn ich aber einfach geloest haette, haette ich wieder 29 Pfund zahlen muessen. Nun habe ich halt ein Retourbillet, brauche aber nur die Hinfahrt. Also, wenn jemand am 28. August um 20:22 von Liverpool nach York fahren will: Ich hab ein gratis Ticket zu bieten! Umbuchen kann man auch, kostet aber 5 Pfund. Drum musste ich zwei Mal auf den Bahnhof: Fuer mein Ticket musste ich den genauen Zug angeben. Da ich jedoch nicht mehr sicher war, wann der Bus zum Flughafen faehrt und wann ich einchecken muss, musste ich „rasch“ (25min pro Weg) heim spazieren.

Ich werde am Morgen um 6.26 in York den Zug nehmen und um ca 7 Uhr in Leeds umsteigen und nach Liverpool fahren. Geht alles gut bin ich um 8.58 in Liverpool um dort um 9.30 den Bus zum Flughafen (45min) zu nehmen. Danach kann ich einchecken und die Sicherheitskontrollen ueber mich ergehen lassen ehe um 13.20 mein Flug geplant ist. Mal schauen, vielleicht muss man ja bis dann saemtliche Kleider einchecken und nackt durch die Sicherheitskontrollen und in das Flugzeug. Viel fehlt nicht mehr – Schuhe und Socken muss man schon ausziehen damit diese anstaendig geroengt werden koennen! Hoffe einfach, mein Metall im Schienbein gibt dann nicht an (bei der Hinreise toente nichts), koennte trotz Roentgenbildern noch unangenehm werden…

Von der Polizei hab ich heute mehr gesehen als gewohnt: Vor dem Bahnhof standen ueber 10 Polizeiautos mit Blaulicht herum um dann ein paar Football-Fans zum Stadion zu begleiten. War etwas kurios, soviel Polizei – inklusive Polizeihunden und „mobile CCTV“ (mobile Videoueberwachung). Spaeter waren sie dann im Zentrum der Stadt aktiv, gerade als ich durch eine Strasse spazierte kamen insgesamt 12 Polizeiautos, wieder mit Hund und Kamera, angerast und verstopften die ganze Strasse. Offenbar gab es im Garten des Pubs „Judges Lodging“ irgendwelche unfreundliche Begegnungen zwischen verschiedenen Leuten, auf jeden Fall rannten alle Polizisten dorthin…

Am Abend ging ich dann mit einigen anderen Studenten in den Ausgang. Die Italiener unter ihnen flogen heute morgen frueh heim bzw wollten dies wenigstens tun. Ob es auch geklappt hat, weiss ich noch nicht. Sie flogen ab London Heathrow und dort fiel heute ein Drittel aller Fluege aus.

Minster und Party

Freitag, August 11th, 2006

Heute Freitag habe ich endlich mal das Minster von York besucht und nicht nur von aussen angeschaut. Ziemlich eindruecklich, dieses Gebaeude – riesig! Und auch der Untergrund war interessant, dort mussten sie um 1970 graben um den Turm wieder zu stabilisieren. Dieser drohte naemlich umzustuerzen. Wegen der spaeten Stunde verzichte ich auf eine ausfuehrlichere Beschreibung – viele Infos gibt es aber unter http://www.yorkminster.org/, Fotos gibts in der Bildergalerie.

Heute Abend fand in einem Pub in der Stadt eine Party der Schule statt. War so etwas wie eine grosse Abschiedsparty, dieses Wochenende reisen naemlich viele Studierende heim oder sonst weiter. War ganz gemuetlich, auch eine Gelegenheit, mal mit anderen Leuten als denen aus der eigenen Klasse in Kontakt zu kommen. Viele Fotos davon sind in der Bildergalerie.

Morgen mache ich vermutlich eine gefuehrte Tour durch York, angeboten von Volunteers, d.h. Freiwilligen. Danach noch von den Italienern verabschieden, die reisen am Sonntag zurueck.

Terror, Radio, Uni

Donnerstag, August 10th, 2006

Heute war einiges los:
Waehrend dem Zmorgen sah ich auf BBC (BBC Breakfast News) die Nachrichten, die von einer verhinderten Terror-Katastrophe und massiven Einschraenkungen beim Handgepaeck sprachen. Danach spazierte ich zur Schule und wurde unterwegs von einer BBC-Radiojournalistin aufgehalten. Sie fragte, ob sie mir ein paar Fragen stellen koenne. Sie wollte dann meine Meinung zu diesem neuen Terrorproblem hoeren. Ich denke, reisen ist jetzt wohl muehsamer aber nicht gefaehrlicher.
Muehsam ist das Flug-Reisen (und hier auch der Zug, weil viele Leute umsteigen) wegen den extremen Einschraenkungen zum Handgepaeck, verordnet durch das Innenministerium (www.homeoffice.gov.uk). Einige Kollegen von mir, die am Wochenende heimreisen, sind nun davon massiv betroffen. Das Handgepaeck wurde quasi verboten, ausser Pass/Ticket und Portemonnaie ist so ziemlich alles verboten. Die Liste der erlaubten Dinge ist:

All cabin baggage must be processed as hold baggage and carried in the hold of passenger aircraft departing UK airports.
The only items that may be taken through airport security search points and in to the cabin, in a single (ideally transparent) plastic carrier bag, are the following:

  • pocket-size wallets and pocket-size purses plus contents (for example money, credit cards, identity cards, etc – handbags are not allowed.
  • travel documents essential for the journey (eg, passports and travel tickets)
  • prescription medicines and medical items sufficient and essential for the flight (eg, diabetic kit), except in liquid form unless verified as authentic
  • spectacles and sunglasses, without cases
  • contact lens holders, without bottles of solution
  • for those travelling with an infant: baby food, milk (the contents of each bottle must be tasted by the accompanying passenger) and sanitary items sufficient and essential for the flight (nappies, wipes, creams and nappy disposal bags)
  • female sanitary items sufficient and essential for the flight, if unboxed (eg, tampons, pads, towels and wipes)
  • tissues (unboxed) and/or handkerchiefs
  • keys (but not with electrical key fobs)

Nothing may be carried in pockets.

Damits auch alle verstehen, hier eine Uebersetzung:

Das gesamte Handgepaeck muss eingecheckt und im Frachtraum der Passagierflugzeuge, die England verlassen, transportiert werden.
Die einzigen Dinge die durch die Flughafen-Sicherheitskontrollpunkte und in einem einzigen (idealerweise durchsichtigen) Plastiksack in die Kabine genommen werden duerfen sind die Folgenden:

  • Taschengrosse Brieftaschen und taschengrosse Portemonnaies mit Inhalt (zum Beispiel Geld, Kreditkarten, Identitaetskarten) – Handtaschen sind nicht erlaubt.
  • Unbedingt fuer die Reise notwendige Reisedokumente (z.B. Pass und Flugticket)
  • Verschriebene Medikamente und und unbedingt fuer den Flug benoetigte medizinisches Zubehoer (z.B. Diabetikerset), nicht aber in fluessiger Form, ausser die Echtheit ist bestaetigt.
  • Brillen und Sonnenbrillen, ohne Etui
  • Kontaktlinsenbehaelter, ohne Flasche mit Linsenmittel
  • Fuer Reisende mit einem Kind: Baby-Nahrung, Milch (der Inhalt jeder Flasche muss durch den begleitenden Passagier getestet werden) sowie fuer den Flug noetige Hygieneartikel (Windeln, Wischtuch, Cremen und Windel-Saecke)
  • Fuer den Flug noetige Hygieneartikel fuer Frauen (Tampons, Tuechlein und Wischtuecher), nicht in Schachtelfemale
  • Papiertuecher (nicht in Schachtel) und/oder Taschentuch
  • Schluessel (aber nicht mit elektrischen Bestandteilen)

In den (Hosen-)Taschen darf nichts transportiert werden.

Ich hoffe mal, das Ganze beruhigt sich bis zu meinem Rueckflug in zwei Wochen.

Etwa die Haelfte meiner stuendigen Mittagspause verbrachte ich am Telefon mit der Uni Fribourg und versuchte, etwas bezueglich meinem Nebenfach herauszufinden. Nach vergeblichem Versuch mit einer Dame auf dem Dekanat (auf Franzoesisch, die kam zusammen mit der restlichen Dekanat-Belegschaft zum Schluss dass sie da nicht zustaendig seien) wurde ich mit einem italienischsprachigem (aber Hochdeutsch sprechendem) Mitarbeiter des Nebenfach-Departements verbunden. Dieser ist grundsaetzlich fuer alle reglementarischen Belangen des Nebenfach-Departements zustaendig und fand nach recht langer Diskussion heraus, dass mein Fall sehr speziell sein, aber im Normalfall eine ungenuegende Note kein Problem sei. Aber: Meine Nebenfachkombination sei eigentlich fuer Studenten der philosophischen Fakultaet gedacht gewesen, weil die damals schon das Bachelorsystem gehabt haetten (dass das bei den Naturwissenschaftlern auch schon der Fall war, das wusste er nicht). Und bei der philosophischen Fakultat gelte dass jede Pruefung bestanden werden muesse. Gemaess Bachelorreglement, indem ich ja vom Hauptfach her sei, gelte das Reglement der Nebenfachfakultaet. Nun hat die aber kein schriftliches Reglement fuer mein Nebenfach, denn es sei kein normales Bachelornebenfach (weil sie das damals noch gar nicht hatten). Daher koenne er mir da keine verbindliche Auskunft geben und ich muesse warten, bis die Nebenfachsekretaerin wieder zurueck ist. Das ist am 21. August der Fall und ich werde sie dann anrufen muessen.
Immerhin weiss ich jetzt, dass es kein rechtes Reglement gibt und damit wohl etwas Verhandlungsspielraum besteht. Auf jeden Fall habe ich festgestellt dass ich bei jeder Pruefungsanmeldung bestaetigen musste, dass ich zur Kenntnis genommen habe, dass Bachelorreglement gilt. Hoffe einfach, es klappt mit dem Telefongespraech dann auch in einer Woche.

IELTS-Test

Mittwoch, August 9th, 2006

Gestern und heute, jeweils am Nachmittag, hatten wir einen IELTS-Test. IELTS (www.ielts.org) ist das Diplom, das ich machen werde. Es gibt kein bestanden oder nicht bestanden, sondern einfach eine Note von 1 bis 9, wobei die verschiedenen Noten fuer verschiedene Level stehen. 9 heisst beispielsweise „Expert user“ (absolut fehlerfrei), 8 ist „very good user“ (vereinzelte Fehler), 7 ist „good user“ (selten Fehler) etc. Die Pruefung ist in vier Teile geteilt: Listening (Hoerverstaendnis), Reading (Textverstaendnis, akademische Texte z.B. ueber chemische Dinge oder so), Writing (Schreiben, zweigeteilt in Beschreibung eines Diagramms sowie einem Report) sowie das Speaking.
Gestern und heute hatten wir einen Testdurchgang fuer Listening, Writing und Reading. Mit meinen Resultaten bin ich ziemlich zufrieden. Im Listening hatte ich 38 von 41 Punkten, was fuer eine 8 reicht (immer ein Punkt pro Frage). Ein Fehler war ziemlich dumm – ich konnte mich partout nicht mehr daran erinnern wie man die weibliche Anrede (Mrs) schreibt und schrieb es als Misses aus – leider schreibt sich das nicht… Im Reading hatte ich 38 von 40 Punkten. Im ersten Teil des Writings gab es 6.5 Punkte, im zweiten 7.5 (also gesamthaft 7). Mit meinem ersten Teil war ich ueberhaupt nicht zufrieden, scheint aber doch recht gut zu sein. Auf jeden Fall nahm mir die Lehrerin heute immer wieder mein Blatt weg um es anderen, die Fragen hatten, als Musterbeispiel zu zeigen… Und mein Reading-Loesungsblatt diente den anderen als Vorlage um herauszufinden was denn bei ihnen falsch war (es stand naemlich nicht was falsch war sondern nur dass es falsch war).

Nach der Schule ging ich heute nochmals auf einen Spaziergang auf den Stadtmauern. Dabei besuchte ich einen Teil den ich bis jetzt noch nicht gesehen hatte. Am Ende der Mauern besuchte ich das Monkgate-Museum, d.h. das innere eines Stadttores. War ziemlich eindruecklich, insbesondere die Gefaengniszelle die einen Durchmesser von gerade mal etwa 1.6m hatte! Diese wurde im Mittelalter fuer Katholiken benutzt die sich weigerten zum protestantischen Glauben zu konvertieren. Das Verbot der roemisch-katholischen Kirche wurde in England erst Mitte 19. Jahrhundert aufgehoben!

Eigentlich wollte ich heute mit den Italienern bowlen gehen. Da diese aber bereits um 16.30 Uhr gingen, gingen nur die Juniors – und die kenne ich erstens nicht und zweitens sind die so 15-16 Jahre alt und damit etwas gar jung fuer mich. Drum lese ich jetzt dann halt etwas in meinem Buch oder schaue wieder TV – Dokumentarserie ueber den Heathrow-Flughafen. Interessante Hintergrundberichte und „behind the scene“-Reportage, Dinge also die man normalerweise nicht zu sehen bekommt. Heathrow scheint wirklich ein riesiger Flughafen zu sein, es wurden Leute gezeigt die eine viertelstuendige Busfahrt machen mussten um vom einen Terminal zum anderen zu wechseln. Da bin ich richtig froh ist Liverpool so ein Mini-Flughafen…

Noch ein kleines Update: Wegen dem Nebenfach habe ich immer noch nichts gehoert. Die scheinen in einen tiefen (Winter-)Schlaf versunken zu sein – ich werde morgen frueh anrufen und denen mal etwas Beine machen.