Archive for the ‘Kambodscha’ Category

Strand-Feeling und High-Tech Zugsbilletkauf

Freitag, April 6th, 2018

Weiter wieder aus Kambodscha ­čÖé

Von Koh Rong gings f├╝r uns mit dem Schnellboot zur├╝ck aufs Festland nach Sihanoukville und von dort per Tuk Tuk zum Otres Beach. Wie auch in Koh Rong hatten wir eine kleine H├╝tte, diese hier war aber deutlich besser ausgestattet, sauberer und gr├Âsser. Die H├╝tte war ebenfalls in der N├Ąhe des Strandes, welcher auch sch├Ân, aber deutlich touristischer war. Mehrere Restaurants, Bars und g├╝nstige Backpacker-Unterk├╝nfte reihten sich den ganzen Strandabschnitt entlang eng aneinander. Trotzdem liess es sich gut im Sand spielen, im Wasser baden oder auch einfach am Strand flanieren und etwas essen. Wir assen jeden Abend in einem dieser Strandrestaurants, ein Traum f├╝r die Kinder: im Meer baden bis das Essen serviert wurde, und nach dem Essen gleich neben dem Tisch „s├Ąnd├Ąl├Ą“. Und dabei auch noch dem Sonnenuntergang zuschauen.

Billetschalter

Wir verbrachten insgesamt 3 N├Ąchte, also 2 ganze Tage in Otres. Am ersten Tag ging es mit dem Tuk Tuk zum Kbal Chhay Wasserfall, mehr dazu dann im n├Ąchsten Beitrag. Und am zweiten Tag fuhren wir ins Stadtzentrum von Sihanoukville. Dort besuchten wir den Markt, welcher sehr ├Ąhnlich zu den vietnamesischen M├Ąrkten ist. Und dann mussten wir noch Zugs-Billette kaufen, den f├╝r den n├Ąchsten Tag stand die Reise mit dem Zug in die Hauptstadt Phnom Penh auf dem Programm. Vom Tuk Tuk Fahrer liessen wir uns dazu zum Bahnhof fahren und dort zum „Billetschalter“ bringen. Eigentlich erwarteten wir schon keinen modernen Schalter, aber was wir antrafen, ├╝berraschte uns dann doch etwas: Der Fahrer brachte uns zu einer der H├╝tten neben den Gleisen. Vor der H├╝tte war eine Mutter gerade dabei, ihren Kindern das Abendessen zu geben. Nach kurzer Wartezeit holte sie dann einen Block und einen Stift und f├╝llte uns so ganz einfach und von Hand das Billet aus. Der Tuk Tuk Fahrer half uns dabei bei der ├ťbersetzung. Nachdem wir 16 USD f├╝rs Billet bezahlt hatten, liessen wir uns vom Fahrer wieder in unserer Unterkunft bringen und vereinbarten mit ihm gleich, dass er uns am n├Ąchsten Tag zum Bahnhof bringen w├╝rde. Und zwar bereits um 6.00 Uhr, denn der Zug sollte um 7.00 Uhr abfahren. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir problemlos auch etwas l├Ąnger h├Ątten schlafen k├Ânnen ­čÖé

High-Tech Zugsbillet f├╝r unsere Reise – am Ende wurde das Ticket wieder eingezogen

Inselparadies Koh Rong

Montag, M├Ąrz 26th, 2018

Die n├Ąchste Station unserer Kambodscha-Reise war die Insel Koh Rong. Mit dem Flugzeug gings von Siem Reap nach Sihanoukville und von dort die ca. 25km mit dem Schnellboot zum Coconut Beach. Dort hatten wir eine kleine einfache H├╝tte, nur wenige Meter entfernt von einem wundersch├Ânen Strand. Wir verbrachten 2 N├Ąchte auf der Insel. Die Zeit vertrieben wir uns mit baden, essen und erholen sowie einem kleinen Spaziergang ins Innere der Insel. Die Insel bietet nicht viel Abwechslung, weshalb uns diese 2 N├Ąchte auch gen├╝gten. Der Strand war super geeignet f├╝r die Kinder: sauberer Sand, welcher trotz der herrschenden Hitze nie zu heiss wurde um barfuss darauf zu laufen und ein weit hinaus flaches, klares und ebenfalls sauberes Meer. So konnten wir die Kinder problemlos frei spielen lassen. Flurina hatte sich schnell mit der kleinen Tochter der Besitzer angefreundet und verabschiedete sich jeweils schon vor dem Fr├╝hst├╝ck von uns, um mit dem M├Ądchen spielen zu gehen. Ein Highlight wartete jeweils abends auf uns: wenn man etwas vom beleuchtenden Strand wegschwamm, sah man bei jeder Bewegung des Wassers viele winzigkleine, blauleuchtende Punkte: leuchtendes Plankton. W├Ąhrend dies Ursin nicht gross interessierte und er einfach nur Freude am Wasser hatte, fand es Flurina sehr spannend und versuchte, die sonst von Auge nicht sichtbaren „Tierchen“ mit der Hand zu fangen. Es g├Ąbe auch abendliche Bootstouren, auf denen man das Ph├Ąnomen wohl noch besser h├Ątte sehen k├Ânnen, wir hatten aber das abendliche Bad im Meer bevorzugt.

 

Wer auf die Insel geht, muss ├╝brigens ein bisschen vorsorgen: es gibt nirgends einen Bacomaten und in unserer Gegend gab es auch keinen Laden (ob es auf der Insel ├╝berhaupt einen gibt, weiss ich gar nicht). Wenn man zu einem anderen Strand oder in eines der wenigen D├Ârfer will, kommt man nur mit dem Boot hin. Oder man trotzt der Hitze und sucht sich den Weg zu Fuss, dabei aber darauf achten, dass man um 18.00 Uhr wieder zur├╝ck ist, sonst wird’s stockdunkel… denn Strassenlaternen gibt es genau so wenig wie Wegweiser. Ganz Mutige k├Ânnen sich auch ein „Motorbike“ mieten, wobei die Strassen nicht mit denen auf dem Festland zu vergleichen sind… Und: beim Schnellboot f├╝r die Verbindung zum Festland das Wort „Schnell“ bitte nicht zu ernst nehmen, den das Boot f├Ąhrt mehrere Str├Ąnde an, die Reihenfolge ist dabei Gl├╝ckssache. Wir hatten etwa doppelt so lange wie angegeben bis wir da waren, nat├╝rlich ohne Info ­čśë und ob einen das Boot auch wirklich zur angegebenen Zeit wieder auf der Insel abholt, weiss niemand im Voraus. Es kann ohne Weiteres auch einfach erst eine Stunde sp├Ąter auftauchen, halt je nach Reihenfolge… Also etwas Geduld sollte man auch mitnehmen ­čÖé

Angkor Wat

Freitag, M├Ąrz 16th, 2018

An unserem zweiten Tag in Siem Reap stand der Besuch der Tempelanlagen von Angkor Wat auf dem Programm. Nach den guten Erfahrungen mit dem Tuk-Tuk-Fahrer des Vortages, machten wir mit ihm ab, dass er uns auch in Angkor Wat zur Verf├╝gung stehen w├╝rde. Und da in jedem Reisef├╝hrer der Sonnenaufgang als ganz besonderes Erlebnis empfohlen wird, und wir diesen auch einmal erleben wollten, vereinbarten wir mit dem Fahrer, dass er uns bereits um 5 Uhr morgens vor dem Hotel abholen w├╝rde. So k├Ąmpften wir uns fr├╝h aus dem Bett und standen p├╝nktlich um 5 Uhr beim Treffpunkt. Von unserem Fahrer aber leider keine Spur. Ein anderer Fahrer wollte die Chance gleich nutzen und bot sich uns an. Allerdings warteten wir noch, in der Hoffnung, unser Fahrer w├╝rde schon noch eintreffen. Um 5.15 Uhr entschieden wir uns dann aber doch f├╝r den anderen Fahrer, schliesslich wollten wir p├╝nktlich zum Sonnenaufgang in der Anlage sein. Und unseren Tagespass mussten wir auch noch kaufen.

Unseren „Ersatzfahrer“ mussten wir zuerst lange davon ├╝berzeugen, dass wir nicht eine Standard-Tour machen wollten, wie sie hunderte andere Touristen zeitgleich absolvieren, sondern unsere individuell zusammengestellte Tour. Irgendwann hatte er es dann verstanden und fuhr uns f├╝r den Sonnenaufgang zum ehemaligen k├Âniglichen Badesee Srah Srang. Obwohl wir sp├Ąter als geplant unterwegs waren und beim Ticketkauf lange anstehen mussten, waren wir doch rechtzeitig dort. Wie erwartet versammelten sich hier nur wenige Touristen und es war ruhig und gem├╝tlich. Irgendwann wurde es dann auch heller, doch leider war es wolklig. Nur ab und zu sah man die gross wirkende Sonne zwischen den Wolken. Bei weitem sah es aber nicht so spektakul├Ąr aus wie in den Reisef├╝hrern… dennoch genossen wir die ruhige Atmosph├Ąre, bevor wir ab 7.30 Uhr praktisch alleine den gegen├╝berliegenden Banteay-Kdei-Tempel besichtigen konnten. Und hier wartete ein wohl bleibendes Erlebnis auf unsere Kinder: eine Frau sass vor einem buddhistischem Altar im Tempel und w├╝nschte allen Besuchern ein gutes neues Jahr (was sie uns sonst noch w├╝nschte, verstanden wir leider nicht). Dazu bekamen wir ein B├Ąndeli ums Handgelenk gebunden und ein R├Ąucherst├Ąbchen, welches wir in einen Topf stecken durften. Den ganzen Tag ├╝ber trugen die Kinder das B├Ąndeli mit Stolz. Sogar Ursin, welcher solche Sachen sonst gar nicht tragen mag ­čÖé

Unser Fahrer wartete wie abgemacht auf der anderen Seite des Tempels und fuhr uns dann zum ber├╝hmten Ta Prohm Tempel. Hier waren deutlich mehr Leute und wir bekamen einen Eindruck davon, wie voll es sein muss, wenn man die Tempel wie empfohlen mit den Touristenmassen abfahren w├╝rde. Es lohnt sich also definitiv, sich individuell eine Tour zusammenzustellen!

Der n├Ąchste Besuch war Ta Keo, ein Pyramidentempel, welcher┬á
vorallem beim Abstieg einiges an Mut und ├ťberwindung kostete. Denn die Treppe ist sehr steil und die Stufen so schmal, dass es nicht m├Âglich ist, den Fuss gerade drauf zu stellen. Ausserdem sind die Stufen sehr uneben und unregelm├Ąssig. Eine Herausforderung, vorallem, wenn man noch Kleinkinder im Manduca tr├Ągt! Rauf war kein Problem, aber einmal oben, mussten wir nat├╝rlich wieder runter. Und wie steil und hoch die Treppe wirklich ist, wird einem erst beim Anblick von oben bewussst… So kletterten wir auf allen Vieren wieder runter, und zum Gl├╝ck waren noch 2 andere Touristen oben, welche uns unseren Rucksack abgenommen hatten. So hatten wir wenigstens etwas aus dem Weg ­čÖé Der Tempel wird weniger von den Touristenbussen angefahren, ist aber definitiv einen Besuch wert.

Nach einigen weiteren, kleineren Tempeln auf dem Weg,
standen dann nat├╝rlich noch die zwei bedeutendsten Anlagen auf unserem Programm: Angkor Thom mit dem Bayon-Tempel und Angkor Wat selber. Beides ist nat├╝rlich absolut sehenswert, doch mir pers├Ânlich war es zu touristisch und ├╝berlaufen, da hatten uns die kleineren, ruhigeren Tempel besser gefallen. Und wir hatten es wohl noch gut getroffen, denn f├╝r zuoberst in Angkor Wat mussten wir keine Minute anstehen, gem├Ąss den Infotafeln sieht es sonst wohl ganz anders aus, da sind Wartezeiten von ├╝ber einer Stunde aufgef├╝hrt! Und Achtung: sie lassen dort keine Kinder unter 12 auf die Treppe, nicht mal im Manduca. So mussten wir getrennt hoch, w├Ąhrend der andere bei den Kindern blieb. Unsere Kinder st├Ârte es aber nicht. Sie suchten sich einen Security, mit dem sie die Wartezeit bl├Âdelnd ├╝berbr├╝cken konnten ­čÖé

Ziemlich m├╝de nach dem Tag liessen wir uns anschliessend wieder zur├╝ck
ins Hotel fahren und freuten uns auf eine erfrischende Dusche und ein feines Abendessen in der Stadt. Nach l├Ąngerer Ungewissheit, ob einen Tag f├╝r Angkor Wat f├╝r uns ausreichend ist, waren wir schlussendlich froh, uns nur f├╝r den einen Tag entschieden zu haben. Den mit den Kindern ist es absolut ausreichend! Auch wir f├╝r uns hatten auch das Gef├╝hl, dass gesehen zu haben, was wir uns vorstellten. Und so ein Tag bei der Hitze und 2 Kleinkindern, welche ein Grossteil der Zeit getragen werden wollten, schlauchte ganz sch├Ân ­čÖé

(Bei unserem kleinen Spaziergang abends in der Stadt trafen wir ├╝brigens noch „unseren“ Fahrer. Er hatte verschlafen und tauchte nur wenige Minuten sp├Ąter auf, nachdem wir uns f├╝r den anderen Fahrer entschieden hatten. Leider hatten wir vergessen, die Telefonnummern auszutauschen, so konnte er sich nicht melden.)

 


 

 

Musical-Premi├Ęre in Siem Reap

Donnerstag, M├Ąrz 8th, 2018

Nach unserem┬áLuxuseinkauf wollte uns der Fahrer unbedingt noch die Abend-Show „Smile of Angkor“ (leider war das Fotografieren verboten, drum gibt es hier keine Bilder vom Musical) empfehlen. Wir waren in der Zwischenzeit ziemlich m├╝de von den ganzen Eindr├╝cken und der Hitze und hatten Bedenken, ob die Show mit zwei m├╝den Kleinkindern wirklich eine gute Idee sei. Der Fahrer liess aber nicht locker und versicherte uns, es gehe problemlos mit den Kindern. So liessen wir uns von ihm zu einem Touristenb├╝ro bringen, um uns dort unverbindlich informieren zu lassen, denn wir wussten ja noch gar nicht, was es genau f├╝r eine Show sei. Nachdem uns auch der Angestellte des Touristenb├╝ros versicherte, dass es gut mit den Kindern gehe, kauften wir die Billette. Unser Fahrer brachte uns darauf hin zur├╝ck ins Hotel. Viel Zeit zum Ausruhen blieb uns dort aber nicht, schon nach 10 Minuten holte er uns wieder ab, denn vor der Show gab es noch ein Buffet zum Znacht.

Unsere Kinder waren mittlerweile fast zu m├╝de zum Essen, wir hatten deshalb erneut Bedenken, ob wir uns richtig entschieden hatten. Aber wir hatten die Billette ja bereits gekauft, also zogen wir es auch durch. Und kaum hatte die Show angefangen, waren die Kinder gefesselt von der Darbietung! Die ganzen 1 1/2h schauten sie ununterbrochen zu und waren fasziniert von den T├Ąnzen, der Musik und den aufw├Ąndigen und teils riesigen B├╝hnenbildern. Vor allem Ursin war begeistert dabei. Jedes Mal, wenn das Licht abgedunkelt wurde, klatschte er wie verr├╝ckt. Und auch bei den unheimlicheren Szenen liessen die Kinder kaum einen Blick abschweifen, obwohl es manchmal schon recht angsteinfl├Âssend war, denn da wurden zum Beispiel nur ein paar Meter vor uns (wir sassen in der ersten Reihe) K├Ąmpfe ausgetragen, mit Ritterausr├╝stungen und Lanzen. Teilweise waren wir sogar ein kleiner Teil der Show, so wurden wir mit Rosenbl├Ąttern beworfen oder mussten eine Kerze anz├╝nden. Ursin hatte Spass daran, einige Tanzbewegungen nachzumachen und den Schauspielern zuzuwinken. So schaffte er es immer wieder, dem einen oder anderen konzentrierten (oder doch nicht so ganz?) Schauspieler ein Zur├╝ckl├Ącheln oder Zur├╝ckwinken zu entlocken ­čÖé

Erst nach der Show meldete sich bei den Kindern die M├╝digkeit wieder. Und so ging es nicht lange, und beide schliefen auf dem Nachhauseweg im Tuk-Tuk ein ­čÖé

Luxuseinkauf bei Behinderten in Siem Reap

Dienstag, M├Ąrz 6th, 2018

Nach dem Ausflug zum Tonle Sap See hatten wir noch einen ganzen Nachmittag Zeit, um etwas von Siem Reap zu sehen.┬á Wir liessen uns von unserem Tuk-Tuk-Fahrer zu einer von ihm empfohlenen sozialen Einrichtung bringen, in der k├Ârperlich Behinderte auf traditionelle Art Souvenirs herstellen.

Nachdem wir den Menschen etwas ├╝ber die Schultern geschaut hatten, betraten wir deren Laden. Und waren erstaunt ├╝ber die riesige Auswahl an Souvenirs in┬áallen Preisklassen!┬áWir brauchten einige Zeit, bis wir alles gesehen hatten. Die Verk├Ąuferinnen folgten uns auf Schritt und Tritt, erkl├Ąrten und zeigten uns mit viel Geduld ihr Sortiment.┬áWir fanden einige handgemachten Seifen und T-Shirts f├╝r die Kinder.

Immer wieder lieb├Ąugelten wir auch mit den sch├Ân gemalten Bildern, welche im ganzen Raum verteilt waren. Nach l├Ąngerem hin- und her├╝berlegen, entschieden wir uns, zwei davon zu kaufen.┬áUnd nach nochmals l├Ąngerem ├╝berlegen, konnten wir uns auch endlich f├╝r zwei entscheiden. Die Verk├Ąuferinnen freuten sich ├╝ber unsere Entscheidung, und w├Ąhrend sie die Rechnung von Hand ausf├╝llten und unsere Artikel sorgf├Ąlltig verpackten, durften wir uns ausruhen und bekamen ein k├╝hles Wasser serviert. Auch unser Tuk-Tuk-Fahrer freute sich ├╝ber unseren Einkauf und bedankte sich bei uns, dass wir so die sozial benachteiligten Menschen unterst├╝tzt haben (unser Einkaufsbetrag von ├╝ber 100.00 USD war wohl nicht ganz allt├Ąglich).

 

Kambodscha: Tonle Sap See

Sonntag, M├Ąrz 4th, 2018

Tß║┐t: die Zeit des Reisens – die Einheimischen reisen innerhalb des Landes f├╝r Verwandtenbesuche und die Ausl├Ąnder zieht es scharenweise ins Ausland, da in Vietnam in der Zeit fast alles geschlossen oder ├╝berteuert ist. So suchten auch wir nach einem Reiseziel. Nach l├Ąngerem ├ťberlegen entschieden wir uns f├╝rs Nachbarsland Kambodscha.

Unsere erste Station in Kambodscha war Siem Reap. Siem Reap liegt etwa 1 Flugstunde entfernt von Saigon und ist durch seine Tempelanlagen von Angkor Wat weltbekannt. F├╝r den ersten Tag entschieden wir uns, an den Tonle Sap See zu fahren (etwa 15km ausserhalb) und dort ein Pfahlbauerdorf zu besuchen. Der Wasserstand des Sees ist starken Schwankungen ausgesetzt, entsprechend haben sich die Menschen mit ihren H├Ąusern auf Stelzen diesen Umst├Ąnden angepasst. Wie wir dann aber von 2 Tuk-Tuk-Fahrern erfahren haben, lohne sich ein
Besuch dieser D├Ârfer bei der herrschenden Trockenzeit nicht. Der Wasserstand sei so tief, dass die H├Ąuser nicht im Wasser seien, sondern im trockenen und der Boden mit Abfall und Schlamm ├╝bers├Ąht sei.

Ein Tuk-Tuk-Fahrer empfahl uns dann einen Besuch eines schwimmenden Dorfes am Tonle Sap See. Dieser Ausflug lohne sich auch in der jetzigen Jahreszeit. Wir vertrauten ihm und nach einer kurzen Preisverhandlung liessen wir uns mit seinem Tuk-Tuk mehrere Kilometer ├╝bers Land chauffieren. An einer Bootsanlegestation hielt er an und f├╝hrte uns zu einem Billetverk├Ąufer, welcher stolze 25 USD pro Person verlangte. Uns blieb nicht viel anderes ├╝brig, als diesen Preis zu zahlen, ohne genau zu wissen, wohin es┬á ├╝berhaupt gehen wird.

Daf├╝r konnten wir dann aber auch gleich in ein Boot einsteigen, welches wir f├╝r uns ganz alleine hatten. Unser Tuk-Tuk-Fahrer begleitete uns und schon bald erwies er sich als guter Fremdenf├╝hrer, welcher uns viele Fragen beantworten konnte. Nach einer gem├╝tlichen Bootsfahrt kamen wir beim schwimmenden Dorf an. Wir liessen es uns von ihm zeigen und erkl├Ąren, bevor wir an einem Haus anhielten und ausstiegen. Es war ein schwimmendes Restaurant, Souvenirladen und Krokodilfarm in einem und wir bekamen einen Eindruck davon, wie einfach das Leben in diesen D├Ârfern sein m├╝sse. Ganz in Ruhe schauten wir uns um und genossen die Aussicht vom Dach aus. Auch hier profitierten wir vom Wissen unseres Fahrers, welcher uns in der Ferne eine Schule und eine Kirche zeigen konnte und uns viele Fragen beantwortete.

Da alles recht klein und ├╝bersichtlich ist, hatten wir bald einmal alles gesehen und liessen uns wieder zur├╝ck nach Siem Reap bringen.