Archive for the ‘Volleyball’ Category

Gelbe Première

Montag, Januar 21st, 2008

Gestern Samstag war ich in Vaudreuil an einem „Juvénile AAA„-Turnier im Einsatz. „Juvénile“ ist U18, AAA die höchste Kategorie. Obwohl sowohl die Mädchen als auch die Knaben spielten kam ich nur bei den Knaben zum Einsatz. Das Niveau war beachtlich, die Teams wären einer Schweizer 2.-Liga-Mannschaft absolut ebenbürtig gewesen.
Eigentlich wollte ich ursprünglich gar nicht an diesem Turnier pfeifen sondern einfach zur Erholung einen Tag Pause einschalten. Doch da dieses Wochenende sehr viele Turniere stattfanden, fehlte es an Schiedsrichtern. Nach entsprechender Bitte sagte ich deshalb zu, nach Vaudreuil zu gehen.

Der Tag hatte es doppelt in sich: einerseits durch die Länge und andererseits durch die Intensität der Spiele und vor allem eines Coachs. Bereits um viertel vor sieben morgens musste ich aus dem Haus, von 9 bis 19:30 war ich mit zwei einstündigen Pausen im Einsatz. Zu Hause war ich erst wieder um 21 Uhr.

Besonders intensiv war ein Spiel: Die Laune des einen Coaches verschlechterte sich nach dem klaren Sieg im Startsatz deutlich als sein Team im zweiten Satz klar in den Rückstand geriet. Wie so oft suchte der Trainer den Fehler bei allen nur nicht bei sich. Dieser Coach war der Meinung, der gegnerische Spieler habe zwei Mal beim Sprungservice (Ass!) die Grundlinie berührt und schickte deshalb den Captain zu mir. Ich erklärte diesem, ich hätte die Linie sehr genau angeschaut und der Spieler habe sie definitiv nicht berührt. Soweit normal, das kommt öfters vor.
Offenbar riss aber deswegen der (dünne) Geduldsfaden des Trainers definitiv. Der wohlbeleibte Herr fing an zu fluchen und mich zu beschimpfen. Ich rief den Captain zu mir und erklärte, das nächste Mal gebe es die gelbe Karte. Das half nicht besonders, der Coach machte weiter wie zuvor. Also rief ich den Captain nochmals zu mir – dieses Mal aber um ihm mitzuteilen dass der Coach eine Bestrafung, also eine gelbe Karte, erhalten würde. Diese Ankündigung setzte ich natürlich auch in die Tat um – allerdings erneut mit bescheidener Wirkung. Der Trainer wetterte weiter und zauberte allerlei Schimpfwörter (von denen ich leider die Mehrheit nicht ganz verstand, meine Kollegen sind zu höflich…) hervor.
Der zweite Schiri kam dann zu mir und meinte, eigentlich hätte der für diese Wörter die rote Karte verdient. Fand ich grundsätzlich auch, ich wollte ihm aber nochmals eine Chance geben und rief erneut den armen Captain zu mir und erklärte ihm, dass der Coach nun besser schweigen würde wenn er nicht die rote Karte wolle. Danach beruhigte sich der Trainer ein klein wenig, er verwarf zwar immer wieder die Hände und lachte hämisch über jeden Entscheid von mir, aber ich beschloss, ihn einfach zu ignorieren. Sein Team verlor das Spiel übrigens am Ende – wohl wegen ihm.

Nach dem Spiel hatten der zweite Schiedsrichter und ich eine Besprechung mit dem Schiedsrichterchef – das Spiel wird für den Coach noch Folgen haben. Der Schiedsrichterchef war mit meiner Aussage, dass ich doch sehr tolerant gewesen sei und gut Rot hätte geben können, absolut einverstanden. Der Trainer sei bekannt dafür, impulsiv zu sein. So schlimm sei er aber schon seit Jahren nicht mehr gewesen.
Grundsätzlich versuche ich immer, ohne Karten auszukommen. Dieses Mal hat dies leider nicht geklappt – zum ersten Mal in meiner Schiedsrichterkarriere! Normalerweise ist es ein schlechtes Zeichen wenn man nicht ohne Karte auskommt – aber bei diesem Spiel hatte ich wirklich nicht das Gefühl, schlecht gepfiffen zu haben und sah irgendwie keinen Grund warum der Coach auf mich wütend hätte sein sollen. Irgendwie hat mich das etwas irritiert, aber ich habe wohl einfach den falschen Coach im falschen Spiel erwischt…

Solche „giftigen Spiele“ habe ich nicht gerne, das entspricht nicht dem was ich unter Sportsgeist verstehe und ich bin froh sind die Volleyballerinnen und Volleyballer im Normalfall deutlich zivilisierter!

Fahnenschwingen

Montag, Januar 14th, 2008

Dieses Wochenende kam ich zu meinem Debüt als „Fahnenschwinger“ beziehungsweise Volleyball-Linienrichter. Gleich bei drei Spielen kam ich zum Einsatz, geplant wären allerdings vier gewesen. Zwei am Freitagabend an der Université de Montréal (zuerst die Frauen, dann die Männer) und zwei am Sonntagnachmittag an der McGill University (wieder zuerst die Frauen und anschliessend die Männer). Die Spiele vom Freitag waren zwischen den Teams der Université de Montréal und der Université de Sherbrooke. Am Sonntag duellierten sich die McGill-Teams mit den Teams der Université de Montréal.

Die Begegnungen waren Spiele der ligue universitaire, der höchsten Liga hier in Canada. Entsprechend war das Niveau auch ansprechend. Insbesondere das Damen-Spiel zwischen dem McGill und der Université de Montréal war an Spannung kaum zu überbieten – ebenso auch nicht in der Dauer: Der Fünfsätzer dauerte über 2 ¼ Stunden! Hier gehts zum Matchbericht von den McGill-Spielen am Sonntag und von den Spielen an der Université de Montréal am Freitag.

An allen Spielen hatte es 100-200 Zuschauer, die von einem Speaker immer über das Geschehen informiert wurden. Dieser Speaker stellte auch die Spieler und Offiziellen vor – also auch mich. Der französischsprachige am Freitag hatte ich sich vorgängig bei mir nach der Aussprache meines Nachnamens erkundigt, der am Sonntag wagte es ohne zu fragen. Erstaunlicherweise verstand ich meinen Namen sogar, es war fast richtig. Nur die Betonung war falsch und das Z etwas komisch – insgesamt war die Aussprache einigermasse korrekt, einfach mit starkem englischen Akzent.

Bei den Spielen am McGill wurde das Publikum vor Spielbeginn aufgefordert, aufzustehen um „unsere Nationalhymne“ zu singen. Alle schauten dann zu den aufgehängten Flaggen – wobei in der Mitte erstaunlicherweise nicht die kanadische Fahne hing sondern die von Québec (also der Provinz). Die kanadische war links davon, rechts davon die des McGill.

Da beim ersten Spiel der zweite Linienrichter nicht auftauchte und der Grundsatz gilt „einer ist keiner“ durfte ich am Freitag beim ersten Spiel nicht aktiv werden sondern musste zuschauen bis dann für das zweite Spiel ein kurzfristig organisierter Linienrichter eintraf. Das zweite Spiel sowie die zwei Spiele am Sonntag gingen dann problemlos über die Bühne. Ich wurde nie vom Schiedsrichter „überstimmt“ und es gab nie Diskussionen über Entscheide.

Die Arbeit als Linienrichter hat mir in diesen drei Einsätzen gut gefallen und ich werde mich noch zu weiteren Einsätze melden. Zudem hoffe ich, dass die Schweizer dann meine Einsätze hier anerkennen und ich in der Schweiz nicht mehr den Linienrichterkurs mit anschliessender Prüfung machen muss.

Premièren als Schiri

Sonntag, November 4th, 2007

Gestern Samstag „feierte“ ich hier als Schiedsrichter gleich mehrere Premièren: Noch nie musste ich für einen Schiri-Einsatz 150km weit fahren. Noch nie war ich hier in Canada als 1. Schiri bei einem Spiel mit einem 2. Schiri im Einsatz. Noch nie war ich an einem so grossen Turnier im Einsatz. Noch nie hab ich an einem Schiri-Tag soviel gelernt. Noch nie erhielt ich nach einem Spiel soviel Lob. Doch der Reihe nach:

Vor einer guten Woche wurde ich angefragt ob ich nicht an der Classique de volleyball étudiantClassique de volleyball étudiant in Trois-Rivières pfeifen könnte. Dieses Riesen-Turnier, so etwas wie einer Nachwuchs-Meisterschaft der Provinz Québec (diese ist ca 35 mal so gross wie die Schweiz, Teams hatten zum Teil eine über zehnstündige Anreise hinter sich), fand in 9 Schulhäusern statt und insgesamt waren etwa 1200 Spielerinnen und Spieler sowie 60 Schiedsrichter im Einsatz.

Beim Turnier kam ich auch zu meinem ersten Einsatz als 1. Schiri mit einem 2. Schiri – und dieser war bei meinem Début gleich ein nationaler Schiri! Danach pfiff ich den ganzen Tag (von 9 bis 20 Uhr, immer 1 Spiel als 2. Schiri, 1 Spiel als 1. Schiri, 1 Spiel Pause, jeweils auf 2 Gewinnsätze statt 3). Der nationale Schiri und die Schiri-Chefin haben mir einige Sachen korrigiert, darunter die Handzeichen. Beispielsweise waren bei mir der Ober- und Unterarm beim Out-Zeichen nicht genau im 90°-Winkel oder ich streckte den Arm vor dem Service zu früh aus – sobald der Arm ausgestreckt ist, werden hier Time-Outs und Spielerwechsel vom zweiten Schiedsrichter zurückgewiesen (und im Wiederholungsfalle vom 1. Schiri mit einer Verwarnung/Bestrafung wegen Spielverzögerung geahndet). Oder ich zeigte das In/Out zu wenig rasch an und machte das Time-Out-Zeichen zu langsam oder zu wenig sauber.
Hauptsächlich also Details, denen hier in Québec aber viel Bedeutung beigemessen wird und die auch tatsächlich den Eindruck, den man vom Schiedsrichter erhält, stark beeinflussen können. Deshalb habe ich mir natürlich grösste Mühe gegeben, diese Korrekturen sofort umzusetzen um so möglichst viel lernen zu können. Im Allgemeinen kann ich sowieso feststellen, dass das Schiedsrichter-Niveau hier in Québec hoch ist.

Als letzten Einsatz pfiff ich den Viertelfinale – mit der Schirichefin als 2. Schiri und dem nationalen Schiri als Zuschauer. Die Halle war voll, wir mussten mehrmals Zuschauer umplatzieren weil die Spielerinnen nicht servieren oder angreifen konnten. Druck war also einiger vorhanden…
Es machte wirklich Spass, so zu pfeifen. Zudem war das Niveau des Spiels wirklich gut. Gut war offenbar auch meine Leistung als Schiedsrichter in diesem Spiel, danach wurde ich nämlich mit Lob regelrecht überhäuft. Der nationale Schiri gratulierte mir gleich zwei Mal, die Schirichefin meinte gar „c’est le fun d’arbitrer avec toi!“ und auch die Trainer beider Teams (einer davon selber nationaler Schiri) bedankten sich bei mir mit dem Kommentar „très bon match“. Scheinbar war es mir also gelungen, die Korrekturen umzusetzen. Tat gut zu wissen dass mein Einsatz geschätzt wird!

Das permanente Feedback mit der intensiven „Überwachung“ war wirklich sehr nützlich und ich habe das Gefühl, gestern einiges gelernt zu haben und ein besserer Schiri geworden zu sein. Das Turnier gestern hat mir wirklich Spass gemacht! Ich freue mich auf weitere solche Turniere damit ich noch viel mehr lernen kann!

Referee-Arbitre bei Volleyball Canada

Sonntag, September 16th, 2007

Bekanntlich ist Volleyball mein grosses Hobby. Wegen den üblichen Altersbeschwerden (Arthrose im rechten Knie) wurde mir dieser Sport jedoch leider schon vor einiger Zeit lebenslänglich verboten. Die letzten zwei Saisons war ich stattdessen für Volley Pizol in der SwissVolley Region GSGL als Schiedsrichter im Einsatz. Diesen Sommer wurde ich befördert und habe neu den Schiedsrichtergrad D2. Damit darf ich bei den Damen bis 2. Liga als 1. Schiri pfeifen, bei den Herren bis 3. Liga. Als 2. Schiri darf ich an beiden Orten bis 2. Liga pfeifen.
Die Saison 2007/08 in der Schweiz verpasse ich wegen meinem Aufenthalt in Montréal natürlich. Da ich doch recht gerne pfeife und um nicht aus der Übung zu kommen und auch um hier andere Leute zu treffen, dachte ich mir, es wäre doch ideal in Montréal zu pfeifen. Als ich in Gstaad an der Beachvolleyball-WM als Helfer im Einsatz war, fragte ich kurzerhand den kanadischen Top-Schiri Darryl Friesen, wie ich da vorgehen solle. Ich konnte ihm dann eine Mail schicken, die er weiterleitete.
Schiedsrichter-AusrüstungDabei hat alles wunderbar geklappt, mein Schweizer Schirigrad wurde mir voll angerechnet bzw. einfach in den ungefähr entsprechenden kanadischen Grad übersetzt! Damit habe ich nun das kanadische Schiriabzeichen mit dem Grad „Provincial“ (siehe Foto) und bin Mitglied von Volleyball Québéc und Volleyball Canada. Um pfeifen zu können, musste ich jedoch noch einiges an Ausrüstung kaufen. Meine Uniform besteht aus dunkelblauen Hosen (keine Jeans) und einem weissen Polo-Shirt (ich musste zum Glück nicht die teuren mit dem Abzeichen von Volleyball Canada kaufen). Beides musste ich kaufen. Zudem waren meine Karten (gelb und rot) in der Schweiz geblieben, also kaufte ich hier neue. Und es hat sich gelohnt: statt so billige, dünne Kartonkärtchen sind es solide aus Kunststoff. Anders als die Kunststoffkarten in der Schweiz sind diese hier „hosentaschengerecht“ und brauchen keinen Halter am Netzpfosten (das sieht so doof aus, muss doch nicht die Karten so vor mir präsentieren).

LVBMAn den letzten zwei Samstagen war ich schon bei der Ligue de volleyball de Montréal (LVBM) im Einsatz. Es handelt sich um eine „ligue récréative“, also so etwas wie eine Plauschliga. Entsprechend ist das Niveau nicht wirklich berauschend. Je nach Stufe (gibt verschiedene Ligastufen) fühle ich mich als Schiedsrichter fast überflüssig weil ich sowieso nicht wirklich viel mehr als „in“ und „out“ anzeigen kann.
Gespielt wird jeden Samstag, jeder Schiri pfeift dann ingesamt 12-16 Sätze, was von mir aus gesehen eher zu viel als zu wenig ist…

Technisch ist es hier recht schwierig: Einmal hiess es, ich pfeife zu viele Pässe (das war mir vorher in über 40 Meisterschaftsspielen noch nie passiert!) ab. Also liess ich mehr laufen. Und im nächsten Spiel reklamierten die Leute, ich solle mehr abpfeifen. Ich passte mich an, pfiff wieder mehr ab. Resultat: jedes Mal wenn ich bei der Mannschaft A einen fürchterlichen Pass abpfiff, fanden sie, das sei sicher nicht Doppel. Pfiff ich bei Mannschaft B einen leicht rotierenden Ball nicht ab, reklamierte Mannschaft A ich müsse mehr abpfeifen…. Eines aber hab ich gestern definitiv gemerkt: ich war zu tolerant. Muss die Reklamationen wieder rascher abstellen. Dem einen oder anderen hätte ich gestern auch eine Karte zeigen können oder gar müssen. Vor allem bei älteren Herren wenn es ihnen nicht mehr so lief… Nächsten Samstag mach ich das bestimmt anders!

In der Schweiz bemerkten letzte Saison einige, meine Pfeife sei ja sehr laut. Hier in Montréal hörten die Leute meine Pfiffe nicht! Wenn ich stärker blies, dann blockierte es die Kugel in meiner Pfeife (zudem war es auch noch sehr feucht in der Halle). Der Schirichef empfahl mir, eine Fox 40 zu kaufen.Pfeife Fox 40 Das ist eine kugellose Pfeife die auch von Eishockey- und Basketball-Schiedsrichtern eingesetzt wird. Überblasen, also blockieren, geht nicht. Je stärker man bläst, desto lauter wird es. Gemäss Produktbeschreibung erreicht man bis zu 115 Dezibel!
Gestern setzte ich nun meine neue Pfeife ein, der Ton ist wirklich schrill und ich fand es ziemlich laut. In einem Spiel hiess es jedoch, man höre (wegen dem hohen Lärmpegel in der Halle) meine Pfiffe nicht – dabei hatte ich schon einen komischen Kopf vor den lauten Pfiffen von mir und dem Schiedsrichter der 3 Meter hinter mir stand und das Spiel auf dem anderen Feld leitete…

Die nächsten zwei Samstage werde ich nun wieder bei der LVBM pfeifen. Jeden Samstag möchte ich das jedoch nicht machen, das braucht mir zu viel Zeit und am Abend bin ich dann todmüde. Dafür werde ich hier in der höchsten (quasi Profi-)Liga ziemlich sicher noch als Linienrichter zum Einsatz kommen.

Start mit Schrecken am Ende

Freitag, Oktober 27th, 2006

Heute hatte ich meinen ersten Schiedsrichter-Einsatz der Saison 2006/07. Als zweiter Schiri pfiff ich das 3.-Liga-Herrenspiel zwischen Galina Vaduz und Chur (Chur gewann 3:1). Mit meiner Leistung war ich eigentlich ganz zufrieden, machte nur wenige Fehlentscheide.
Bei den Schirieinsätzen bin ich jeweils voll auf das Spiel (bzw. als zweiter Spieler auf die Aufstellung und den Bereich Netz/Mittellinie) konzentriert und nehme das um mich herum kaum mehr wahr. Heute kam dazu dass es in der Halle extrem heiss war und ich schwitzte als würde ich selbst intensiv Sport treiben.
Nach den Spielen brauche ich deshalb oft ein Weilchen bis sich die Anspannung und Konzentration wieder gelöst hat. Meistens reicht dabei der Heimweg. Heute allerdings nicht: Ich konnte mit den Churern bis nach Sargans fahren und das letzte Stück bis heim gemütlich spazieren und die frische Luft geniessen. Doch nach etwa 100m kam ich auf die (blöde) Idee etwas zu Essen aus dem Rucksack zu nehmen – und fand dabei meine Schlüssel (Wohnungsschlüssel Sargans, Wohnungsschlüssel Marly, Büroschlüssel Uni, Kastenschlüssel, Veloschlüssel etc) nicht mehr. Halb in Panik durchsuchte ich den Rucksac, und fand nichts. Deshalb telefonierte ich sofort heim (könnte ja sein dass ich sie zu Hause vergessen hatte) – dort waren sie auch nicht.
So ging ich so rasch als möglich heim um den Rucksack noch genauer zu durchsuchen und allenfalls nochmals nach Vaduz zu fahren. Doch, das wurde zum Glück nicht nötig, die Schlüssel hatten sich nur in einem kleinen Fach im Rucksack versteckt (waren dort reingerutscht) – und meine Erleichterung entsprechend gross. Entspannt bin ich aber trotzdem noch nicht – aber kommt schon noch…

Essen, Website

Samstag, September 9th, 2006

Über das Essen hier kann ich mich definitiv nicht beklagen. Nonna und Nonno kochen wirklich gut und ziemlich gesund. Und wenn ich dann noch die Früchte miteinrechne die ich esse, dann esse ich wirklich gesund. Die Früchte kann ich gar nicht vergessen – jeden Morgen legen sie mir zwei davon auf den Tisch…
Erwartungsgemäss gibt es hier viel Pasta mit Tomatensauce. Die Sauce ist wirklich gut, Remo macht nämlich „la salsa“ selbst mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Er betont bei jeder Gelegenheit, die sei dann sehr gesund da wirklich nur Gemüse (und kein Fett) drin sei. Heute morgen hat er wieder eine Ladung Tomatensauce gemacht, etwas davon gab es dann gleich zum Zmittag.

Zmittag ist sowieso ein gutes Stichwort: Eigentlich hätte ich ja nur Halbpension. Die Realität sieht jedoch anders aus. Ich habe nämlich die letzten Tage immer auch hier Zmittag bekommen. Entweder begannen sie gerade zu Essen wenn ich heimkam oder ich war schon im Zimmer und sie riefen mich. So hab ich Vollpension für Halbpension 🙂
Da der Garten Remo scheinbar wirklich wichtig ist, habe ich ihn mal gefragt wo denn der sei – ich habe nun wirklich nicht viel Grünzeug in der Nähe gesehen. Er meinte dann, er sei in der Nähe am Stadtrand. Durch Nachfragen merkte ich dann, dass dieser nahe Stadtrand 23km entfernt ist. Er fährt jeweils mit der motocicletta hin.

Heute habe ich wieder mal den ganzen Tag an der Volley Pizol-Website (www.volleypizol.org) gearbeitet. Ich mache die gesamte Mitgliederverwaltung neu, zudem gibt es eine Archivfunktion. Und wegen dieser Archivfunktion muss ich in praktisch allen der mittlerweile 250 Dateien und 63 Tabellen in der Datenbank etwas verändern. Aber das Ende naht, Morgen Sonntag dürfte ich fertig werden. Danach muss ich es nochmals auf Herz und Niere testen bevor ich es online stellen kann.

Die Schreiberanleitung ist jetzt so ziemlich fertig, muss nur noch korrigiert werden (ich selbst habe sie schon). Die Schirieinteilung ist auch vorüber, gemäss aktuellem Plan werde ich nächste Saison 12 Spiele pfeifen. Da ich wegen einer Regeländerung bei den 2. Liga nicht mehr als zweiter Schiri pfeifen darf (muss zuerst befördert werden was ich diese Saison beantragen werde), habe ich mehr Juniorenspiele und so. Unter anderem muss ich 5 Spiele pfeifen bei denen mein Bruder Silvan Coach ist. Ich wollte dies eigentlich vermeiden. Da ich aber meinte, er sei Trainer der Juniorinnen B2 (wie letztes Jahr), er aber in der Realität jetzt Trainer der Juniorinnen B1 (aber immer noch gleiches Team) ist, muss ich halt 5 Spiele von ihm pfeifen. Wird schon gehen. Ausserdem spielts keine Rolle ob nun ich als Bruder oder z.B. Reto als Beachpartner pfeift…

Dürftiger Cupsieg, Velo

Donnerstag, August 31st, 2006

Heute konnte ich mein M-Budget-Velo abholen, es war bei der Migros im Service (gratis dabei). Leider wirkte der nicht gerade lange: Nach nur etwa einem Kilometer fing das Velo wieder an, ständig zu ächzen als würde ich es übermässig belasten. Werde also morgen nochmals dorthin müssen.

Heute war Volleyball im Mittelpunkt meines Tagesprogrammes: Am Nachmittag erledigte ich diverse Dinge für das Volleyball und am Abend fuhr ich mit der 2.-Liga-Mannschaft nach Bazenheid an das Cupspiel gegen den 4.-Ligisten Volley Kirchberg. Trotz sehr dürftiger Leistung gewann das Team von Volley Pizol mit 3:1. Allerdings wäre dieser Satzverlust gegen diesen Gegner eindeutig nicht nötig gewesen. In der zweiten Runde spielen „meine“ Leute gegen die Appenzeller Bären aus der 1. Liga.
Eine Bildergalerie vom Spiel gibt es unter www.volleypizol.org