Der Alltag kehrt ein

Am 2. September war Nationalfeiertag hier in Vietnam. Da er auf einen Samstag fiel, wurde der freie Tag auf den Montag verschoben. So hatte Dominik ein verlängertes Wochenende und die Kinder starteten erst am Dienstag mit Kindergarten und Krippe an der französischen Schule Boule et Billes.

Rucksäcke von Flurina (links) und Ursin (rechts)

Mit dem Schulstart hat bei uns nun der Alltag angefangen. Dominik ist den ganzen Tag über im Büro beschäftigt. Und für die Kinder heisst es jetzt nicht mehr, ausschlafen solange sie möchten, sondern sie müssen nun jeden Tag zwischen 6.15 und 6.30 Uhr aufstehen, denn pünktlich um 7.30 Uhr (oder meistens 5-10min früher) werden sie vom Schulbus abgeholt. Bei Ursin fängt der Tag in der Krippe mit freiem Spiel draussen auf dem schuleigenen Spielplatz an, bevor sie um 9.00 Uhr mit dem Programm beginnen (malen, singen, turnen, baden, kochen…). Flurina’s Kindergarten beginnt um 8.15 Uhr. Um etwa 11.00 Uhr ist es Zeit fürs Mittagessen. Ursin kommt nachher nach Hause. Im Kindergarten ist nach dem Essen etwas Zeit für Pause und ein Mittagsschläfchen, bevor es am Nachmittag bis offiziell etwa 15.30 Uhr weiter geht. Danach können sich die Kinder noch für eine ausserschulische Aktivität entscheiden.

Motiviert wie Flurina ist, hat sie sich für insgesamt fünf solcher Aktivitäten entschieden: am Montag Englisch, am Dienstag Kindermusik (auf Englisch), am Mittwoch Kochen und Schwimmen (mittwochs dauert der reguläre Kindergarten nur bis am Mittag, somit können nachmittags 2 Aktivitäten besucht werden) und am Freitag Vovinam (auf Vietnamesisch, eine vietnamesische Kampfkunst). Abends kommt sie somit erst gegen 18.00 Uhr nach Hause, Donnerstag, wo sie keine Aktivität hat, eine Stunde früher. Nach dem Abendessen und etwas spielen, heissts drum schon bald wieder, ab ins Bett.

Erstaunlicherweise hat insbesondere Flurina den Rhythmus sofort umgestellt (früher ins Bett und dafür auch früher aufstehen), was bedeutet, dass sie Samstag und Sonntag pünktlich um 6:15 Uhr neben Dominiks Bett stand und mitteilte: „Papa, lève toi !“

Während Dominik und die Kinder ausser Haus sind, geniesse ich es, mal ganz in Ruhe den Haushalt machen zu können und einkaufen zu gehen. Ausserdem habe ich mir mit Duolingo und Babbel 2 Apps heruntergeladen, um Französisch zu lernen. Morgen werde ich dann das erste Mal einen Französischkurs in der Nähe besuchen. So werde auch ich bald ein paar fixe Termine in meiner Woche haben.

 

Leave a Reply