Kalt, Warm, Kalt

Petrus kann sich wohl noch nicht entscheiden, ob er nun in Montréal einen verfrühten Frühling oder einen normalen Winter haben will: Die Temperaturschwankungen sind im Moment extrem. Auf kalte Tage mit Tageshöchstwerten von ca -15 bis -20°C folgt plötzlich ein warmer Tag mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Beispielsweise war es am Montag letzte Woche etwa -20° Grad kalt, zudem wehte ein aggressiver Wind. Danach blieb es bei ungefähr -10°. Am Montag diese Woche dann war es aber ungewöhnliche 6°C warm, die letzten Tage wieder -15°.

Die Kälte macht mir überhaupt nichts aus. Ich ziehe einfach die wärmeren Handschuhe sowie ab ungefähr -15° einen Schal an. Das reicht mir völlig um auch bei gefühlten -28°C den rund 3.7km langen Weg an die Uni zu Fuss zurückzulegen. Dafür bin ich ziemlich genau 40 Minuten unterwegs.
Wegen den warmen Tagen wird der Weg manchmal allerdings mühsam: An den vereinzelten warmen Tagen schmilzt ein Teil des Schnees auf den teilweise sehr schlecht geräumten Trottoirs. Da es zu allem Überfluss noch einen Mangel an Schächten hat, kann das Schmelzwasser nicht wirklich abfliessen. Wenn die Temperaturen am nächsten Tag wieder weit unter den Gefrierpunkt fallen, wird das Trottoir zu einer reinen Eisbahn. Tageshöchstwerte von -10°C und autofixierte Räumungsequipen sorgen dann dafür, dass das auch für längere Zeit so bleibt.

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