Trekking in Sapa – Tag 1

Um die schöne Landschaft rund um Sapa zu entdecken, entschieden wir uns für ein 3-tägiges Trekking mit Übernachtung in sogenannten Homestays (in Privathäusern einheimischer Familien). Es gibt jede Menge Anbieter solcher Trekkings, uns war bei der Wahl aber wichtig, dass wir mit unseren Ausgaben eine einheimische Familie unterstützen konnten und nicht irgend ein Drittanbieter daran verdiente. Ausserdem wollten wir keine überlaufene „Touristentour“ ablaufen. Im Internet fanden wir die Hmong Family, welche gerne bereit war, uns eine individuelle Tour anzubieten. Am abgemachten Treffpunkt warteten wir aber zuerst vergeblich auf unseren Guide. Irgendwann tauchte dann doch jemand auf und wie wir erfuhren, trafen wir es gerade sehr schlecht mit dem Wetter, da die Tage zuvor ein heftiges Unwetter über Nord-Vietnam zog. Einige Strassen waren unpassierbar, weshalb auch unsere Führerin einen zeitaufwändigen Umweg nehmen musste. Da es zu diesem Zeitpunkt immer noch heftig regnete und ein Ende nicht in Sicht war, mussten wir auf unser ursprüngliches Tour-Ziel verzichten und einigten uns darauf, erstmals der noch offenen Strasse ins nächste Dorf zu folgen und dann jeweils spontan zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Anfangs kostete es etwas Überwindung, sich bei diesem starken Dauerregen auf den Weg zu machen, aber es lohnte sich: bereits dieser erste Tag bot uns ein sehr schönes Erlebnis und viele Ausblicke auf diese wunderschöne Landschaft! Am späteren Nachmittag kamen wir am Ziel an: beim Elternhaus unserer Führerin. Wir wurden herzlich mit Tee empfangen und die Familie kochte uns etwas später einen feinen Znacht auf dem offenen Feuer im Wohnhaus. Flurina genoss die Anwesenheit anderer Kinder und obwohl sie den ganzen Weg gelaufen war, reichte ihre Energie noch aus, um mit ihnen zu toben. Ursin nahm es etwas ruhiger und bestaunte lieber die Ferkel und Hühner neben dem Haus. Nach dem Znacht legten sich alle gerne hin und mit müden Beinen liess es sich auf den Matratzen unter den Moskitonetzen bei der endlich mal wieder etwas kühleren Luft und dem Plätschern des Regens herrlich schlafen.

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