Wiedervereinigungspalast

 

Ursprünglich befand sich der Sitz des französischen Gouverneurs von Cochinchina auf dem Gelände. Das Gebäude wurde 1868 erbaut, allmählich erweitert und als Norodom-Palast bezeichnet. Nach Abzug der französischen Truppen wohnte hier der südvietnamesische Präsident. 1962 wurde der Palast absichtlich von zwei Kampfbombern aus eigener Luftwaffe bombardiert, dabei wurde fast der gesamte linke Flügel zerstört. Der Präsident überlebte den Angriff und lies seine Residenz neu bauen. Die Fertigstellung erlebte er aber nicht mehr, 1963 wurde er bei einem Staatsstreich getötet. Das neue Gebäude hatte über 100 Räume und einen Helikopterlandeplatz. Man taufte es Unabhängigkeitspalast und es diente als Sitz des nächsten südvietnamesischen Präsidenten. Nach dem Fall Saigons am 30. April 1975, nachdem ein Panzer der Vietnamesischen Volksarmee die Tore durchbrachen, wurde hier das Ende des Vietnamkrieges besiegelt. Im darauf folgendem Winter fanden die Verhandlungen über die Wiedervereinigung statt, daher der heutige Name. (Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wiedervereinigungspalast)

 

 

 

Heute kann der Palast besichtigt werden, solange keine offiziellen Empfänge oder Sitzungen stattfinden. Im Erdgeschoss befinden sich verschiedene Sitzungsräume und oben mehrere prachtvolle Empfangssäle, die für Empfänge von in- und ausländischen Würdenträgern genutzt wurden. Auf der Rückseite des Gebäudes sind die Wohnräume untergebracht sowie verschiedene Gastgeschenke wie Pferdeschweife, Modellboote oder abgetrennte Elefantenfüsse ausgestellt. Weiter befinden sich im Gebäude ein Kartenspielzimmer, ein Kino und einen Nachtclub. Der vielleicht interessanteste Teil des Palasts ist der Keller mit der Kommandozentrale, dem Kriegsraum und einem weit verzweigten Tunnelsystem.

 

Wir besuchten den Palast mit den Kindern, was ganz gut ging: Ursin beobachtete alles von meinem Rücken aus und Flurina lief geduldig und interessiert von einem Raum zum anderen. Am Schluss genoss sie noch etwas Bewegung auf dem dort gelegenen (sandigem) Spielplatz.

Um alle Informationen zu lesen oder mit dem Audio-Guide den Rundgang zu machen und den dort gezeigten Film in Ruhe anschauen zu können, brauchts aber wohl nochmals einen kinderlosen Ausflug dorthin.

 

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