Your hair is so short!

Natürlich wachsen die noch verbliebenen Haare auch bei der vietnamesischen Hitze prächtig weiter. So machte ich mich auf die Suche nach einem Coiffeur, der einigermassen eine Falle macht. Es gibt nämlich Coiffeure, die eher speziell und wenig einladend aussehen… Ich fand ein sauber und neu aussehendes Geschäft gleich in der Nähe der zukünftigen Wohnung: Shineline Die Mitarbeiter grinsten schon, als ich sagte, ich bräuchte einen Haarschnitt. Danach schnitt mir wohl der Lehrling die Haare, auf jeden Fall instruierte der eine ihn immer und kontrollierte das Ergebnis.

Ich fand es sehr angenehm und das Ergebnis stimmt für mich auch. Die Haare sind zwar etwas kürzer als bisher, aber unter Berücksichtigung der sprachlichen Barriere ist die Abweichung von ein paar Millimetern wohl im Toleranzbereich 😉 Um den Besuch noch angenehmer zu gestalten, gab es einen Tee dazu (wobei ich mich beeilen musste, den rechtzeitig auszutrinken – während dem Schneiden kann ich ja nicht gut Tee trinken…).

Die Pointe lieferte dann der Chef als es ums Bezahlen ging: sie hätten Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr Happy Hour und 20%. Das sei zwar vorbei, aber meine Haare seien so kurz, da würden sie mir den Happy-Hour-Rabatt trotzdem geben 🙂 So bezahlte ich statt der 90’000 VND (schon wenig) sogar nur deren 72’000. Umgerechnet zahlte ich also nicht mal ganz 3 Franken für einen Haarschnitt!

Erfolgreicher SIM-Karten-Kauf und Uber-Première

Ich hab es geschafft, eine SIM-Karte (prepaid) zu kaufen! Was so trivial tönt, war gar nicht so einfach. Seit knapp einem Jahr dürfen nicht mehr beliebige Shops SIM-Karten verkaufen sondern nur noch spezielle und man muss sich mit einem Pass ausweisen, damit die Karte registriert wird. Das erschwert die Sache ziemlich – zumal kaum jemand hier Englisch kann und mein Vietnamesisch bisher nicht wirklich über ein “Nein” und ein “Danke” hinaus geht. Auf jeden Fall zückten alle immer gleich motiviert die Wertkarten, mit denen man eine Prepaid-Karte aufladen kann und schüttelten auf meinen Hinweis, ich brauche doch zuerst eine SIM-Karte den Kopf.

Somit suchte ich zu Hause online im WLAN einen Viettel-Store heraus (Viettel ist der grösste Telecom-Anbieter in Vietnam), machte einen Screenshot von der Adresse und zeigte sie einem Taxi-Chauffeur. Der sagte etwas wie “Yes, I know” und fuhr los. Nachdem wir etwa 6km gefahren waren – Google Maps hatte einen Weg von 4km  angezeigt – nahm ich das Natel aus der Tasche um auf der offline gespeicherten Karte zu schauen, wo wir waren. Das merkte der Chauffeur und merkte, dass er wohl nicht am richtigen Ort war und wollte telefonieren. Ich versuchte, ihm zu erklären, ich suche einfach eine SIM-Karte, was er natürlich nicht verstand. Erst da kam mir in den Sinn, dass der Google Translator auch offline funktioniert – den übersetzten Satz verstand der Chauffeur dann und hielt ein paar 100m weiter vorne bei einem kleinen Shop an. Die Fahrt kostete 102’000 VND, ich gab im 105’000 VND – die 3000 VND Trinkgeld, umgerechnet etwa 12 Rappen, lohnten sich: der Chauffeur stieg aus, zeigte mir den Laden, erklärte der Dame, was ich brauche, übersetzte (mit Google Translator) noch ein paar Worte Vietnamesisch und verabschiedete sich dann 🙂 Nach ca 10min Warten erhielt ich dann meine SIM-Karte (kostete übrigens 160’000 VND, noch ohne Guthaben).

Die SIM-Karte bringt einige Vorteile, mit Abstand am wichtigsten sind aber Google Maps und Uber (Einladungslink). Die Fahrt zurück nach dem SIM-Karten-Kauf bestellte ich nach erfolgreicher Strassenüberquerung gleich via Uber-App – und zwar mit Uber-Moto! Passend zum sonstigen Haupt-Fortbewegungsmittel hier gibt es nämlich in Vietnam die Kategorie Uber-Moto. Die Töff-Fahrer tragen ein Uber-Hemd und haben für den Fahrgast einen Uber-Helm dabei. Dann nimmt man hinter dem Fahrer Platz und los geht’s durch das Getümmel.

Uber nutzen wir hier mangels ÖV sehr oft, es ist deutlich einfacher als mit den normalen Taxis. Der Preis ist im Voraus fix definiert (auch wenn der Chauffeur einen Riesen-Umweg fährt) und vor allem muss man dem Chauffeur nicht erklären, wohin man will – das Ziel wählt man ja auf der Karte in der App aus.

Capuns und Khurer Öpfeltatsch am Churer Fest zum Abschluss

 

Wir sind parat für den Flug – in knapp einer Stunde gehen wir auf den Zug zum Flughafen. Um 13:30 ist Abflug und zwar mit dem Flug TG 971 von Thai Airways. Als letzte Vorbereitung waren wir gestern am Churer Fest. Neben Capuns gab es einen obligaten Khurer Öpfeltatsch bzw. gleich deren zwei, einen zur Vorspeise und einen zum Desser: den von nächstem Jahr hab ich schon vorgeholt 😉

Gratis Schoggivorrat und kein Haus mehr

Nur noch 3 Mal schlafen bis zur Abreise nach Vietnam – bis auf letzte kleine Sachen ist alles parat.
Heute haben wir auch noch den Schoggivorrat für Vietnam gefüllt. Über 5kg Migros-Schoggi haben wir gekauft – ohne einen Rappen zu bezahlen. Flurina hat unseren Kassenzettel beim Shop & Win Automaten gescannt und wir haben tatsächlich gewonnen! So haben wir den gesamten Einkaufbetrag von über 100.- Franken als Geschenkkarte zurückerhalten. So macht einkaufen doch Spass und der wichtigste Kofferinhalt ist jetzt parat 🙂

Seit Anfang August wohnen wir nicht mehr im Haus, damit wir es fertig räumen und putzen lassen konnten. Seither sind wir wechselnd bei den Eltern und Schwiegereltern einquartiert. Diese bieten uns Temporär-Obdachlosen glücklicherweise eine komfortable “Notunterkunft” – Kinder-Hüteservice inklusive.
Im Haus haben wir all unser Hab und Gut in Schachteln versorgt. Glücklicherweise brauchen die Mieter zwei Zimmer nicht und wir haben unseren Hausrat somit in diesen zwei Zimmern versorgen können. Diese sehen dafür entsprechend gemütlich aus… Gestern Abend haben wir nun als (zumindest aus emotionaler Sicht) grossen Schritt das Haus unseren Mietern übergeben.

Wir sind auf jeden Fall parat fürs Abenteuer!

Visum ist da

Visum Vietnam

Nach einiger Bürokratie haben wir heute das Visum für die ersten 3 Monate erhalten! Mit diesem Visum dürfen wir vom 15. August bis 15. November beliebig oft nach Vietnam einreisen. Es gibt verschiedene Typen von Visa und unterschiedliche Möglichkeiten bezüglich Gültigkeitsdauer. Zudem gibt es Visa für die einmalige Einreise (“single entry”) oder mehrmalige Einreise (“multiple entry”). Der Unterschied schlägt sich dann jeweils im Preis nieder. Für unsere 4 Visa musste ich heute auf der Vietnamesischen Botschaft in Bern CHF 460.- bar bezahlen. Routiniert erklärte mir der Botschaftsmitarbeiter den Weg zum Bancomaten im Berner Inselspital…

Um das Visum zu erhalten, mussten wir verschiedene Informationen einreichen, unter anderem Geburtsurkunden der Kinder sowie eine Trauungsurkunde – jeweils in dreifacher Ausführung und ordentlich beglaubigt (mehr zu Beglaubigungen/Legalisationen in einem späteren Post). Nachdem dies in Vietnam von einem speziellen Übersetzer von Französisch (zum Glück ist die Schweiz mehrsprachig!) nach Vietnamesisch übersetzt und wieder beglaubigt wurde, haben wir als Visum-Entscheid ein Dokument erhalten, wo alle Familienmitglieder aufgeführt sind. Dummerweise wurden Evelyne und Flurina in der ersten Version zu Männern gemacht – die Korrektur dauerte dann nochmals zwei Wochen. Mit der korrigierten Version konnte ich nun bei der Botschaft vorbei und habe nach ungefähr einer Stunde die vier Pässe ergänzt um je einen “Kleber” wieder erhalten. Interessanterweise reichte es, dass der Brief in Vietnam gescannt und von mir dann wieder schwarz-weiss ausgedruckt wurde.

Die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung für die ganzen 2 Jahre können wir nach Ankunft vor Ort in Vietnam beantragen. Dazu braucht es noch weitere Dokumente – und einen Gesundheitstest.

Wer jetzt Angst davor kriegt, uns zu besuchen: keine Angst, für ein Touristen-Visum ist es nicht ganz so kompliziert. Das Prozedere ist auf der Website der Botschaft in Bern gut beschrieben. Zudem sind die Mitarbeiter der vietnamesischen Botschaft äusserst freundlich und hilfsbereit – wobei das Personal unter Umständen sehr gut Deutsch oder auch nur Französisch kann…

106’627’000 und Independence, Freedom, Happiness

Noch gut 2 Wochen bis zum Abschlussfest (anmelden kannst du dich hier) und noch gut 5 Wochen bis zum Flug – und vieles wird immer konkreter: Schule, Vertrag und Hausräumung. Wir freuen uns, wenn es dann so richtig losgeht.

106’627’000. Also 106 Millionen. Soviele Dong bezahlen wir für Krippe und Kindergarten für Flurina und Ursin für die ersten 4 Monate. Wir haben uns für die französische Schule Boule & Billes entschieden. Flurina wird dort die Petite Section des Kindergartens besuchen. Eigentlich wollten wir sie zur Krippe anmelden und haben dann festgestellt, dass im französischen Schulsystem der Kindergarten bzw. die école maternelle bereits mit 3 Jahren startet. So geht Flurina nun 2 Jahre in Vietnam jeweils ganztags in den französischen Kindergarten und kommt gemäss Bündner Schulplan nach der Rückkehr mit 5 1/2 Jahren für 2 Jahre in den Kindergarten in Igis. Sie freut sich wahnsinnig auf den Kindergarten in Vietnam und fragt immer wieder, wann wir denn gehen würden. Ursin wird jeweils am Vormittag bis nach dem Mittagessen die Krippe besuchen. Hauptmotivation für uns ist, dass die Kinder so hoffentlich so richtig gut Französisch lernen werden. Nicht zu vergessen sind natürlich die Lektionen in Englisch und Vietnamesisch – sowohl im Kindergarten als auch in der Krippe stehen einige Stunden Englisch und Vietnamesisch pro Woche auf dem Programm! Anfänglich wollten wir die Kinder auf eine zweisprachige Schule mit Französisch und Englisch schicken, aber diese hat gemäss unseren Leuten in Vietnam nicht den besten Ruf – ganz im Gegensatz zu Boule & Billes, die einen sehr guten Ruf geniesst.

An die Währung, den Vietnamesischen Dong, werden wir uns noch gewöhnen müssen – 1 Schweizer Franken entspricht nicht weniger als 23’710 Vietnam Dong! Entsprechend gibt es rasch einmal bei normalen Sachen astronomisch hohe Zahlen und ein Millionensalär ist nichts besonderes. Auch Milliardär wird man schnell einmal 😉 Da werden wir sicher noch von einigen Erlebnissen zu berichten haben.

Ich bleibe ja als Entsandter bei ELCA mit einem Schweizer Vertrag angestellt und werde beispielsweise weiterhin die Sozialversicherungen haben bzw. bezahlen. Trotzdem gibt es einen Schweizer Zusatz zum Vertrag, der die Details regelt, sowie für die Arbeit in Vietnam einen vietnamesischen Arbeitsvertrag. Anders als in der Schweiz ist das nicht ein einfaches Dokument, indem ohne Formvorschriften einfach alles geregelt ist, sondern ein offizielles Formular. Dieses scheint nicht weniger als Glücksgefühle zu versprechen, steht doch ganz am Anfang Independence, Freedom und Happiness, also Unabhängkeit, Freiheit und eben Glück bzw. Freude. Für uns stimmt es bisher auf jeden Fall, wir freuen uns auf das Abenteuer in Vietnam 🙂

Bis wir gehen können, gibt es noch einiges vorzubereiten in der Schweiz, unter anderem räumen wir das Haus bzw. den Inhalt aller Möbel aus und nutzen die Gelegenheit zum sehr grosszügigen Ausmisten. Die Recycling- und Altkleidersammlungsfirmen dürften an uns eine helle Freude haben. Da unsere Mieter glücklicherweise unkompliziert sind und zwei Zimmer nicht benötigen, können wir alle unsere Sachen dort einlagern. Wir kommen dabei trotz Sortieren und Ausmisten gut voran – das Haus wird immer ungemütlicher und zeigt so den Fortschritt. Das ehemalige Zimmer von Flurina – sie schläft nun im Raum daneben im Hochbett auf 1.8m über Boden – sieht schon so richtig wie eine Lagerhalle aus, der Keller ist leer, viele Schränke ebenfalls.

Nur noch 7 Wochen…

In genau 7 Wochen, am 20. August 2017, sitzen wir in Zürich Flughafen im Flugzeug Richtung Vietnam. Mit einem One-Way-Ticket, weil Retour-Flugtickets nur für 1 Jahr möglich sind. Wir bleiben aber 2 Jahre. ELCA, mein Schweizer Arbeitgeber, schickt mich für 2 Jahre in unser Off-Shore-Entwicklungscenter in Ho Chi Minh City bzw. Saigon. In diesen zwei Jahren werde ich bei ELCA Vietnam eine Division (Abteilung) aufbauen und leiten. Entsprechend werden wir natürlich auch zu Viert in Vietnam wohnen, eine Wohnung für den ersten Monat organisiert zum Glück ELCA. Ursin wird dort eine französische Krippe (crèche) und Flurina einen französischen Kindergarten (école maternelle) der privaten Schule Boule & Billes besuchen. Auch wenn sie wohl noch nicht richtig versteht, was das bedeutet, freut sich Flurina schon riesig darauf – als Evelyne ihr Fotos von der Schule zeigte, war die Reaktion von Flurina: “Mama, gömmer scho mora uf Vietnam?”

Wer mag, ist herzlich eingeladen, am 29. Juli irgendwann zwischen 10 und 22 Uhr an unser Abschiedsfest zu Hause bei uns in Igis zu kommen. Es wird den ganzen Tag und Abend Crêpes, Würste, Snacks, Grillkäse, Raclette und natürlich auch Bier oder Sirup geben. Damit es auch genug – und nicht zu viel – von möglichst allem hat, bitten wir um eine kurze Anmeldung zu unserem Fest hier online.

Für unser Haus in Igis haben wir für die zwei Jahre – im August 2019 kommen wir zurück – sehr gute Mieter gefunden. Das junge Paar kann sogar die meisten Möbel von uns verwenden, womit wir nicht alles wegräumen müssen. Zudem verzichten sie auf zwei Zimmer, in die wir nun alle unsere Ware verstauen können. Aktuell sind wir – während Nani Gabi hütet – fleissig daran, auszumisten, zu entsorgen und in Schachteln zu verpacken.

Nach längerer Pause gibt es somit wieder etwas im Blog zulesen. Wir geben uns Mühe, dass es mindestens die nächsten 2 Jahre immer mal wieder etwas zu lesen gibt.

Zindelchopf

Als erste Wanderung der Saison hatten wir uns den Zindelchopf im Sernftal vorgenommen. Die Rundwanderung Zindel ist in der Beschreibung auf der Webseite von Elm-Tourismus als sechsstündige, anstrengende Wanderung mit wunderbarer Aussicht beschrieben. Der Zindelchopf selbst ist auf der Panoramakarte als Aussichtspunkt markiert. Die Beschreibung der Wanderung beschränkt sich leider auf einige wenige Orte. Hinzu kommt, dass diese Orte nicht mal mit denjenigen auf den Wegweisern übereinstimmen. Obwohl die Wanderungen auf der Karte und in der kurzen Beschreibung nummeriert sind, sind diese Nummern im Gelände nirgends auf den Wegweisern ersichtlich. Es empfiehlt sich, eine Karte mitzunehmen!

Gestartet haben wir die Wanderung bei der Bushaltestelle Engi, Weberei, von wo aus ein gut ausgebautes, aber teilweise sehr steiles Strässchen dem Mülibach entlang Richtung Üblital führt Strässchen in Engi. Die Wegweiser sind relativ schlecht angeschrieben, aber man kann ihnen allgemein in Richtung Spitzmeilen folgen und kommt so auf einem konditionell ziemlich fordernden Weg zur Alp Gams Gams. Diese schöne Ebene wird man später von oben noch lange sehen können.

Beim Wegweiser am Anfang der Alp sollte der Weg nach rechts, Richtung Skihütte Stäfeli Fitteren, gewählt werden. Dort hört endlich das langweilige Alpsträsschen auf und geht in einen normalen Wanderweg über. Es geht steil nach oben, immer mit einer wunderbaren Aussicht . Teilweise erwies sich dieser Weg als ziemlich beschwerlich, führte er doch Mitte Juni noch über einige Schneefelder.
Mit 1926 Metern über Meer ist das Heueggli der höchste Punkt dieser Wanderung. Von hier aus, auf dem Grat, bietet sich eine wunderschöne Aussicht in verschiedene Richtungen . Wir gingen trotzdem relativ rasch weiter Richtung Weissenberg-Matt. Vorbei an vielen Blumen und über einige Schneefelder führt der Weg von hier aus ziemlich rasch abwärts.

Nach einiger Zeit, durch eindrückliche Lawinenverbauungen hindurch, führt der Weg nach rechts zum Zindelchopf auf 1825 m.ü.M. Dieser Vorsprung hat die Bezeichnung als Aussichtspunkt auf der Karte definitiv verdient. Aussicht vom Zindelchopf Wir entschieden uns hier, nicht wie von Elm Tourismus vorgeschlagen, dem Strässchen nach Engi zu folgen sondern auf dem Wanderweg nach Weissenberg und weiter runter nach Matt zu gehen.
Bei drückender Hitze vorbei an Kühen und Kälbern geht der Weg voll an der Sonne bis nach Weissenberg. Dort stehen zwei Wege nach Matt zur Auswahl: der Strasse entlang oder der Waldlehrpfad. Wir entschieden uns für den Waldlehrpfad und konnten dann meistens durch den relativ frischen Wald mit tosendem Bach direkt nach Matt wandern.

Anreise
Für die Anreise ist der öffentliche Verkehr zu empfehlen, insbesondere bei unserer Routenwahl (Start und Ziel unterschiedlich). Anreise nach Ziegelbrücke, dort auf den Regionalzug nach Glarus – Schwanden – Linthal umsteigen. In Schwanden den Bus Nr 23 Richtung Matt – Elm nehmen. Achtung: leider werden die Haltestellen im Glarner Bus nicht ausgerufen oder angezeigt, es empfiehlt sich also, sich die Abfolge der Haltestellen zu merken und gut nach draussen zu schauen…
Für die Rückreise ist in Matt der Weg zur Bushaltestelle sehr gut ausgeschildert, der Bus nach Schwanden fährt kurz nach der vollen Stunde.

Fazit
Insgesamt war die Wanderung sehr schön und hat sich gelohnt. Ein kleiner Negativpunkt sind die doch relativ langen, ausgebauten Alpsträsschen (Kiesweg) am Anfang und am Ende der Wanderung sowie die schlechte Beschilderung. Bis auf die Schneefelder sind auch die echten Wanderwege relativ einfach zu begehen, durch die steilen Wege wird eher die Kondition geprüft.
Zum Zeitaufwand: Aufgrund unserer Pausen und der Wahl eines anderen Weges waren wir von Engi bis Matt insgesamt 8 Stunden unterwegs. Bei weniger grosser Hitze wäre sicher auch eine kürzere Wanderzeit drin gelegen. Da ein grosser Teil des Weges an der Sonne liegt, empfiehlt sich ein frühzeitiger Abmarsch am Morgen.

Weitere Bilder gibts in der Galerie.

Aba in da Näbel

Die Steinböcke sind zurück! Soeben habe ich von Graubünden Ferien den neuesten Newsletter erhalten. Darin verkündet die Bündner Tourismusorganisation die Rückkehr der beliebten Steinböcke: es gibt einen neuen Werbespot mit den Steinbocks!

Im neuesten Spot machen sich die Steinböcke über den Nebel im Unterland lustig – und sprechen mir damit aus dem Herzen: der ewige Nebel unten in Zürich, wo ich seit August arbeite, geht mir ziemlich auf die Nerven. Zum Glück bringen mich die SBB jeden Abend wieder heim nach Igis!

Für die, die die ersten Spots verpasst haben zeige ich sie hier nochmals:


“Schönste Gegend der Welt”. Der erste Spot – zu meiner Freude teilweise auf Romanisch!


Karbon statt Kondition – die Steinböcke machen sich über Biker lustig.


Es hat geschneit und die Steinböcke haben Kommunikationsprobleme.

Job als Software Engineer gesucht

Nachdem ich mein Informatik-Studium in Fribourg und Montréal erfolgreich abgeschlossen habe, bin ich jetzt auf der Suche nach einem interessanten Job als Java Software Engineer im Grossraum Zürich oder in Graubünden. Am liebsten würde ich in einer Software-Firma arbeiten, die für verschiedene Firmen in verschiedenen Branchen Softwareprojekte realisiert. Dort ist nämlich die Arbeit besonders abwechslungsreich und man lernt viele Bereiche kennen, weshalb ich das gegenüber einem Job in einer Informatikabteilung einer “normalen” Firma bevorzuge.
Da ich bis Ende Juli diverse Dinge wie weitere Sprachaufenthalte geplant habe, würde ich gerne ab August arbeiten. Um sicher früh genug zu sein bin ich im Moment fleissig daran, Stelleninserate zu studieren und mich auf die interessanten Stellen zu bewerben. Wer einen interessanten, spannenden Job zu vergeben hat oder zufällig ein interessantes Stelleninserat sieht, darf sich natürlich sehr gerne bei mir melden 😉

So Spass mir die Stellensuche auch macht – sie stimmt mich irgendwie auch wehmütig, denn sie zeigt mir, dass sich mein Aufenthalt hier in Montréal zu Ende neigt. Zwar freue ich mich, in einer Woche in der Schweiz meine Familie, meine Kollegen und die Berge wiederzusehen, aber irgendwie ist Montréal in den letzten acht Monaten für mich so etwas wie eine zweite Heimat geworden und es ist nicht nur einfach, alles hier zu zurückzulassen. Dazu folgt aber später noch mehr.