How to easily print code

For the first-year project in computer science at the University of Fribourg (where I am working as an underassistant) I had to correct exercises handed in by the students. 5 groups handed in their solutions, for each group I had to print out 7 files containing programming code (written in the Lisp-dialect Scheme). Opening all them in DrScheme takes a lot of time – too much as I decided.
I therefore searched the web for an easy solution and found it in the unix (terminal) tool enscript. For me it is the perfect solution for printing code. It includes syntax highlighting for numberless programming languages, including Scheme. For example the command

enscript -2 --highlight=scheme -r -d diufpr06 switch.scm

prints the file switch.scm on the printer diufpr06 (option -d), printing two sides per page (option -2) in landscape-format (option -r). The –highlight-option allows to indicate the programming language for which the syntax should be highlighted. The list of available languages can be displayed by typing enscript --help-highlight, it might be usefull to add | less to the command, otherwise the list is not really readable.
With the option -G (not used here) quite fancy headers are printed. All options can be displayed using man enscript. The installation of enscript is very easy under Ubuntu: just type sudo apt-get install enscript and within a few seconds everything is done. Under MacOS enscript is even installed by default.

Wiederanfang

Mein Knie hat sich inzwischen wieder weitgehend vom Skifahr-Morgen erholt, einer Wiederholung steht zumindest von dieser Seite nichts im Weg. Heute Nachmittag war ich zudem mit meinem WG-Mitbewohner etwa 1 1/4h Velo fahren. Wir fuhren von Marly nach Granges-sur-Marly, weiter nach Tentlingen und dann über Villarsel-sur-Marly wieder nach Marly. Die Bewegung tat gut und die Strecke ist wirklich schön, geht kaum über Hauptstrassen und man ist wirklich auf dem Land.

Diese Woche hat die Uni wieder angefangen ohne für uns Informatiker wirklich aufgehört zu haben. Wie üblich ist die erste Woche aber noch etwas weniger stressig da die Projekte noch nicht angefangen haben, drum hatte ich fast mehr Freizeit als während den «Ferien» (die hier «vorlesungsfreie Zeit» heissen). Ich muss in diesem Semester noch 3 Vorlesungen plus ein Seminar machen. Das Seminar habe ich noch nicht ausgewählt, bei den Vorlesungen werde ich Web Engineering, Interfaces Multimodales und Systèmes bio-inspirés wählen. Die zwei Pflichtvorlesungen habe ich bereits letztes Jahr erledigt. Jetzt kann ich einfach die interessanten Vorlesungen auswählen, die lästige Pflicht ist erledigt.
Zusammen mit der Arbeit als Unterassistent werde ich so auf knapp 40h Arbeit pro Woche kommen. Hinzu kommt die Arbeit an Websites. Damit sollte ich so in etwa ein normales Arbeitspensum haben, während meine Kollegen (die den Master in der normalen Zeit machen) rund 60h pro Woche für die Uni arbeiten müssen (wie ich letztes Jahr). Das Leben ist aber für mich so eindeutig angenehmer und ich profitiere von den einzelnen Kursen auch mehr weil ich nicht ständig übermüdet bin. Ich würde auf jeden Fall den Vorlesungsteil des Masters wieder auf zwei Jahre aufteilen wie ich es jetzt getan habe. Es ist viel weniger stressig und die Arbeit sorgt für die Finanzen…

Skitraum

Heute Vormittag habe ich mich das erste Mal seit dem Skilager im letzten Kanti-Jahr wieder einmal auf die Skier gewagt. Nach 6 Jahren Verletzungspause versuchte ich es wieder einmal – und es machte Spass. Die Verhältnisse am Pizol waren einfach traumhaft. Perfekte Pistenverhältnisse mit Pulverschnee und das Wetter hätte auch nicht besser sein können.
Ich ging heute mit meinen Grosseltern (die das Abo haben). Ideal für mich, so konnte ich mit ihnen rüberfahren (statt zu Fuss und mit Postauto) und danach hatte ich eine perfekte Führung. Ich konnte einfach den Grosseltern nachfahren und so das Skigebiet wiederentdecken. Auch wenn ich vieles noch kannte, sind doch ein paar wenige Dinge anders. Am Mittag, also nach etwa 3 Stunden Fahrzeit (praktisch ohne Anstehen an den Liften) gingen wir wieder runter. Einerseits wäre meine Vormittagskarte eh um 12.30 abgelaufen, andererseits gehen meine Grosseltern immer gegen Mittag wieder ins Tal. Und für mich wars auch besser, schliesslich soll man es nicht schon beim ersten Versuch übertreiben…

Erstaunlicherweise hatte ich keine Probleme, mit Grossmama und Grosspapa mitzuhalten. Nach den ersten paar Metern fühlte ich mich auf den Latten wieder unerwartet sicher und hatte keine Schwierigkeiten. Überraschend und glücklicherweise überstand ich den ganzen Morgen ohne einen Sturz.
Am Mittag war es für mich aber auch gut, wieder heim zugehen. Ich spürte das mangelnde Training, ausserdem meldete sich das rechte Knie zurück. Dieses schmerzt beim Gehen immer noch sehr stark (beim Sitzen spüre ich nichts). Ich vermute jedoch dass es die (Patella-)Sehne ist und hoffe dass es morgen wieder gut ist. Gerne würde ich nämlich Ende Woche wieder auf die Piste!

Alteisen-Entsorgung

Morgen Mittwoch muss ich Alteisen entsorgen gehen. An und für sich nichts Spezielles, oder? Ja, schon. Aber: Das Alteisen ist in meinem Bein und aus diesem müssen die vier Schrauben rausgenommen werden. Morgen Mittwoch Vormittag muss ich antraben und dann wird geschraubt. Nach zwei bis drei Tagen sollte ich wieder heim können – hoffentlich ohne Krücken.

Heute Abend um 19 Uhr ist an der Uni noch eine Informationsveranstaltung zu den Austauschprogrammen – unter anderem das Programm mit dessen Hilfe (bzw. Geld) ich für die Masterarbeit nach Kanada will. Drum muss ich da fast hingehen, auch wenn es mir nicht so ins Programm passt: Da ich morgen früh nach St. Moritz muss (vermutlich mit 6-Uhr-Zug ab Sargans), muss ich heute Abend noch nach Sargans fahren. Im schlimmsten Fall mit dem 21:34-Zug – der ist aber erst um 00:24 in Sargans. Das könnte also eine sehr kurze Nacht werden.

Unser neuer Mitbewohner ist jetzt eingetroffen, er hat sein Zimmer eingerichtet und ist eingezogen. Wer ihn (und mich) sehen will, kann mal hier den entsprechenden Beitrag in der Tagesschau der TSR anschauen.

Gut gewählt

Die ersten zwei Wochen Vorlesungen sind vorbei – und ich kann sagen dass sich meine Auswahl als sehr gut erweist: Drei Vertiefungsvorlesungen habe ich gewählt, alle sind auf Französisch:

  • Advanced Software Engineering: Software Engineering, Java EE, JSP, Java Servlets, Java Beans etc. Diese Vorlesung ist explizit auf die Industrie ausgerichtet, es wird die aktuellste Technologie die zur Zeit in der Industrie verwendet wird besprochen. Die meisten der disktutierten Themen werden in vielen Stelleninseraten verlangt oder sind zumindest ein Plus.
  • Traitement d’images: Image Processing. Algorithmen der Bildbearbeitung. Hatte ich zwar wegen Allerheiligen erst ein Mal, aber es war sehr interessant. Es werden die Algorithmen die hinter den simplen Befehlen «rotieren» oder «Kontrast erhöhen» etc stehen besprochen. Und das beste: Mit Hilfe eines Frameworks müssen wir die gleich auch implementieren (in Java). Machte bisher wirklich Spass.
  • Conception des processeurs: Eigentlich wäre Systemarchitektur oder so passender. Es wird nicht die Konzeption eines Prozessors besprochen, sondern viel mehr die allgemeine Hardware eines Computers – natürlich auf sehr tiefem Niveau, d.h. sehr hardwarenahe. Bisher stand zum Beispiel das Vorgehen beim Speichern auf dem Programm (d.h. wie genau werden die Daten in den Speicherzellen gespeichert). Dazu gehört auch die Adressierung und deshalb haben wir wieder ein Mal fleissig mit hexadezimalen Zahlen gerechnet

Neben diesen drei Vorlesungen mache ich noch das Seminar «Computer Security Threats and Counter Measures (WS 2006)». Dabei müssen alle Teilnehmer selbständig das Buch «Hacking, The Art of Exploitation» von Jon Erickson lesen. Jeder Teilnehmer muss dann ein Kapitel speziell bearbeiten, d.h. im Internet weitere Informationen dazu suchen und Papers etc lesen. Am Ende des Semesters gibt es dann eine Blockveranstaltung, d.h. es wird mindestens einen ganzen Tag dauern. Jeder Teilnehmer muss dann eine 45-minütige Präsentation zu seinem Thema abhalten – auf Englisch.

Neben dieser Zeit in der ich mich selbst bilde, bin ich auch dieses Jahr wieder in der Bildung der neuen Studierenden aktiv: Ich arbeite wieder (bzw. weiterhin) als Unterassistent und betreue zusammen mit einem Assistenten (Doktoranden) das Erstjahresprojekt mit der Eisenbahn. Die Arbeit gefällt mir gut und ich kann sehr viel machen. Es ist überhaupt nicht so «typische Unterassistentenarbeit» sondern ich mache die gleichen Arbeiten wie der Assistent. Dazu gehört die Weiterentwicklung der Steuerung der Miniatureisenbahn, die Vorbereitung/Korrektur der Skripte, Vorbereiten der Übungsaufgaben, Erklären des Stoffes (also quasi Vorlesung halten), Übungen korrigieren, Fragen der Studenten beantworten etc. Ist wirklich abwechslungsreich und interessant!

Start mit Schrecken am Ende

Heute hatte ich meinen ersten Schiedsrichter-Einsatz der Saison 2006/07. Als zweiter Schiri pfiff ich das 3.-Liga-Herrenspiel zwischen Galina Vaduz und Chur (Chur gewann 3:1). Mit meiner Leistung war ich eigentlich ganz zufrieden, machte nur wenige Fehlentscheide.
Bei den Schirieinsätzen bin ich jeweils voll auf das Spiel (bzw. als zweiter Spieler auf die Aufstellung und den Bereich Netz/Mittellinie) konzentriert und nehme das um mich herum kaum mehr wahr. Heute kam dazu dass es in der Halle extrem heiss war und ich schwitzte als würde ich selbst intensiv Sport treiben.
Nach den Spielen brauche ich deshalb oft ein Weilchen bis sich die Anspannung und Konzentration wieder gelöst hat. Meistens reicht dabei der Heimweg. Heute allerdings nicht: Ich konnte mit den Churern bis nach Sargans fahren und das letzte Stück bis heim gemütlich spazieren und die frische Luft geniessen. Doch nach etwa 100m kam ich auf die (blöde) Idee etwas zu Essen aus dem Rucksack zu nehmen – und fand dabei meine Schlüssel (Wohnungsschlüssel Sargans, Wohnungsschlüssel Marly, Büroschlüssel Uni, Kastenschlüssel, Veloschlüssel etc) nicht mehr. Halb in Panik durchsuchte ich den Rucksac, und fand nichts. Deshalb telefonierte ich sofort heim (könnte ja sein dass ich sie zu Hause vergessen hatte) – dort waren sie auch nicht.
So ging ich so rasch als möglich heim um den Rucksack noch genauer zu durchsuchen und allenfalls nochmals nach Vaduz zu fahren. Doch, das wurde zum Glück nicht nötig, die Schlüssel hatten sich nur in einem kleinen Fach im Rucksack versteckt (waren dort reingerutscht) – und meine Erleichterung entsprechend gross. Entspannt bin ich aber trotzdem noch nicht – aber kommt schon noch…

Erster Tag im letzten Jahr

Heute hatte ich meine erste Vorlesung in meinem letzten Vorlesungs-Jahr an der Uni. Angefangen hat es heute mit «Advanced Software Engineering». Dies ist eine Vorlesung die auf den Markt ausgerichtet ist, die derzeit aktuellen Technologien bei der Softwareentwicklung werden erklärt (inkl. Theorie) und dann gleich mit einem Projekt das einen grossen Teil der Note ausmacht umgesetzt.
Der Eindruck aus der Beschreibung hat sich heute in der ersten, dreistündigen, Vorlesung bestätigt: Diese Vorlesung ist wirklich nützlich, so ziemlich alle modernen Java-Sachen sind abgedeckt. Im Prinzip das was in fast jedem Stelleninserat verlangt wird. Damit ist diese Vorlesung eine ideale Sache für die Stellensuche – sonst ist die Uni ja sehr auf die Grundlagen und Theorie ausgerichtet und weniger auf die Praxis. Ich bin jetzt schon überzeugt dass diese praxisorientierte Vorlesung Spass machen wird! Freue mich auch auf das Projekt!
Die nächste Vorlesung habe ich erst am Mittwoch: traitement d’image. Das wird aber keineswegs ein Photoshop-Kurs oder so, sondern wirklich Theorie mit Algorithmen, also was hinter der Bildbearbeitung steckt. Tönt sehr interessant, auch wenn es sehr mathematisch werden wird (unter anderem steht die Fourier-Transformation auf dem Programm). Aber nachdem ich die mathematischen Informatik-Pflichtvorlesungen erledigt habe, schadet etwas Mathematik nichts. Ganz ohne die will ich auch nicht sein, da würde etwas fehlen. Es soll einfach in einem gesunden Ausmass bleiben…
Morgen Dienstag werde ich als Unterassistent arbeiten. Bereits für 8 Uhr sind die ersten Studenten angemeldet die ihr Projekt abschliessen wollen (oder müssen). Danach habe ich eine Sitzung mit dem Professor und einem Studenten der die Masterarbeit mit der Eisenbahn machen will. Der Assistent ist im Militär, also muss ich ihn vertreten…

Informatiker: eine bedrohte Spezies

Logo UniFRAm Freitag war an der Uni Fribourg der Erstsemestrigen-Tag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, morgen Montag geht das Wintersemester 2006-07 los. Dabei scheint sich die Abwärtstendenz bei den Studierenden an den Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten fortzusetzen: Am Freitag kamen gerade mal 4 zukünftige Informatik-Studierende, insgesamt sollen 9 oder 10 mit Informatik anfangen, dazu etwa gleich viele (bzw. wenige) Wirtschaftsinformatiker. An der Uni Bern dürften es auch nicht wesentlich mehr sein und selbst die ETHs haben drastische Einbrüche bei der Anzahl Informatikstudenten. Fingen 2000 in Zürich noch 332 ein Informatikstudium an, so waren es 2004 und 2005 gerade noch etwa 130.

Diese Situation ist für die Studierenden eigentlich sehr komfortabel da sowohl das Betreuungsverhältnis während der Ausbildung als auch die Stellensituation hervorragend sind. Das ohnehin schon immer gute Betreuungsverhältnis am Informatikdepartement in Fribourg wird jetzt noch besser. Im zweiten und dritten Jahr sind es nämlich zur Zeit auch nicht viel mehr als 10 Leute die Informatik studieren. Wieviele es im Master sind (wo zumindest letztes Jahr viele Leute von anderen Unis oder Ingenieurschulen (Fachhochschule) kamen), werde ich sehen.
Logo Faculty of Science UniFREinen riesigen Nachteil hat dieses perfekte Betreuungsverhältnis allerdings: die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät hat immer weniger Geld zur Verfügung. Schon jetzt steht fest, dass ein Professor der in 2 oder 3 Jahren pensioniert wird, nicht mehr ersetzt werden wird. Längerfristig ist die Informatik in Fribourg (und Bern) so vom Aussterben bedroht, in Neuchâtel liegt sie bereits im Sterben. Ein Vollstudium ist dort nicht mehr möglich.
Eine mögliche Lösung ist hier BENEFRI, eine intensive Zusammenarbeit der Universitäten Bern, Neuchâtel und Fribourg. Inbesondere bei den Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten ist die Zusammenarbeit hier schon sehr fortgeschritten. Beispielsweise könnte ich problemlos Vorlesungen in Bern oder Neuchâtel besuchen, diese werden automatisch angerechnet. Sogar das Zugsbillet wird zurückerstattet!

Eine schöne Seite dieser geringen Studentenzahlen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt: Informatiker mit Uni-Abschluss können sich die Stellen so richtig aussuchen weil der Markt so ausgetrocknet ist und Firmen oft Mühe haben, Informatik-Stellen zu besetzen. Eigentlich alle haben schon vor Studienende eine Job auf sicher. Kollegen, die mehr oder weniger kurz vor dem Ende stehen, haben sogar schon mehrere Angebote erhalten ohne sich überhaupt zu bewerben. Plötzlich kam einfach ein Telefonanruf, ob sie nicht Interesse an dieser Stelle hätten, sie würden sie gerne einstellen.
In naher Zukunft dürfte sich diese Situation sogar noch verschärfen: jetzt kommen langsam die Jahrgänge mit sehr wenig Informatik-Studierenden auf den Markt, die grossen Jahrgänge sind jetzt fertig. Zudem braucht es immer mehr hochqualifizierte Informatiker. Die Universitäten und Fachhochschulen in der Schweiz können diese Marktnachfrage mangels Studenten nicht decken, das Wachstum von gewissen Firmen wird jetzt schon ausgebremst weil sie nicht genügend Personal finden.
Die Aussichten für mich sind also sehr rosig – umso mehr freue ich mich auf die Stellen»suche» und den ersten Job. Bis dann dauert es aber noch etwa 1 1/2 Jahre – die sicher sehr interessant werden.

Inline-Skate, mein neuer Sport

Salomon Motion 7.0Nachdem mir ja bekanntlich mein Arzt wegen meinen zum Haarausfall passenden Altersbeschwerden (Arthrose) verboten hat, Volleyball zu spielen wie auch jeden anderen Sport mit Schlägen (ob Boxen dazu zählt weiss ich nicht…) auszuüben, musste ich mich nach knietauglichen Alternativen umschauen. Eine habe ich gefunden: Inline Skating. Vor zwei Wochen habe ich mir im Athleticum in Chur die Schuhe «Salomon Motion 7.0» gekauft und diese gleich intensiv ausgetestet. Bin ganz zufrieden damit und Spass macht es auch.
Letzte Woche habe ich auch noch zwei Karten bestellt, eine für das «Heidiland«, eine für das «Rheintal«. Diese zwei Karten sind wirklich zu empfehlen. Gefunden habe ich sie bei www.swiss-skate-map.ch, bestellt bei www.books.ch.

Skatemap HeidilandDie Karten enthalten unzählige Routen vom Glarnerland bis nach Landquart (Heidiland) und von Trübbach bis nach St. Margrethen (Rheintal). Auf den Karten ist wirklich jedes Detail angegeben, sogar vor Hunden (insbesondere in der Rheinau mit den Bauernhöfen) wird gewarnt: Ein roter, schematischer Hundskopf ist an den «Gefahrenstellen» eingezeichnet. Zudem hat es an verschiedenen Stellen Fotos. Diese sind mit einem Nümmerchen in der Karte markiert, unten auf der Karte sind entsprechende Aufnahmen von den Orten. Damit dürfte ich nun genügend Projekte für Ausflüge mit den Rollerblades haben – allerdings nur bis der Schnee kommt…

Die ersten drei Ausflüge machte ich schon, hier mal eine kurze Beschreibung (in Zukunft möchte ich über die einzelnen Ausflüge detailliert berichten, wenn möglich mit Fotos):
Meine allererste Fahrt führte mich durch die Sarganser Rheinau zum Rheindamm wo ich rheinabwärts fuhr. Bei Trübbach/Balzers überquerte ich den Rhein und fuhr auf der Liechtensteiner Seite des Dammes weiter. Dort ist der Belag feiner, zudem hat man nicht die Autobahn 5m nebenan. Auf dem Damm fuhr ich bis nach Vaduz wo ich über die alte Holzbrücke nach Sevelen fuhr. Danach rollte ich auf der Schweizer Seite des Dammes zurück Richtung Sargans. In Trübbach ging ich vom Damm weg und wollte über das Feld heim. dies war zwar grundsätzlich gut, aber das nächste Mal werde ich etwas länger auf dem Damm bleiben und nicht bei der Unterführung beim Bahnhof Trübbach weggehen. Dort muss man nämlich ein Stück auf dem Trottoir fahren, dann beim Fussballplatz vorbei (= steil hoch, steil runter) und danach kommt auch noch ein Stück Kiesweg. Wenn man erst bei der nächsten Abzweigung vom Rheindamm weggeht, kann man dies vermeiden.

Den zweiten Ausflug machte ich mit Christian, bei dem ich ja an der Uni arbeite. Wir fuhren mit dem Zug von Fribourg nach Murten. Dort schnallten wir die Schuhe an und rollten bis nach Neuchâtel. Bis auf eine kurze Abfahrt in Marin war praktisch die ganze Strecke über das Feld, zwischen Gemüsefeldern. Entsprechend hat die Fahrt wirklich Spass gemacht, auch wenn wir am Ende ziemlich müde waren.

Die bisher letzte Ausfahrt machte ich ebenfalls mit Christian. Wieder fuhren wir mit dem Zug nach Murten (ab Fribourg kommt man mit den Skates nirgends hin) um dann auf die Skates zu wechseln. Wie bei der Fahrt nach Neuchâtel gingen wir durch das Grosse Moos (Galmiz und so), statt jedoch links nach Neuchâtel wegzugehen fuhren wir bei Galmiz gerade aus weiter Richtung Kerzers, unser ursprüngliches Ziel. Dort angekommen fanden wir, es sei doch eine etwas gar Kalbkurze Strecke und fuhren weiter, Richtung Aarberg. Bei Hagneck (Bielersee) ging es jedoch nicht mehr weiter bzw. es hatte nur noch eine Naturstrasse. Deshalb gingen wir dort auf die Bahn und fuhren zurück nach Fribourg.
Ein witziges Erlebnis hatten wir bei Hagneck noch: Wir schauten zu wie ein Kalb aus einer Weide ausbrach. Es sprang einfach über den Zaun. Auf meinen Vorschlag hin wechselten wir die Schuhe, zogen unsere Schutzausrüstung ab und fingen das Kalb ein bzw. trieben es zurück in das eingezäunte Gebiet. Wir konnten also gleich noch eine gute Tat vollbringen – auch wenn der Bauer davon wohl nichts gemerkt hat, es sei denn das Kalb habe es ihm erzählt…

Ritardo…

Schlechter hätte meine Heimreise nicht anfangen können: Mein Zug hätte ja um 9:14 abfahren sollen. Hätte sollen. Als ich nämlich um 9 Uhr am Bahnhof in Firenze ankam musste ich auf der Anzeigetafel in der Spalte «Ritardo» ein «30» lesen. 30 Minuten Verspätung bevor die Reise überhaupt angefangen hatte – das verhiess nichts gutes. Doch dann ein kleiner Hoffnungsschimmer: Der Zug der um 8:14 hätte abfahren sollen war um 9 Uhr immer noch dort (bzw erst dann) und endlich bereit zur Abfahrt. Ich freute mich schon, es klappe nun doch mit dem Anschluss. Weit gefehlt: Als ich den Kondukteur fragte, ob ich diesen Zug auch nehmen könne, gab es ein klares Nein. Der Zug sei voll. Ich erklärte ihm dann, ich könnte ja trotzdem einsteigen und notfalls halt stehen. Ich müsse bis in die Schweiz fahren und verpasse sonst die Anschlüsse. Das beeindruckte ihn nicht sonderlich: Die Reservation sei für den anderen Zug, basta. Wenn ich die ändern jetzt wolle, dann koste es 8 Euro. Das fand ich dann doch etwas gar übertrieben: 8€ bezahlen weil der Zug Verspätung hat und dann möglicherweise noch bis Milano fast 3 Stunden lang stehen, nein das wollte ich nicht. Da hätte ich also eindeutig etwas mehr Entgegenkommen erwartet.

Firenze SMNSo musste ich also auf den gebuchten Zug warten. Aber halt – da war ja noch die (obligatorische) Reservation des Zuges von Milano nach Bellinzona. Den würde ich definitiv verpassen. Also, ab an den Schalter und für den Zug eine Stunde später reservieren. Nach einer Runde Anstehen kam ich endlich an den Schalter für internationale Billete. Und dort gings los mit der Bürokratie: Zug nachschauen, Ordner holen gehen, darin suchen. Altes Billet kopieren. Neues Billet drucken, dazu nochmals den Vor- und Nachnamen eingeben. Nochmals Suche nach dem gleichen Tarif wie das jetzt funktioniert mit dem GA. Aber nach gut einer halben Stunde war meine Reservation geändert. Immerhin hatte es nichts gekostet.
Nun hätte auch langsam mein Zug einfahren sollen. Dies tat er auch, aber nicht etwa nach einer halben Stunde Verspätung. Bei der Abfahrt hatten wir 43 Minuten Verspätung. Bis in Milano waren es 50 Minuten Verspätung.
Von meinen Sitznachbarn erfuhr ich dass bei diesen Zügen 50% des Ticketpreises zurückerstattet wird wenn der Zug mehr als eine halbe Stunde Verspätung hat. Dazu müsse man an den Informationsschalter gehen, ein Formular ausfüllen und dieses dann zusammen mit dem Billet in einen Umschlag tun und diesen in einen speziellen Briefkasten tun. Danach kriege man nach 2-3 Wochen einen Bon den man für eine nächste Fahrt nutzen könne. Ich schrieb die Adresse von Antonio (Kollege der in Milano arbeitet) auf, dem nützt der Bon mehr als mir. Das ganze System nennt sich übrigens «Bonus» – ob die wohl die Rückerstattungen für die Verspätungen vom Bonus des Managements abziehen? Dann müsste wohl das Management bald der Bahngesellschaft zahlen…
Im Zug nach Bellinzona musste ich noch die Reservation für das Postauto von Bellinzona nach Chur ändern. Das war aber per Telefon eine Sache von 27 Sekunden. Die Zollkontrolle ging für mich sehr rasch vorbei, jedoch wurden Nordafrikaner (vermutlich Marokko) in der nächsten Reihe von den Zöllnern aus dem Zug genommen.

San Bernardino. Quelle: post.ch Nach einer Stunde Wartezeit in Bellinzona fuhr endlich das Postauto Richtung Chur (via San Bernardino). Diese Fahrt kann ich jedem empfehlen. Geht (zumindest von Sargans aus) schneller als mit dem Zug und über mangelnden Komfort kann man sich wirklich nicht beklagen. Heute sass ich in einem Doppelstöcker – bisher hatte ich immer einstöckige Postautos erwischt. Die Postautos sind klimatisiert, fahren extrem ruhig, die Begrüssung und Verabschiedung durch den Chauffeur ist sehr freundlich – und sogar über ein WC verfügen diese Postautos!
Bei der Hinreise hatte ich einen Diretissima, also ohne Halt von Chur bis Bellinzona auf der normalen Route (Autobahn, San Bernardino-Tunnel). Heute war es ein «beschleunigter Eilkurs». Dieser hielt in Mesocco, San Bernardino Villagio, Splügen und Thusis. Damit dauerte die Fahrt etwas länger als mit dem Diretissima (2 Stunden statt 100 Minuten). Zudem ist ein Teil der normalen Route zur Zeit wegen Bauarbeiten gesperrt, so dass das Postauto die alte Bergstrasse um die Kurven hochkriechen musste.
Obwohl ich eigentlich in solchen Dingen überhaupt nicht ängstlich bin und z.B. am 13. September 2001 nach Vancouver geflogen wäre wenn es den Flieger gehabt hätte (so wurde es eine Woche später), hatte ich so kurze Zeit nach dem schrecklichen Unfall im Viamala-Tunnel schon ein mulmiges Gefühl. Die Säulen der Galerie am Tunnelende waren total verrusst und im Tunnel wurden die Wände langsam etwas dunkler bevor sie dann plötzlich ganz weiss und frisch gestrichen waren. Schrecklich!

Um 19:16 Uhr, über 10 1/2 Stunden nachdem ich das Haus in Firenze verlassen hatte, kam ich endlich in Sargans an. Am stärksten fielen mir die frische Luft sowie die Ruhe auf. Ein extremer Kontrast zu Firenze und dem Bahnhof in Milano!